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Die Arbeitsverhältnisse Zürcherischer Ladentöchter und Arbeiterinnen

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeitsverhältnisse Zürcherischer Ladentöchter und Arbeiterinnen

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeitsverhältnisse Zürcherischer Ladentöchter und Arbeiterinnen
  • Title page
  • Einleitendes
  • Die Arbeitsverhältnisse
  • Contents

Full text

20 
Eine Ladentochter (Stadt) bemerkt: „Vom religiösen wie 
vom sozialen Standpunkt aus wäre es sehr erwünscht, wenn 
ein Sonntagsruhegesetz auch für Bäckereien und Konditoreien 
geschaffen würde. Ein Sklave kann nicht ärger an seine Arbeit 
gebunden sein als wir in unserem Gewerbe. Von Fest- und 
Feiertaghalten ist keine Rede. Also Parole: Sonntagsruhe!“ 
Eine Verkäuferin in einem Metzgergeschäfte verpönt die 
Sonntagsarbeit mit folgenden drastischen Ausführungen: „Jahre 
lange Beobachtungen haben mir gezeigt, dass mindestens 90% 
der Sonntagskunden sich auf die Arbeiterklasse beschränken. 
Da einmal energisch einzugreifen, täte not. Selber dem Arbeiter 
stande angehörend, kann ich mit Recht und Gewissen konsta 
tieren, dass es ganz gut möglich ist, es anders einzurichten. Vom 
Schlechtwerden des Fleisches kann keine Rede sein, das ist 
nicht stichhaltig, denn andere Leute können es auch machen. 
Man kann z. B. das betreffende Stück Fleisch anbraten oder auch 
einsalzen und am Morgen wieder abwaschen. 
In England, Amerika etc. kann man sich auch einrichten, 
dort sind die Ladnerinnen gesetzlich geschützt. Und wo ein Wille 
ist, da ist auch ein Weg! Wo bleibt da das Fabrikgesetz? Da 
stehen wieder Arbeiter gegen Arbeiter. Wieso? Ich weiss und 
habe es schon öfters mir sagen lassen, dass der Mann erst 
Sonntags früh oder Samstags nachts spät nach Hause kommt 
und den dezimierten Zahltag bringt. Wie könnte da die Frau 
noch ihrem Gatten etwas Schmackhaftes vorsetzen? Da ist sie 
gezwungen, ihre eigene arbeitende Klasse zu Sonntagsdiensten 
zu verdammen. Also hier Remedur, bitte! Die Arbeiter haben 
doch ihren Sonntag ganz frei, warum nicht wir?“ 
Damit schliessen wir die Blütenlese, die nach unserem 
Dafürhalten sehr typisch ist. Wir besitzen aus den übrigen 
Arbeiterinnenkategorien im Verhältnis zu den angeführten Be 
merkungen nur verschwindend wenige Aeusserungen, weil eben 
die Verhältnisse infolge des Arbeiterinnenschutzgesetzes bessere 
geworden sind, wenn auch nicht überall seine Vorschriften genau 
befolgt werden. 
Schon bei der nächsten Gruppe, bei den Schneiderinnen, 
zeigt der Arbeitstag denn doch ein weit günstigeres Bild als 
dies bei den Ladentöchtern der Fall war.
	        

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Die Arbeitsverhältnisse Zürcherischer Ladentöchter Und Arbeiterinnen. Kommissionsverlag von Albert Müller, 1914.
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