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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

fullscreen: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

SNCA N 
Diese Entlohnungsverhältnisse sind, wie ungete” Gegenüber 
stellung entsprechender Arbeiterlöhne zeigt, durghaus proletarisch, 
Keine von oben her begünstigte „Standespflege“/dämmthdent Drucks 
der freien Konkurrenz, der natürlich in einem\ solchen Beruf im 
einem Lande mit so ausgedehnten Bildungsmög hkeiten ein sehr 
starker ist. Man denkt dabei an das Beispiel, das Eduärd v. / 
mann in einer seiner populären Schriften einmal gibf* ! {b- 
kundigen, der einst mit seiner Kunst von Königen und Fürsten 
gesucht war, heute aber, im Zeitalter der allgemeinen Schulbildung, 
damit allein nicht mehr das tägliche Brot verdienen könnte. In 
Amerika, wo man keine Stände konservieren will, wird jede Arbeits- 
leistung — nicht nur die manuelle — nur nach ihrer Erlangbarkeit 
taxiert und soviel oder sowenig dafür gezahlt, als man zahlen 
muss, um sie zu erhalten. 
Henry Ford, der auch darin am meisten amerikanisch ist, hat 
diese Idee geradezu zum System ausgebaut. Er schickt seine Werk- 
meister, wenn sie sich als unfähig erweisen, wieder an die Werk- 
bank. Seine Maschinenzeichner sitzen in langen Reihen vor eisernen 
Stafetten in Sälen, die sich von den Fabrikräumen nur durch das 
Fehlen der Maschinen und Treibriemen unterscheiden. Sie arbeiten 
im Stundenlohn und verdienen, wie uns gesagt wurde, „bis zu 1,25 
Dollar pro Stunde“ d. h. im Höchstfall den Lohn des Werkzeug- 
schlossers. So wird „standesmässige‘“ Absonderung der Betriebs- 
teile vermieden. Die Fordschen „Ingenieure“ müssen sich zu ihrer 
Stellung durch die Werkstätten hindurchgearbeitet haben; jeder 
kennt die Menschenart und die Arbeiten, die ihm unterstehen, soll 
sogar der beste Arbeiter sein und darf nie „kraft seines Amtes“ 
kommandieren. 
Dem entspricht auch der Ton, der zwischen Arbeitern, Meistern, 
Unternehmern und überhaupt jeder Gruppe des Betriebsganzen 
überall im Lande herrscht. Man sagt allerdings, dass der Unter- 
nehmer den familiären Ton, mit dem er jeden seiner Arbeiter beim 
Vornamennennt, mit guter Berechnung wähle, da „loyal employees“ 
(so heisst das Schlagwort) dem Unternehmen förderlicher seien 
als eine widerwillig oder gar feindselig gesinnte Belegschaft. Das 
ist sehr wahrscheinlich immer das Motiv; es verrät aber jedenfalls 
mehr Takt als das entgegengesetzte Verfahren. Auch haben wir, 
besonders beim berufsqualifizierten Element der Arbeiterschaft, 
nicht finden können, dass sie sich durch den Ton der Vertraulich- 
keit irgendwie bestechen lassen, ihn auch gar nicht als eine Herab- 
lassung des Unternehmers auffassen, sondern für durchaus selbst- 
verständlich hinnehmen. Knechtseligkeit ist unter Amerikanern 
eine seltene Erscheinung. Zu diesem Ergebnis muss schliesslich 
auch der misstrauische Beobachter dort kommen. Das Selbst- 
bewusstsein des Amerikaners ist zu gross, um Knechtsinn entstehen 
134
	        

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Selling Latin America. Small, Maynard & Company Publishers, 1915.
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