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Einführung in das Studium der Konjunktur

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in das Studium der Konjunktur

Monograph

Identifikator:
1737338890
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-112196
Document type:
Monograph
Author:
Wilden, Josef http://d-nb.info/gnd/117380016
Title:
Mehr Freiheit im Welthandel!
Edition:
Als Hs. gedr.
Place of publication:
Düsseldorf
Publisher:
Industrie-Verl.
Year of publication:
[1926]
Scope:
35 S.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Title page

Document type:
Monograph
Structure type:
Title page
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Einführung in das Studium der Konjunktur
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die Erklärungen der Wirtschaftskrisen und des Konjunkturwandels
  • Zweiter Abschnitt. Der Ablauf der Konjunktur in Deutschland seit der Begründung des Reiches
  • Dritter Abschnitt. Der Einfluß des Konjunkturwandels und der Krisen auf die Volkswirtschaft
  • Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
  • Fünfter Abschnitt. Ausblick

Full text

2. Die neueren Krisentheorien. 
31 
Anschauung aus, daß gerade die Hausse das Anormale, die Depres 
sion dagegen das Normale in der wirtschaftlichen Entwicklung sei. 
Die Zeit der Stagnation in der Volkswirtschaft sei von wirtschaft 
lichen Gesichtspunkten aus gar nicht so ungünstig zu beurteilen, sie sei 
eigentlich der natürliche Zustand des modernen Wirtschaftslebens. 
Die Hausse selbst zerfällt nach Spiethoff in vier Stadien: 
„Der erste Einfluß der Hausse auf die Warenerzeugung besteht 
darin, daß die vorhandenen Produktionsanlagen voll ausgenutzt 
werden. Es folgt ein zweites Stadium, in dem neue Produktions 
anlagen geschaffen werden. Dies ist diejenige Periode, in der es sich 
um ein wirkliches Knappsein von Kapitalien handelt. Die Neuan 
lagen verschlingen erhebliche Investierungen und bedingen einen 
großen reproduktiven Konsum, ohne daß zunächst die Erzeugnisse des 
erweiterten Reproduktionsprozeßes als Gegengewicht auftreten. Dies 
geschieht in einem dritten Stadium, wo Neugründungen nicht nur als 
Nachfrager, sondern auch als Anbieter erscheinen; es beginnt die 
Zeit, in der die hohen Preise bereits gefährdet werden. Die letzte 
Periode ist eine Umkehrung der zweiten, eine fieberhaft vermehrte 
Produktion wirft ihre Erzeugnisse auf den Markt, ohne daß ihr ein 
gleicher Verbrauch entspricht. Die Herleitung dieses Zustandes ist 
das Entscheidende.“ 
Die Hausse und spätere Überproduktion kulminiert nicht in den 
Produkten des elementaren, immittelbaren Verbrauchs, sondern in 
denen der großen Industrien, die dem reproduktiven Konsum 
dienen.“ 
Eine Grenze für diesen, während der Hausse gewaltig ange 
stiegenen reproduktiven Konsum ist jedoch nicht nur durch die Be 
dürfnisse gesetzt, sondern auch durch das zur Verfügung stehende 
Kapital. Zunächst steht solches durch die in der Depression ange 
sammelten Vorräte in erheblicherem Umfange zur Verfügung, aber 
in dem Maße, wie dieses Kapital langsam in die Produktion ein 
geht, muß dann immer wieder auf neugebildetes Kapital zurück 
gegriffen werden. Der reproduktive Konsum wird zunächst ins 
Stocken geraten „durch Erledigung besonderer neuer oder aufge 
laufener alter Aufgaben, durch Aufbrauch des müßigen Kapitalvor 
rates, durch Nichtanpassung der Preise und dadurch Nichtgewinnung 
neuer Absatzkreise sowohl für den reproduktiven wie für den 
unmittelbaren Konsum“. Es treten noch andere Faktoren hin 
zu, welche diese Entwicklung verstärken helfen. 
„Mit der extensiven Ausdehnung des Kreises von Einzel- und 
Volkswirtschaften, die in steigenden intensiven Kontakt und arbeits 
teilige Abhängigkeit voneinander treten, .werden immer zahlreichere
	        

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Probleme Der Wirtschaftsgeschichte. Mohr, 1926.
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