Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Zur Psychologie des Anlernens und Einübens im Wirtschaftsleben

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Zur Psychologie des Anlernens und Einübens im Wirtschaftsleben

Monograph

Identifikator:
1742728707
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-124362
Document type:
Monograph
Author:
Carrard, Alfred http://d-nb.info/gnd/118895796
Title:
Zur Psychologie des Anlernens und Einübens im Wirtschaftsleben
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Hofer
Year of publication:
1927
Scope:
67 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Kapitel. Die Berufslehre in einer Lehrwerkstätte
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Psychologie des Anlernens und Einübens im Wirtschaftsleben
  • Title page
  • I. Kapitel. Die Nähschule
  • II. Kapitel. Die Instruktion der Tramwagenführer
  • III. Kapitel. Die Berufslehre in einer Lehrwerkstätte
  • Allgemeine Schlussbetrachtungen
  • Contents

Full text

den lassen, Das heißt, man muß dafür sorgen, daß sich das Tempo 
ständig erhöht, bis das als Ziel vorschwebende optimale Tempo er- 
reicht ist. 
Mit den Lehrlingen wird oft so verfahren, daß sie möglichst bald 
in Akkord genommen werden, um sie durch den Anreiz des Gewinnes 
zu Höchstleistungen anzuspornen. 
Zwei Gründe sprechen aber gewichtig dagegen. Erstens haben unsere 
Versuche die alte Erfahrung bestätigt, daß dieser Anreiz als solcher 
nicht genügt, um die Jugendlichen auf ein optimales Arheitstempo zu 
bringen. Zweitens ist es erzieherisch und ethisch viel richtiger, wie 
beim Sport den Stolz und die Freude an der Meisterschaft heranzu- 
ziehen. Anders verhält es sich, wenn das optimale Tempo einmal 
erreicht ist. Dann ist es angezeigt, daß eine den Leistungen entspre- 
chende angemessene Belohnung einsetzt. Solange das Training dauert, 
hat der Lehrling die subjektive Befriedigung, es zu Rekordleistungen 
bringen zu können; ist er aber sozusagen am Ziel, so flaut das Interesse, 
diese Leistung durchzuhalten, ab, wenn es nicht von anderswo her unter- 
halten wird. Soll er weiterhin das Optimum geben, so muß er Vorteile 
sehen, die für denselben und für den Betrieb damit verbunden sind. 
Dafür ist die bekannte Form des Akkordlohnes nicht nur objektiv, son- 
dern auch psychologisch gegeben. Der Lehrling wird deshalb beizeiten 
mit dieser Entlöhnungsart vertraut gemacht und zwar so, daß er die 
in diesem Lohnsystem liegende Gerechtigkeit einsieht und Gelegenheit 
erhält, sie zu erleben. Wenn er die Erfahrung macht, daß er auf diesem 
Wege einen guten Mehrverdienst erreichen kann, so erscheint ihm der- 
selbe als willkommen und wirkt sich aus in einer entsprechend guten 
Einstellung zur Arbeit, zusammen mit allen anderen bereits günstig 
wirkenden Motiven und Gewöhnungen. 
Man darf nicht außer acht lassen, daß die rationellen Arbeitsweisen 
wohl eine wesentlich höhere Produktion zur Folge haben, daß es aber 
vom Arbeiter als ein Gebot der Gerechtigkeit empfunden wird, wenn 
auch er, der durch sein Verhalten dazu beiträgt, ökonomisch sich besser 
stellt. Es darf nicht erwartet werden, daß der Arbeiter seine mitge- 
brachten Gewöhnungen, einschließlich das Arbeitstempo, willig um- 
stellt oder umstellen 1äßt, wenn er erfährt, wie viel mehr dadurch pro- 
duziert werden kann, ohne daß er selber einen sichtbaren Anteil in Form 
eines Mehrverdienstes daran haben kann. Aus diesem Grunde ist auch 
das weitverbreitete Rütteln an den Akkordansätzen psychologisch falsch. 
Wohl kann es notwendig sein, beim Rationalisieren einer Arbeitsfunk- 
tion einen neuen Akkordansatz festzusetzen; wenn er aber einmal wis- 
senschaftlich richtig festgelegt ist, so sollte er nicht mehr geändert wer- 
den, wenn man will, daß das Vertrauensverhältnis erhalten bleibe, das 
für die Einstellung des Arbeitenden zu seiner Arbeit wichtig ist. 
5Q
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Zur Psychologie Des Anlernens Und Einübens Im Wirtschaftsleben. Hofer, 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.