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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

fullscreen: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

Im Jahre 1863 ging von der Maschinenbauergewerkschaft der 
Plan aus, alle Verbände in einer zentralen Spitze zu vereinigen. Drei 
Jahre später wurde auf einem Kongress in Baltimore die National 
Labor Union begründet, der nach zwei Jahren bereits 3000 lokale 
Fachverbände angeschlossen waren, die dann aber schnell zurück- 
ging und Mitte der siebziger Jahre ihr Leben ganz aushauchte. Die 
Ursachen waren zum Teil Streitigkeiten über die Stellung zu politi- 
schen Fragen, zum anderen eine schwere Wirtschaftskrise. Später 
wurden wiederholt von der politischen sozialistischen Bewegung 
aus vergebliche Versuche unternommen, die Gewerkschaften in 
einer politisch-gewerkschaftlichen Einheitsorganisation zu sammeln 
oder besondere Gewerkschaftsorganisationen zu schaffen. 
Eine bedeutsamere Rolle spielte längere Zeit hindurch der Orden 
der „Ritter der Arbeit“ (Knights of Labor). Im Jahre 1869 begründet, 
trug er bis zum Jahre 1878 den Charakter eines Geheimbundes. 
Nach seinem Programm wollte er neben dem Eintreten für „mög- 
lichst günstigen Lohn, kurze Arbeitszeit und sonstige Vorteile“ auch 
die „der industriellen Ungerechtigkeit zugrunde liegenden Ursachen“ 
zu beseitigen suchen, seine Ziele aber „allein durch den Appell an 
die Vernunft und das Gewissen, niemals auf gewaltsame Weise“ er- 
reichen. Im Gegensatz zu den anderen Gewerkschaften lehnte der 
Orden die Gliederung nach Berufen ab und machte keinen Unter- 
schied zwischen Gelernten und Ungelernten. Seinen Höhepunkt 
erreichte er im Jahre 1886 mit 750 000 Mitgliedern. Dann begann 
ein schneller Abstieg bis zur völligen Bedeutungslosigkeit. 
Das eigentliche Gewerkschaftsleben war in den lokalen und 
zentralen Fachverbänden verkörpert, die zwar für die von der 
politischen Arbeiterbewegung ausgehenden Zusammenschluss- 
bestrebungen nicht zu gewinnen gewesen waren, bei denen aber 
nichtsdestoweniger das Bedürfnis nach einem zentralen Zusammen- 
schluss sich zusehends verstärkte. Zunächst vollzog sich eine Ver- 
bindung der Lokalverbände in örtlichenGewerkschaftskartellen.Nach 
einem vorbereitenden Kongress im August 1881 wurde von einem 
hier gewählten Ausschuss für November desselben Jahres nach 
Pittsburg ein Kongress einberufen, auf dem in aller Form die „Fede- 
ration of organized trades and labor unions of the United States and 
Canada“ gegründet wurde. In den fünfköpfigen Exekutivausschuss 
des neuen Bundes kam auch der Präsident des Zigarrenmacher- 
Verbandes, Samuel Gompers, der schon auf dem nächsten Kongress 
zum Präsidenten der Federation gewählt wurde. Mit einer drei- 
jährigen Unterbrechung, von 1894 bis 1897, hat Samuel Gompers 
bis zu seinem Tode am 13. September 1924 an der Spitze des Bundes 
gestanden, dessen Aufstieg zweifellos in hervorragendem Masse 
dieser ausserordentlichen Persönlichkeit zu verdanken ist. 
308
	        

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The Agricultural Output of England and Wales 1925. Stat. Off., 1927.
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