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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

fullscreen: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

in allen Städten und Gegenden des Landes sein Wesen oder Un- 
wesen. Daneben gibt es da und dort Einrichtungen der staatlichen 
oder gemeindlichen Stellenvermittlung. So hat z. B. die Staats- 
regierung vom Staate Wisconsin ihrem Arbeitsdepartement („In- 
dustrial Commission”) ein System der Arbeitsvermittlung an- 
gegliedert. Da aber keine Verpflichtung zur Anmeldung offener 
Stellen besteht und somit der staatlichen Stelle jede Kontrolle und 
Zwangsgewalt fehlt, ist ihre Wirksamkeit neben den vorher- 
genannten Faktoren der Arbeitsvermittlung nicht sehr bedeutend. 
Ähnlich liegt es bei der staatlichen und kommunalen Vermittlung 
für die früher erwähnten Erntearbeiter. Auch dort bestehen alle 
Arten der Arbeitsvermittlung bunt nebeneinander. 
Bei der grossen Zukunit, die mit zunehmender Erstarrung und 
Kristallisierung der Verhältnisse aller Voraussicht nach der ameri- 
kanischen Gewerkschaftsbewegung beschieden sein wird, sind auf 
allen diesen Gebieten im nächsten Menschenalter tiefgreifende 
Änderungen zum Besseren zu erwarten. Der soziale Sinn beginnt 
sich durchzusetzen und verdrängt schon jetzt auf manchem Gebiet 
den überkommenen Individualismus. Und in Amerika läuft nicht 
nur manches Verkehrsmittel schneller als hierzulande, sondern 
auch die Entwicklung der sozialen Verhältnisse. Ist ein Gedanke 
erst aufgegriffen, so braucht es zu dessen Durchführung weniger 
Zeit als anderswo. | 
8. Akkordarbeit. 
Im Anschluss möge sogleich einiges über die Akkordarbeit in 
Amerika hinzugefügt werden. 
Es wird im Kreise amerikanischer Gewerkschafter nicht ohne 
weiteres begreiflich gefunden, wenn ihnen berichtet wird, dass die 
meisten der grossen deutschen Gewerkschaftsverbände die 
Akkordarbeit nicht aus Prinzip ablehnen, während zrosse amerika- 
nische Organisationen, wie der Verband der Maschinenschlosser, 
die Akkordarbeit verwerfen und — z. B. in Chicago — ihre Mit- 
glieder verpflichten, gegen ihre Einführung zu wirken. Es bedarf 
auch in diesem Fall der Berücksichtigung der besonderen Verhält- 
nisse auf beiden Seiten. In den unorganisierten Betrieben wird die 
Akkordarbeit (piece work) oft ohne die Garantie eines Mindest- 
verdienstes, z. B. des ortsüblichen Stundenlohnes, und ohne jede 
andere einschränkende Schutzbestimmung gemacht, so dass die 
Akkordarbeit in solchen Betrieben zuweilen echte Schwitzarbeit ist. 
Wird aber wirklich einmal bei einer Akkordarbeit in unorgani- 
sierten Betrieben gut verdient, dann ist bei der buntscheckigen 
Zusammensetzung, dem grossen Wechsel der Arbeiterschaft und 
dem Fehlen von Disziplin und Kollektivmoral in solchen Betrieben 
150
	        

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Report from the Select Committee on Slave Trade (East Coast of Africa); Together with the Proceedings of the Committee, Minutes of Evidence, Appendix and Index. [The House of Commons], 1871.
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