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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1737995603
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-113493
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Title:
Principes d'économie politique
Edition:
25 éd.
Place of publication:
Paris
Publisher:
Sirey
Year of publication:
1926
Scope:
IV, 702 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Notions générales
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

Schluß. 
q02 
niemand mehr als die, welche zu sehen begonnen haben, wie groß das 
Weltall ist, und wie unendlich die Fernblicke sind, welche jeder Fortschritt 
im wissen uns eröffnet, Fernblicke, welche zu erforschen nichts Geringeres 
als die Ewigkeit erfordern würde. Aher in der geistigen Atmosphäre 
unserer Zeit scheint es für die große Mehrheit der Menschen, auf die 
der bloße Glaube jeden Einfluß verloren hat, unmöglich, in diesem Sehnen 
etwas anderes als eine kindische, eitle, aus des Menschen Selbstliebe 
entspringende Hoffnung zu sehen, für die nicht der geringste Grund, 
nicht das geringste Zeugnis vorhanden ist, sondern welche im Gegenteil 
mit dem positiven wissen unvereinbar scheint. 
Allein, wenn wir die Vorstellungen, welche so die Hoffnung auf 
ein künftiges Leben vernichten, zerlegen und ihnen nachspüren, so 
werden wir, glaube ich, ihre Ouelle nicht in den Offenbarungen der 
Naturwissenschaft, sondern vielmehr in gewissen Lehren der politischen 
und sozialen Wissenschaft finden, welche das Denken in allen Richtungen 
tief durchdrungen haben. Sie haben ihre Wurzel in den Lehren, daß 
eine Tendenz bestehe, mehr menschliche Wesen hervorzubringen, als für 
die gesorgt werden kann; daß Laster und Elend die Resultate von Natur 
gesetzen, sowie die Mittel seien, durch welche die Entwicklung vor sich 
gehe, und daß der menschliche Fortschritt durch eine langsame Rassen 
veredelung bewirkt werde. Diese für anerkannte Wahrheiten geltenden 
Lehren tun, was (abgesehen von den durch sie gefärbten wissenschaftlichen 
Darlegungen) die Ausschreitungen der Naturwissenschaft nicht tun — 
sie erniedrigen das Individuum zur Unbedeutsamkeit; sie zerstören den 
Gedanken, daß in der Ordnung des Weltalls irgendeine Rücksicht auf sein 
Dasein genommen oder dasjenige, was wir moralische Eigenschaften 
nennen, anerkannt sein könnte. 
Ls ist schwer, den Gedanken menschlicher Unsterblichkeit mit dem 
Gedanken zu vereinbaren, daß die Natur beständig Menschenleben ver 
geude und sie in ein Dasein rufe, wo kein Platz für sie ist. Es ist unmöglich, 
mit der Vorstellung eines allweisen und allgütigen Schöpfers den Glauben 
zu vereinbaren, daß das Elend und die Erniedrigung, welche das Los 
eines so großen Teils des Menschengeschlechts sind, die Folge seiner 
Anordnungen seien; während der Gedanke, daß der Mensch geistig 
und körperlich das Ergebnis langsamer, durch Erblichkeit fortgepflanzter 
Modifikationen sei, unwiderstehlich die Idee eingibt, daß das Rassenleben, 
nicht das individuelle, das Ziel des menschlichen Daseins sei. So schwand 
bei vielen von uns und schwindet noch immer mehr und mehr jener 
Glaube, der in den Kämpfen und Widerwärtigkeiten des Lebens den 
stärksten und tiefsten Trost gewährt. 
Nun, wir haben in unserer Untersuchung diese Lehren bekämpft 
und ihre Irrtümer gesehen, wir haben gesehen, daß die Bevölkerung 
nicht die Tendenz hat, über ihren Unterhalt hinauszugehen; daß die 
Vergeudung menschlicher Kräfte und das Übermaß menschlichen Leidens 
nicht Naturgesetzen, sondern der Unwissenheit und Selbstsucht der Menschen
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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