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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

8 29. Die Natur der Rente. +5 
zustellen, folglich als ein Verbrauchsgut nicht als ein dauerhaftes Gut 
zu rechnen. Aber auch relativ dauerhafte Eigenschaften des Bodens, die 
tatsächlich nur durch eine ständige produktive Tätigkeit erhalten 
werden, sind nicht als „Boden“, sondern vielmehr als festes Realkapital 
aufzufassen. Der Boden als primärer Produktionsfaktor umfaßt also 
nur diejenigen ursprünglichen Eigenschaften des Bodens, die durch 
ordinäre Benutzung nicht verbraucht werden, ist also in diesem Sinne, 
obwohl natürlich nicht im absoluten, physischen Sinne „unzerstörbar‘‘. 
Als Rente im eigentlichen Sinne ist demgemäß, in Übereinstimmung 
mit der Ricardoschen Formel, nur der Preis für die Benutzung der 
ursprünglichen und unzerstörbaren Kräfte des Bodens zu betrachten. 
Diese Rente kann also nicht als Belohnung irgendwelcher produktiven 
Tätigkeit, sei es schaffender oder unterhaltender Natur, aufgefaßt 
werden. Die Existenz der Rente ist einfach durch die Notwendigkeit, 
die Nachfrage nach der knappen Bodenbenutzung zu beschränken, 
bedingt. 
Daß man geneigt ist, sich den Boden als nicht produzierbar vor- 
zustellen, beruht wesentlich darauf, daß man die Sache mehr aus einem 
physischen als einem wirtschaftlichen Gesichtspunkt betrachtet. Vom 
wirtschaftlichen Gesichtspunkt ist der Boden nicht lediglich ein Stück 
Erde, er umfaßt vielmehr auch verschiedene physische und wirtschaft- 
liche Eigenschaften des Bodens, wie z. B. seine Fruchtbarkeit, seine 
Verbindung mit den Absatzmärkten oder, falls es sich um städtischen 
Boden handelt, seine Grundverhältnisse und seine Nähe am Zentrum 
oder seine Lage in bevorzugten Wohnvierteln. Solche Eigenschaften 
des Bodens können aber durch geeignete produktive Tätigkeit in großem 
Umfang hergestellt werden und werden es auch, sobald die Marktlage 
es lohnend macht. Eine Produktion von Fruchtbarkeit, in größtem Stile 
hat unsere Zeit in den bekannten Bewässerungsanlagen die das trockene 
Gebiet des nordamerikanischen Westens für die Landwirtschaft eröffnet 
haben, und in der Regulierung des Nilflusses beobachten können. 
Vom Gesichtspunkt der Deckung des europäischen Getreidebedarfs 
sind der Ausbau des nordamerikanischen und kanadischen Eisenbahn- 
netzes und die Entwicklung der großen Ozeandampfer als Mittel zur 
Produktion von Boden, der mit dem europäischen Boden auf europä- 
ischen Absatzmärkten konkurrieren kann, zu betrachten. Bekanntlich 
hat auch diese Konkurrenz einen ziemlich starken Druck auf die Rente 
des landwirtschaftlichen Bodens Europas ausgeübt. Daß Holland in 
ziemlich großem Umfang dem Meere Boden abgewonnen und somit 
buchstäblich produziert hat, ist ebenfalls eine bekannte Tatsache, 
Was den städtischen Boden betrifft, so ist es besonders kennzeichnend, 
daß nunmehr vollständige Villenstädte von Unternehmern geschäfts- 
mäßig produziert werden, und dadurch den Grundbesitzern der Stadt 
eine Konkurrenz bereitet wird. Diese Produktion überwindet Abstände 
24
	        

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