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Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Document type:
Monograph
Structure type:
Contents
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Der Kampf des wirtschaftlichen Imperialismus
  • Zweites Kapitel. Der Wirtschaftskrieg im engeren Sinne
  • Drittes Kapitel. Das Wesen des Wirtschaftskampfes
  • Viertes Kapitel. Die Beendigung des Wirtschaftskrieges
  • Fünftes Kapitel. Die internationale Regelung des Wettbewerbes der Völker

Full text

Der deutsche Imperialismus. 
17 
heim II. am 9. November 1899 am Grabe Saladins in Damaskus 
verkündet, wenn er den 300 Millionen Mohammedanern versichert, zu 
allen Zeiten ihr Freund zu sein. Es gesellte sich zu den wirtschaft 
lichen Motiven auf deutscher Seite das Schutzbedürfnis des Islams 
auf der türkischen Seite. Es entstand das „levantinische“ 
Programm, nach dem Kleinasien die Rolle einer Kolonie im Ver 
hältnis zum schutzgewährenden Deutschland zufallen sollte. Baum 
wolle könnte es von Adana, Kupfer von Argana-Maden, Kohle von Eregli, 
Petroleum von Arbela, Getreide von Anatolien erhalten; es selbst hätte 
Fabrikate, Kapital und vielleicht auch Kolonisten zu liefern (K j e 11 e n, 
Probleme 112). Die Deutsche Bank selbst unternahm bedeutende Be 
wässerungsarbeiten bei Konia im Jahre 1907 und bei Adana im Jahre 1910. 
Nachdem die deutsche Palästinabank und die deutsche Orientbank im 
Jahre 1914 sich vereinigt hatten, arbeitete das deutsche Kapital mit 
10 Filialen in Anatolien und 7 in Ägypten. Durch den Geheimvertrag 
Englands mit dem Scheich von Koweit, wodurch dieser sich verpflichtete, 
keiner fremden Macht Arbeiten und Niederlassungen auf seinem Gebiet zu 
gestatten, geriet aber der natürliche Endpunkt der Bagdadbahn in englische 
Hände. Darauf verzichtete im März 1911 die deutsch-französische Bahn 
gesellschaft auf den Ausbau der Strecke von Bagdad bis zum Persischen 
Golf zugunsten einer neu zu bildenden ottomanischen Gesellschaft mit 
einer 30 %igen Beteiligung des deutschen Kapitals. Im Jahre 1913 
anerkannte die Türkei die englische Schutzherrschaft über Koweit 
an und die eigene Pflicht, die Bagdadbahn nur bis Bassorah zu führen, 
von wo an das Recht Englands beginnen sollte. Den vorläufigen 
Abschluß der „friedlichen Durchdringung“ der Türkei 
bildete das Abkommen Deutschlands mit England vom 15. Juni 1914 
in London über die Abgrenzung des wirtschaftlichen Einflusses der beiden 
Staaten in der asiatischen Türkei. 
Infolge des Protestes Curzons gegen den wirtschaftlichen Vor 
marsch zum Persischen Golf und der Kriegsdrohung Lansdownes 
schloß Deutschland mit Rußland ein Abkommen am 19. August 1911. 
Rußlands Interessen werden als „spezielle“ anerkannt und Deutschlands 
Interessen auf wirtschaftliche Ziele beschränkt. Trotzdem beide Mächte 
vom Grundsätze der offenen Tür ausgingen, verzichtete doch Deutschland 
auf den Erwerb von Verkehrskonzessionen in Nordpersien. Rußland 
verpflichtete sich, keinerlei Maßregeln zur Verhinderung des Baues der 
Bagdadbahn oder der Teilnahme fremder Kapitalien zu ergreifen, „unter 
der Bedingung, daß ihm daraus keine Opfer finanzieller oder wirt 
schaftlicher Natur erwachsen“. Die von Rußland zu bauende nord- 
persische Bahn sollte an die Bagdadbahn angeschlossen werden (Strupp, 
Urkunden, 1. Ergänzungsheft 27). 
Bei der Aufteilung der wirtschaftlichen Einfiußgebiete in Afrika 
Lenz, Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung. 2
	        

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Der Wirtschaftskampf Der Völker Und Seine Internationale Regelung. Verlag von Ferdinand Enke, 1920.
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