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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

fullscreen: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

werke. Diese verdienen 30, 40 und mehr Prozent über den Durch- 
schnittslohn der Ungelernten im Lande. Der Durchschnittslohn der 
Ungelernten ist in der Metallindustrie des Landes 49 Cent pro 
Stunde, im Gesamtdurchschnitt von 23 Industrien — nach sicher- 
lich nicht zu tief gegriffenen Angaben der Unternehmervereinigung 
des National Industrial Conference Board — 46,9 Cent, bei Ford 
dagegen ist der Mindestlohn 62,5 Cent. Einen Lohn von dieser 
Höhe erhalten sonst nur noch die Bauhilfsarbeiter der Tarifunter- 
nehmungen (San Francisco: 62,5; New York 100 Cent). 
Der letzte Werkstattkehrer der Fordwerke verdient in acht- 
stündiger Tagesarbeit 5 Dollar (die städtischen Strassenkehrer in 
Detroit nur 3,50 Dollar), die Leute am „laufenden Bande“ erhalten 
üblicherweise nach 2 Monaten der Betätigung im Betriebe bereits 
6 Dollar Tagelohn. Diese Lohnzahlung wird Henry Ford einmal 
dadurch ermöglicht, dass er in genialer Weise sich seine Rohsto{ff- 
versorgung aus eigenen Wäldern, Bergwerken und Plantagen ge- 
sichert hat und deren Verarbeitung bis zum fertigen Motorwagen 
selbst betreibt, und sich ausserdem von der Abhängigkeit vom 
Bankkapitalismus fast völlig freihält, wodurch er viel Händler- und 
Spekulantentribut vermeidet, den er als Gewinn der eigenen Unter- 
nehmung buchen kann. 
Der entscheidende Umstand aber ist der, dass die ungelernten 
Arbeiter im Betriebe von Ford eine weit grössere Produktivität ent- 
falten als in irgendeinem der Konkurrenzbetriebe. Sie leisten, was 
uns mehrfach versichert wurde, bis zu 40 Prozent mehr als in 
anderen Werken. Die Mehrzahl von ihnen ist am „Conveyor“, am 
laufenden Bande, beschäftigt, und diese Arbeiter können, wenn sie 
erst imstande sind, die Arbeit am Bande in Tempo und Ausführung 
korrekt zu verrichten, nicht mehr als völlig Ungelernte bezeichnet 
werden. Sie sind einexerziert und haben den Rhythmus ihrer 
Arbeitsbewegungen in Mark und Knochen, wie der preussische 
Musketier das Laden und Sichern. Ist auch die Arbeitsmühe im 
allgemeinen nicht härter als anderswo, so ist doch die Methode 
eine andere und der volle Effekt erst einige Monate nach der Ein- 
stellung des Arbeiters zu erzielen. Daher bedeutet jeder Personen- 
wechsel einen Ertragsverlust, und so heisst es Abwanderungen 
nach Möglichkeit verhüten, wozu in erster Linie eine Lohnzahlung 
nötig ist, die einigermassen der höheren Leistung gegenüber 
anderen Betrieben entspricht. Der Massstab aber ist der gewerk- 
schaftlich beeinflusste Lohn des industriellen Ostens der Vereinigten 
Staaten. Der Lohn in den Fordwerken muss soviel höher sein, um 
das. Verbleiben im Betriebe noch wünschenswert erscheinen zu 
lassen. Er entspricht, wie wir sahen, beim Conveyorarbeiter der 
Fordwerke etwa einem tiefgegriffenen Durchschnittslohn der 
höchstbezahlten Hilfsarbeiter, nämlich des Baugewerbes.‘ (Die 
143
	        

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Schutz Dem Arbeiter! Bachem, 1890.
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