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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

fullscreen: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

wieder das staatsbürgerliche Bekenntnis betont. Kaum eine Rede 
oder Ansprache wurde gehalten, in der nicht irgendwie dieser 
Stolz auf die Vereinigten Staaten, auf die Nation und auf ihr Sternen- 
banner angeklungen hätte. Auch die hauptsächlichstenProbleme der 
amerikanischen Gewerkschaftsbewegung fanden schon in den Be- 
grüssungsreden sehr ausführliche Andeutungen. Im Vordergrund 
von allen stand der schwierige Kampf gegen die richterlichen Ein- 
mischungen in die Auseinandersetzungen zwischen Kapital und 
Arbeit. Es scheint, als könnten die Gewerkschaften auf diesem Ge- 
biet nur sehr langsam vorwärtskommen, den Gegner nur Schritt 
um Schritt unter Zuhilfenahme des allmählich günstigen Wandels 
der öffentlichen Meinung in den Einzelstaaten zurückdrängen. 
Unter den Problemen befanden sich ferner die Forderung nach 
Frauen- und Kinderschutz und der Kampf um die „workmens com- 
pensation acts‘“, eine Art Unfallversicherung, die in einigen Einzel- 
staaten eingeführt worden ist, nun in der ganzen Union durch- 
gekämpft werden muss. Mit besonderem Nachdruck nahm sich 
Green dieser Forderung an, für die er schon in seinem früheren 
Wirkungsbereich, im Staat Ohio, erfolgreich gekämpft hat. 
Fremdartig für den Europäer auf dem Kongress waren ferner die 
Negerdelegierten, von denen eine Anzahl zumeist aus solchen Or- 
ganisationen vertreten war, deren Berufe fast ausschliesslich von 
farbigen Arbeitern ausgeübt werden. Um die Mitte des vorigen 
Jahrhunderts noch Sklaven, dann unter Amerikas grösstem Prä- 
sidenten, Abraham Lincoln, im Kampf gegen die Südstaaten befreit, 
stehen ihre geistigen Vortrupps heute in Reih’ und Glied der Ge- 
werkschaftsbewegung. Persönlich und näher lernten wir von ihnen 
den Vorsitzenden des Verbandes der Fuhrleute des Staates Kansas 
kennen. 
Als der Präsident Green dem Kongress die deutschen Besucher 
vorstellte, erhoben sich sämtliche Delegierte von ihren Plätzen, und 
als Gegengruss des Kongresses brach ein minutenlanger Beifalls- 
sturm los. Er wiederholte sich noch einmal, nachdem Tarnow, 
knapp und gewandt, im Namen der Abordnung den Kongress be- 
grüsst, den Zweck der Reise dargelegt, der Kämpfe unserer Ge- 
werkschaften und der Probleme der‘ deutschen Wirtschaft ge- 
dacht hatte. 
Nach dreitägigem Aufenthalt nahmen die einzelnen Gruppen und 
Einzelpersonen vom Kongress aus ihre verschiedenartigen Reise- 
routen auf. Die Vertreter des Bundesvorstandes des Allgemeinen 
Deutschen Gewerkschaftsbundes bereisten die Staaten im Nordosten 
zwischen Ohio und Mississippi, die Ölfelder und Weizengebiete des 
Staates Kansas, hauptsächlich zu dem Zweck, die Lohn- und Arbeits- 
verhältnisse und die sozialen Zustände zu ermitteln. Der Vertreter 
des AfA-Bundes wandte sich in der Hauptsache dem Studium all- 
10
	        

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Amerikareise Deutscher Gewerkschaftsführer. Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes, 1926.
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