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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

fullscreen: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

auch in den Riesenkarawansereien, wie sie erst neuerdings die 
Statlergesellschaft in den grössten amerikanischen Städten gebaut 
hat und baut. Wir fanden kein Einheitsbett, auch nicht in den aller- 
neuesten, eben erst eröffneten Betrieben dieser Art. Häufig fanden 
sich in jeder Etage, mitunter sogar auf den gleichen Stockwerken 
und in den einzelnen Zimmern, verschiedene Bettformen. Die Betten 
waren nicht nur in der Form und im Material, sondern auch in den 
Grössen, in der Fusshöhe usw. durchaus unterschiedlich. Es war 
nicht der Zimmerpreis, der das Aussehen des Bettes bestimmte! 
Das gleiche ergab sich überdies auch für die Bettwäsche, ob- 
wohl die Normisierungskommission mit Stolz berichtet, dass sie 
Bettdecken- und Bettüchergrössen in der Typenzahl von 78 auf 12 
herabgedrückt habe. Aber in den Hotels konnten ja Geschäfts- 
gründe irgendwelcher Art gegen die Normisierung gesprochen 
haben. 
Wir gingen in die Möbelabteilungen der Warenhäuser für den 
Mittelstand und in die Kaufhäuser, in denen die Arbeiter kaufen, 
studierten die Kataloge der grossen Versandhäuser, die an Millionen 
von Farmern liefern. Wir fanden einige hundert verschiedene Bett- 
typen und -arten. (Wir sprechen hier nicht von gleichen Typen in 
unterschiedlicher Qualität!) 
Wir befragten uns in den Kaufhäusern über die „Standard“betten, 
über diejenigen in der Fülle der vorhandenen Typen, die Massen- 
umsätze ergeben. Zu unserem Erstaunen wurde uns immer wieder 
gesagt, dass zu den meistgekauften Marken die verschiedensten 
Bettypen gehörten. (Wir sprechen hier wieder nicht von ver- 
schiedenen Preistypen, sondern von unterschiedlichen Typen in 
etwa gleicher Preislage!) 
Wir befragten die amerikanischen Gewerkschafter; sie lachten 
über die Reklamelüge, auf die man hereingefallen sei. 
Wir befragten amerikanische Unternehmer; sie antworteten, 
dass Normisierung ... sehr notwendig sei! 
Wir fragten nach der grössten Bettstellenfabrik Amerikas; aber 
auch „Simons“ hat mit seinem Metallbett noch nicht das normisierte 
Einheitsfabrikat erreicht. 
Und dann der Unterschied der Preise! Ein schweres, weiss 
lackiertes Metallbett, die Hauptteile aus Eisenrohr von etwa vier 
Zentimeter Durchmesser, kostet etwa 10 Dollar. Den Patentfeder- 
rahmen, den es überdies in den verschiedensten Ausführungen gibt, 
kann man ebenso für etwa 10 Dollar haben. Dazu kommt die 
Matratze, sie existiert wieder in vielen Ausführungen und Grössen. 
Die mittlere Qualität kostet etwa 25 Dollar. Dieses so von jedem 
einzelnen Käufer nach seinem Geschmack und nach seinem Geld- 
beutel kombinierte Metallbett ist aber durchaus nicht das Ziel aller 
Amerikaner, Das Metallbett steht in Idealkonkurrenz mit dem heute 
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Amerikareise Deutscher Gewerkschaftsführer. Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes, 1926.
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