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Bolschewismus, Fascismus und Demokratie

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Bibliographic data

fullscreen: Bolschewismus, Fascismus und Demokratie

Monograph

Identifikator:
1713886359
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103104
Document type:
Monograph
Author:
Nitti, Francesco Saverio http://d-nb.info/gnd/119470764
Title:
Bolschewismus, Fascismus und Demokratie
Edition:
1.-10. Tsd.
Place of publication:
München
Publisher:
Hanfstaengl
Year of publication:
1926
Scope:
102 Seiten
1 Portr.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
XV. Der Verfall Europas als Folge der Neigung zur Gewaltätigkeit und des Mangels an Frieden und Freiheit. Die unausbleibliche Rückkehr zu den liberalen Verfassungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

304 
Zweites Buch. Die Gegner. 
/- 
wenn man sich den Folgerungen, die sich logisch daraus ergaben, 
entziehen wollte. List begriff das, und in seinen Bemühungen, dies 
Ziel zu erreichen, fand er neue Wahrheiten, die seinem Buch bleiben 
den theoretischen Wert verleihen und ihm einen bedeutenden Platz 
in der Geschichte der Doktrinen sichern. 
Er führte in die Diskussion zwei den anerkannten Theorien 
fremde Gedanken ein: die Idee der Nationalität, als Gegen 
satz zu der des Internationalismus; und die Idee der Produktiv- 
kraft, als Gegensatz zu der des Tauschwertes. Auf diesen Ge 
danken beruht das ganze System. 
a) List sagt; Adam Smith und seine Schule haben eine kosmo 
politische Hypothese aufgestellt. Sie haben angenommen, daß schon 
jetzt alle Menschen in einer großen Gemeinschaft vereinigt sind, aus 
der der Krieg verbannt ist. Auf Grund einer solchen Hypothese, 
wonach die ganze Menschheit sich aus Einzelindividuen zusammen 
setzt, sind allerdings ihre individuellen Interessen allein von Wichtig 
keit, und man kann kein Hindernis rechtfertigen, das ihrer wirt 
schaftlichen Freiheit entgegensteht. Aber zwischen den Menschen 
und das Menschengeschlecht hat die Geschichte die Nationen gestellt. 
Das vergißt die Schule. Jeder Mensch ist ein Teil einer Nation, und 
sein individueller Wohlstand ist mit der politischen Macht der letzteren 
innigst verknüpft 1 ). 
Ohne jeden Zweifel ist die allgemeine Verbrüderung der Menschen 
ein hohes, edles Ziel, das eines Tages verwirklicht werden wird. 
Heute aber haben die verschiedenen Nationen noch verschiedene In 
teressen und sind verschieden mächtig. Die endgültige Wirtschafts 
einheit kann ihnen nur dann nützen, wenn die Nationen mit gleicher 
wirtschaftlicher Macht in diese allgemeine Verbrüderung eintreten. 
Denn wenn das nicht der Fall ist, wird es sehr leicht möglich, daß 
nur eine von ihnen von der Wirtschaftseinheit Vorteil hat, während 
alle anderen von ihr unterjocht werden. Unter diesem neuen Gesichts 
punkt ist die Nationalökonomie „diejenige Wissenschaft, welche mit 
Anerkennung der bestehenden Interessen und der individuellen Zustände 
stände zu gewinnen“, und „sich hauptsächlich mit den Wirkungen 
des materiellen Austausches zu befassen, anstatt mit den produktiven 
Kräften“. Zu bemerken ist, daß List niemals von Eicardo spricht, sondern sich 
einzig gegen Smith und Say wendet, die er allein gelesen zu haben scheint. 
') ,.So lehrt das Beispiel von Holland, wie das von Belgien, wie das der Hanse 
städte und der italienischen Kepubliken, daß die Privatindustrie den Handel und 
die Industrie und den Eeichtum ganzer Staaten und Länder nicht aufrecht zu er 
halten vermag, wenn die öffentlichen Zustände nicht günstig sind, und daß die 
Individuen den größten Teil ihrer produktiven Kräfte von der politischen Organisation 
der Kegierung und der Macht der Nation empfangen“ {Nat. Syst. S. 75, Cotta’sche 
Ausg. 1841).
	        

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Hansische Beiträge Zur Deutschen Wirtschaftsgeschichte. Hirt, 1928.
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