Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

4. Verhältnis zwischen Unternehmer und Arbeiter. 
Hier sei auch das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeit- 
nehmer kurz‘ erwähnt, von dem in den Berichten deutscher 
Reisenden gern lobend gesprochen wird. Dass dieses Verhältnis im 
allgemeinen besser, freier, weniger autokratisch als bei uns ist, 
steht ausser Zweifel und wurde auch hier schon gesagt. Es wird 
vom Arbeiter alles ferngehalten, was seine Abwehrkräfte wach- 
rufen, seinen Oppositionsgeist anspornen könnte. Wenn der 
Arbeiter einen der kaufmännischen oder technischen Bureauräume 
betritt, so wird weder der Ton des Verkehrs noch die Aus- 
stattung der Lokalität das Gefühl der Befangenheit oder des Ab- 
standes bei ihm hervorrufen. In allen Fabriken, die wir besuchten, 
fiel uns immer wieder die Einfachheit der Bureau- und Verwal- 
tungsräume auf. In einer hervorragenden Maschinenfabrik in 
Wisconsin ging diese so weit, dass die roten Backsteinwände der 
Bureaus ungetüncht waren und ihr einziger Schmuck aus einigen 
aufgehängten Tabellen und den einfachsten Kleiderhaken bestand. 
Auf unsere Frage nach dem Grund dieser ausgesuchten Schlicht- 
heit wurde uns gesagt, den Angestellten soll damit beständig ihre 
Verbundenheit mit der Gesamtheit des Betriebes und den robusteren 
Arbeiten in der Werkstatt zum Bewusstsein gebracht werden; und 
wiederum dürfe auch der Arbeiter nicht die Vorstellung haben, als 
ob über ihm da drin sich ein Unteroffizierkorps abgesondert habe. 
Die Auffassung von der Angestellten- und manuellen Arbeiter- 
schaft als einer arbeitsteiligen Produktivgesamtheit statt einer 
Rangstufenleiter mit Offizieren, Feldwebeln, Korporälen und 
Musketieren kommt auch in der Art und Höhe der Lohnzahlung 
zum Ausdruck. Der „Leistungslohn‘, den unsere Wirtschaftsretter 
so sehr preisen, aber nur auf die „ausführende‘“, besonders die 
manuelle Arbeit angewendet wissen wollen, erstreckt sich in 
Amerika auf fast alle Kategorien der Angestelltenschaft und Be- 
triebsleitung. Es gibt wenig oder keine Ranglöhne. Keine Kluft liegt 
zwischen Qualitätsarbeiterlöhnen, Werkmeisterlöhnen, Techniker- 
löhnen:; .der einzige Unterschied ist, dass die letzteren eine grössere, 
wieder von der Leistung abhängige, aber nach unseren Begriffen 
gewaltige Bewegungsmöglichkeit nach oben haben. “Anything 
between 3,000 and 50,000 Dollars“, sagte man uns bei Ford auf die 
Frage, was Meistern und leitenden Personen des Betriebes gezahlt 
werde: irgendwas zwischen 3000 und 50 000 Dollar im Jahr. Nicht 
einmal die bureaukratische Abgrenzung zwischen „Lohn- und Ge- 
haltsempfängern“ gibt es. Wer wirtschaftlich so gestellt ist, dass 
er seinen Lohn üblicherweise nicht jede Woche abzuheben braucht, 
der bezieht Monatsgehalt, also auch die „Angestellten“ und 
„Beamten“ nur, sofern sie wesentlich mehr als den Lohn des ge- 
lernten Arbeiters beziehen. 
135
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Amerikareise Deutscher Gewerkschaftsführer. Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes, 1926.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.