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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

— 131. — 
Städte mit ländlichen Niederlassungen den 
Stadtbewohner; im Umkreise von Amsterdam, Utrecht, 
Rotterdam, Haag überall erfolgten solche Ansiedlungen statt, meist 
versehen mit Gärten und Gartenhäusern. Diese Anlagen waren 
nicht ohne Einfluß auf die landwirtschaftlichen Verhältnisse in der 
Nähe der größeren Städte; sie brachten dorthin nicht nur Kapital 
und vermehrten den Verbrauch landwirtschaftlicher Erzeugnisse, 
sie verbreiteten auch städtische Kulturen und Anschauungen über 
das Land. Im Laufe der Zeit erstreckten sich diese Ansiedlungen 
in immer weitere Entfernungen von den Städten. Außerdem aber 
erwarben eine ganze Anzahl reicher Kaufleute und Reeder 
größere landwirtschaftliche Besitzungen und wurden so gleich- 
zeitig Großgrundbesitzer*). 
Naturgemäß war die Entwicklung der Land- 
wirtschaft in den einzelnen Provinzen sehr 
verschieden; sie hing ab von den Bodenverhältnissen, den 
Verkehrszuständen, von den Beziehungen zu den Städten, endlich 
auch von alten Gewohnheiten. Verschieden mußte diese Entwick- 
lung schon deshalb sein, weil die Grundeigentumsverhältnisse in 
den einzelnen Provinzen sich keineswegs glichen. Ferner haben 
auch die Trockenlegungen und Eindeichungen, die ja die Provinzen 
ungleichmäßig trafen, die Landwirtschaft in verschiedenster Weise 
beeinflußt. Am stärksten waren in dieser Beziehung die Verschie- 
bungen der alten Zustände in Nordholland. Durch die um- 
fangreichen Eindeichungen wurde ausgedehntes Kulturland ge- 
schaffen. Hier wurde durch umfassende Anpflanzung von Raps 
die Grundlage für die nordholländische Öl- 
müllerei gelegt, eine Industrie, die neben der Produktion von 
Butter und Käse die Haupterträge der nordholländischen Land- 
wirtschaft lieferte?). Um 1800 rechnete man für Nordholland eine 
tägliche Produktion von 100 000 Pfund Käse im Sommer und eine 
jährliche von 15—16 Mill. Pfund. Auf den Märkten von Alkmaar, 
Purmerend, Edam und Hoorn, den großen Käsemärkten jener 
Gegenden, kamen diese Mengen zum Verkauf, meist gegen bare 
Zahlung; erst um 1800 verkaufte man gegen 6—8 Wochen Kredit*®). 
1) Blink, Geschiedenis, II, 19. 
2?) Über die Amsterdamer Ölindustrie vgl. unten in $ 4. 
3) Die Käsepreise schwankten sehr; für nordholl. Käse betrugen sie 1675—85:
	        

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Holländische Wirtschaftsgeschichte. Fischer, 1927.
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