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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Monograph

Identifikator:
1724503022
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-104526
Document type:
Monograph
Author:
Bergmann, Carl http://d-nb.info/gnd/133570878
Title:
Der Weg der Reparation
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Societäts-Druckerei G.m.b.H., Abteilung Buchverlag
Year of publication:
1926
Scope:
409 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Teil II. Die Politik der Erfüllung und der Kampf um das Moratorium
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

60 Erstes Buch. Land, Leute und Technik. 
Verständnis der Institutionen und der Entwickelung, des Fortschrittes oder Rückschrittes 
der Gesellschaften hängt an diesem Punkte. In Familie und Familienrecht haben wir 
die feste Ordnung, welche die Erzeugung der Kinder regeln foll, in unserem Erziehungs— 
wesen, in unseren Schulen, im Lehrlingswesen, in den Anfangs- und Vorbereitungsstellen 
die gesellschaftlichen Institutionen, welche die heranwachsende Generation durch 5 bis 
20 Jahre hindurch für die spätere definitive, oft nicht viel länger dauernde Lebens— 
chätigkeit vorbereiten. Die staatliche und wirtschaftliche Organisation stellt sich vom 
Standpunkte des Generationswechsels als eine Ordnung fester Laufbahnen dar; das 
Lebensglück aller Individuen hängt von der Art ab, wie sie in diesen Laufbahnen 
borankommen, wie ihr Einkommen in ihnen sich abstuft und ansteigt, wie die Zahl der 
Anfangs-, Mittel- und Endstellen sich zu einander verhält. Die Frage, ob die Eltern 
nur bis zum 10. oder 15. oder 25,. Lebensjahre wirtschaftlich für die Kinder sorgen 
tönnen, ist in jeder socialen Klasse eine der wichtigsten. Die Ansammlung des Vermögens 
in den Händen der älteren Generation macht einen erheblichen Teil ihres Einflusses 
aus; der Übergang desselben von einer Generation zur anderen und das Erbrecht ist 
eines der wichtigsten Elemente der socialen Ordnung. Die notwendigen Abwandlungen 
in den Gefühlen und Anschauungen, in Erziehung und Gesittung von Jahrzehnt zu 
Jahrzehnt bedingen, daß in jeder Gesellschaft die Jungen und die Alten sich gegenüber— 
sttehen; die Alten, im Besitze der wichtigsten Stellen, des Vermögens, der Erfahrung, 
beherrschen nüchtern konservativ die Gesellschaft; die Jungen, im Besitze des idealistischen 
Mutes, der frischen Thatkraft, der optimistischen Hoffnungen, drängen voran, sie wollen 
ihre neuen Ideale zur Geltung bringen, sie wollen die Stellen und den Einfluß erwerben, 
den die Alten haben. Alle Festigkeit der Gesellschaft und alle geordnete Überlieferung 
ist bedingt durch die Autorität der Alten, ihre Zahl und ihre Lebensdauer: aller Fort— 
chritt durch die frischere Kraft der Jungen. 
Sind es derartige allgemeine Betrachtungen, von denen man bei der Würdigung 
des Generationswechsels ausgehen muß, so erschließen sich uns die speciellen wirtschaft⸗ 
lichen Folgen des Altersaufbaues der Gesellschaft besser an der Hand der statistischen 
Zahlen. Wir geben nach Mayr folgende Anteile der 10iährigen Altersklassen an je 
1000 Individuen der Bepölkerung: 
Bulgarien Ungarn England 
Frank⸗ 
reich 
88 1891 
217 173 
14 98 174 
8 2 3 161 163 
2 37 1 7 25 125 138 
8 08 99 .04 109 115 114 123 
65 78 71 78 83 78 91 101 
45 46 47 52 52 57 64 78 
37 29 28 28 27 30 20 *8n 
25 
Anter 10 Jahren 
10-20 Jahre alt 
20—-30 
30 - 40 
10 - 50 
50 - 60 
30 - 70 
äüber 70, 
unter 20, J 507 453 452 449 435 432 415 347 
20 260 33 411 481 475 471 485 481 101 528 
iber 60, J 82 68 75 80 79 87 94 128 
—44— 
Lassen wir zunächst die Unterschiede dieser Zahlenreihen ganz bei Seite und sehen 
uur auf das UÜbereinstimmende. Es sind überall die jüngsten Klassen, als die vom 
Tode am wenigsten gelichteten, die besetztesten; fast durchaus ist jede ältere Altersklasse 
schwächer als die vorhergehende, aber die Unterschiede zwischen je zwei nächstliegenden 
Klassen sind verhältnismähig in der Jugend und im Alter stärker als zwischen dem 
20. und 60. Jahre, weil die letzteren Klassen die von Krankheit und Tod am wenigsten 
bedrohten sind. Die jugendlichen Klassen bis zu 20 Jahren machen 834 —500/0 der 
Bevölkerung, die über 60 jährigen 8213 0/0 aus; die kräftigen 20 — 60 jährigen
	        

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Begriff. Psychologische Und Sittliche Grundlage. Literatur Und Methode. Land, Leute Und Technik. Die Gesellschaftliche Verfassung Der Volkswirtschaft. Duncker & Humblot, 1901.
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