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Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

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Bibliographic data

fullscreen: Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

Monograph

Identifikator:
1742735827
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-120327
Document type:
Monograph
Title:
Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Reimar Hobbing
Year of publication:
1927
Scope:
574 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Grundlegung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Grundlegung
  • Zweiter Teil. Die neuere Finanzentwicklung der Vergleichsländer
  • Dritter Teil. Die Staatsausgaben in der Gliederung nach Ausgabezwecken
  • Vierter Teil. Die Staatsausgaben in ihrer Gliederung nach Ausgabearten
  • Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Sachregister

Full text

französische Budgetentwurf für 1914 ist wegen des Kriegsbeginns nicht zur Durchführung gelangt, doch 
kann seine Verarbeitung trotzdem gerechtfertigt werden, da er den Verhältnissen bei Kriegsbeginn (Ein- 
führung der dreijährigen Dienstzeit!) am besten entspricht. Für die Nachkriegszeit wurden bei Großbritan- 
nien und Italien die Etats für 1925/26, bei Frankreich und Belgien diejenigen für 1925 bearbeitet. In der 
Darstellung und in den Übersichten wurden die soeben erwähnten der Aufarbeitung zugrunde gelegten Etats 
meist nur mit »Vorkriegsetat« bzw. »Nachkriegsetat« bezeichnet. 
Die Gegenüberstellung der Ziffern nur eines Vorkriegsjahres und nur eines Nachkriegsjahres setzt vor- 
aus, daß die herausgegriffene Zeitspanne eine relativ normale Periode der finanziellen Entwicklung dar- 
stellt. Reformen, Umgestaltungen, politische und andere Einflüsse können jedoch vorübergehend eine 
anormale Gestaltung des Staatsbedarfes zur Folge haben. In dem Überblick über die Finanzentwicklung 
der vier Vergleichsländer (vgl. Zweiten Teil, S. 41ff.) wird daher untersucht, inwieweit die betrachteten Etat- 
jahre sich dem normalen Verlauf der Finanzentwicklung der Vorkriegszeit einerseits, der Nachkriegszeit 
anderseits einordnen oder von ihm abweichen. 
Für einen vollständigen Finanzvergleich ist nicht nur die Bearbeitung der Staatsfinanzen, sondern auch 
diejenige der Kommunalfinanzen eine unerläßliche Voraussetzung. Bei den letzteren ist jedoch die Beschaffung 
der notwendigen Quellen zunächst. noch auf so große Schwierigkeiten gestoßen, daß sich bisher eine wirk- 
lich vergleichbare und erschöpfende Bearbeitung als unmöglich erwies. Die noch unvollständigen Ergeb- 
nisse, die aus den lückenhaften Quellen bisher gewonnen werden konnten, werden in dem Ersten Kapitel 
des Anhangs (S. 483 ff.) zusammengestellt. 
Neben den Budgets als den eigentlichen Quellen der Bearbeitung mußte zur Erklärung der einzelnen 
Etatposten die wissenschaftliche Literatur herangezogen werden. Die verwendete Literatur wird für jeden 
Abschnitt angegeben!), Auch hier werden sich Lücken zeigen, die auf die gegenwärtigen Schwierigkeiten 
der Literaturbeschaffung zurückzuführen sind. 
b. Schwierigkeiten infolge der uneinheitlichen Beschaffenheit der Quellen. 
Es ist immer wieder auf die Schwierigkeiten hingewiesen worden, die einer vergleichenden Bearbeitung 
der Staatsbudgets infolge der grundsätzlichen Verschiedenheit ihres Aufbaues entgegenstehen, Das Haupt- 
gewicht dieser Bearbeitung liegt in.dem Versuche, diese Abweichungen der Budgetgestaltung 
soweit als irgend möglich zu überwinden. Es wird (vgl. das Zweite Kapitel dieses Teiles, S. 14 ff.) im 
einzelnen darzulegen sein, worin die Unterschiede in der Aufstellung der Budgets bestehen, und nach welchen 
Grundsätzen versucht wurde, durch die Aufarbeitung nach einheitlichem Schema und einheitlichen Richt- 
linien wenigstens einen Teil dieser Verschiedenheiten auszuschalten. Bei der vielfach sehr unvollkommenen 
Untergliederung der Budgetposten und bei der dem ausländischen Bearbeiter oft fehlenden Kenntnis aller 
Einzelheiten der betreffenden Verwaltungsorganisation konnte dieser Versuch nur innerhalb gewisser Gren- 
zen gelingen. Vielfach mußte die mangelhafte Untergliederung der Etats durch Schätzungen ergänzt wer- 
den, worauf im einzelnen jeweils textlich hingewiesen wird, 
c. In den Finanztatsachen selbst begründete Schwierigkeiten. 
Ernster als die technischen Schwierigkeiten der Materialbeschaffung und der einheitlichen Aufarbeitung 
der Budgets sind die Hindernisse, die dem internationalen Finanzvergleich aus den Finanztatsachen selbst 
erwachsen. Sie können auch durch Benutzung bester Quellen und durch Berücksichtigung weiterer In- 
formationen nicht beseitigt werden. Ein Finanzvergleich kann ohne weiteres immer nur Zwi- 
schen Ländern geführt werden, in denen die Abgrenzung zwischen öffentlicher und 
privater Tätigkeit annähernd gleichartig ist. Wenn hingegen Aufgaben im einen Lande der 
Privatinitiative überlassen sind, die im anderen Lande zur Kompetenz der Staatsverwaltung gehören, so 
führt eine Gegenüberstellung allein der öffentlichen Aufwendungen für die betreffenden Zwecke zu un- 
vergleichbaren Ergebnissen, Die vorliegende Bearbeitung konnte sich angesichts der Unvollständigkeit der 
erforderlichen Unterlagen nicht die Aufgabe stellen, diese Unterschiede ziffernmäßig auszuschalten; sie 
versucht vielmehr lediglich, auf diese Abweichungen in der staatlichen Organisation und auf das Ausmaß 
der durch sie bedingten Störung der Vergleichbarkeit hinzuweisen (vgl. besonders z, B. die Darstellung der 
sozialen Aufgaben [S. 294 ff.] und des Bildungswesens [S. 253 ff.]). 
Eine ähnliche Schwierigkeit ergibt sich aus der unterschiedlichen Aufgabenteilung zwischen den ver- 
schiedenen öffentlichen Körperschaften, vor allem zwischen Staat und Kommunen, Die oben N 
Unmöglichkeit, erschöpfende Unterlagen über die Kommunalfinanzen zu erhalten, wäre für den Verglei 
nur dann unschädlich, wenn das Verhältnis zwischen Staat und Kommunen in den bearbeiteten Ländern 
*) Vgl. Literatur. 
IR
	        

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Einführung in Das Studium Der Konjunktur. G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung, 1925.
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