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Theorie der forstlichen Oekonomik

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Bibliographic data

fullscreen: Theorie der forstlichen Oekonomik

Monograph

Identifikator:
1734847875
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-108830
Document type:
Monograph
Author:
Godbersen, Rudolf http://d-nb.info/gnd/123790263
Title:
Theorie der forstlichen Oekonomik
Place of publication:
Neudamm
Publisher:
Neumann
Year of publication:
1926
Scope:
93 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Produktionsfaktoren der Forstwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Konsumtion
  • Title page
  • Contents
  • § 1. Die Literatur
  • § 2. Der Begriff
  • § 3. Wirtschaftlichkeit in der Konsumtion
  • § 4. Wertmaßstäbe der Konsumtion
  • § 5. Allgemeine Statistik der Konsumtion
  • § 6. Haushaltsrechnungen
  • § 7. Moderne Wandlungen der Konsumation
  • § 8. Zukunftsfragen der Konsumtion
  • § 9. Konsumtionspolitik
  • § 10. Speziell Einfluß der Steuer auf die Konsumtion
  • Index

Full text

[Moderne Wandlungen der Konsumtion.. 
143 
§ 7 
angerichtet haben 1 ). Eine umfassende Bearbeitung deutscher amtlicher Enqueten 
über diese Erscheinung ist unlängst von Dr. Kaup 2 ) veröffentlicht worden. Verschont 
bleiben auf diesem Raubzuge der Geldwirtschaft die voluminösesten Produkte wie 
Kartoffeln 3 ), die den Transport nicht lohnen; das Vordringen der Kartoffelnahrung 
bei geldgelohnten ländlichen Arbeitern hängt wohl damit zusammen. Das früher 
verbreitete ungünstige Urteil über die Kartoffelkost wird aber heute nicht mehr 
allgemein vertreten 4 ). 
II. Die zweite große Umwälzung in der Konsumtion begleitet den Uebergang 
vom Land- zum Stadtleben, und zwar im Zusammenhang mit einer Veränderung 
in den physiologischen Bedürfnissen. Wohl niemand würde daran 
zweifeln, daß die Wanderung eines Volks in ein Land mit kälterem Klima die Bedürf 
nisse an Kleidung, Wohnung und in gewissem Sinne auch Ernährung steigert. Dagegen 
wird der physiologische Einfluß der Wanderung vom Lande in die Stadt auf die 
Bedürfnisse des Konsumenten von nationalökonomischer Seite erst in jüngster Zeit 
beachtet 5 ). 
1. Wir bemerkten schon (§ 5), daß der Fleischkonsum, weil er reichliche Boden 
fläche voraussetzt, bei zunehmender Volksdichte in Deutschland seit dem 16. Jahr 
hundert zurückging und zwischen Stadt und Land sich differenzierte zu ungunsten 
des Landmanns, obgleich dieser näher an der Quelle sitzt; daß er dagegen in den 
letzten Menschenaltern international wieder rapide stieg, und zwar wiederum beson- 
*) Ein von Kaup zitierter Spruch an einem hessischen Bauernhause verspottet diesen 
bäuerlichen Erwerbssinn: 
„Wer seine gute Milch verkauft, 
„Und mit den Kindern schlechte sauft, 
„Wer Butterlieferante ist 
„Und selber Margarine frißt, 
„Wer teures Auslandsfutter giebt 
„Und hinterher zu klagen liebt, 
„Daß er verschleudern muß die Körner, 
„Der ist ein Rindvieh ohne Hörner.“ 
s ) Ernährung und Lebenskraft der ländlichen Bevölkerung. Heft 6 der Schriften der 
Zentralstelle für Volkswohlfahrt, 1910. Zahlenmäßig ist ein Rückgang des ländlichen Milch 
konsums pro Kopf, teilweise sogar unter den städtischen Kopfbetrag herab trotz der auf dem 
Lande größeren Kinderzahl, nur unsicher zu berechnen; aber aus vielen Zeugnissen wird trotz 
mannigfacher, auch amtlicher Bestreitung ein ausgedehnter, hygienisch bedenklicher Rück 
gang der Ernährung doch sehr wahrscheinlich; namentlich scheint die Kinderernährung schwer 
zu leiden. Beim Milchverkauf soll mitsprechen, daß über die Einnahme der Bauer verfügt, 
während der Erlös aus selbst gemachter Butter in die Haushaltskasse der Bäuerin floß. Ge 
steigert wird die Versuchung zum Verkauf der besten Nahrungsmittel in Gegenden mit zah 
lungskräftigem Fremdenverkehr (v. Schullern, Jahrbücher für Nationalökonomie, 
Bd. 42, S. 468). 
3 ) Max Weber in Schmollers Jahrbuch 1903, S. 731. 
4 ) Schädlich ist Kartoffelkost, wie jede Kost aus eiweißarmen Nahrungsmitteln, bei man 
gelnder Muskelarbeit, aber nach neueren Untersuchungen für das sog. Stickstoffgleichgewicht 
des Körpers immer noch günstiger als Brotnahrung; „dies ist eine gerade für die Volkser 
nährung wichtige Tatsache“ (R u b n e r , Lehrbuch, S. 576). Die Kartoffel hat außerdem 
den Vorzug der warmen Kost. Der starke Wassergehalt der Kartoffel ist nach Bleibtreu 
kein Nachteil, weil soviel Wasser dem Körper ohnehin zugeführt werden müßte. Vgl. auch 
Kärger, Die Arbeiterpacht, 1893, S. 18 f„ und H i n d h e d e , Eine Reform unserer 
Ernährung, 1908, S. 118 f., besonders S. 127. G r o t j a h n , der sonst die Kartoffelnahrung 
nicht schätzt, gibt doch zu, daß auch wohlhabende Konsumenten Kartoffeln in beträchtlichen 
Mengen verzehren, obwohl sie es nicht nötig haben (S. 14). Vielleicht stammt die Theorie 
vom Kartoffelbauch vom Mißbrauch der Kartoffelkost durch eine ländliche Bevölkerung, 
die beim Uebergang zu hausindustrieller Arbeit die hergebrachte landwirtschaftliche Kost 
beibehielt. 
*) Vgl. eine in Friedrich Naumanns Wochenschrift „Die Zeit“ 1903 zwischen Brentano 
und mir geführte Polemik über die Lebenshaltung des englischen Arbeiters, und mein Re 
ferat über die volkswirtschaftliche Lage der deutschen Fleischversorgung, Archiv des Deut 
schen Landwirtschaftsrats 1907, S. 388 f.
	        

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Bankpolitik. Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1915.
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