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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

Verzinsung 43 900 637 fl. betragen hatte!); diese Verminderung war 
eine wertvolle Frucht der Konversion. Auch das Jahr 1848, das 
einen beträchtlichen Rückgang in den Einnahmen brachte, war 
glücklich überwunden worden; das Defizit dieses Jahres von nahezu 
10 Mill. fl. wurde in den nächsten Jahren gedeckt; 1848 konnte 
man sogar die Schlacht- und Mahlsteuer herabsetzen?). 
Unter der fast 3ojährigen finanziellen 
Mißwirtschaft, deren Grundlagen freilich schon in die 
frühere Zeit zurückreichten, hat ohne Zweifel auch die 
Volkswirtschaft gelitten, insbesondere Handel 
und Industrie. Die steigenden Steuern lasteten schwer auf 
allen Ständen; wenn in den 1830er Jahren ein Volk von etwa 
21% Mill. Menschen jährlich etwa 70 Mill. fl. an Abgaben aller Art 
zu entrichten hatte, so mußte das schließlich auf den Wohlstand 
drücken; selbst in den Provinzen Süd- und Nordholland verringerte 
sich der Ertrag der meist nur Wohlhabende treffenden Personalsteuer 
um ein Fünftel?). Wie die Fabriken unter dem erhöhten Arbeitslohn 
bei gesteigerter Konkurrenz litten, so war auch. dem Handel die durch 
die hohe Besteuerung verteuerte Lebenshaltung schädlich. Grade 
jetzt machte sich in dieser Beziehung wieder die Konkurrenz Ham- 
burgs und Bremens doppelt fühlbar; dort war die innere Besteuerung 
weit geringer. Es knüpfte sich deshalb auch an die Finanzreform 
der 1840er Jahre gleichzeitig eine Bewegung, die für ein gerechteres, 
eine gleichmäßigere Lastenverteilung mit sich bringendes Steuer- 
system eintrat, die die Akzise auf notwendige Lebensmittel, wie 
Torf, Kohlen, Salz, Bier, Seife verwarf und die Erleichterung des 
Transits forderte, andererseits aber den Genuß von Tabak, nament- 
lich Zigarren, dann von Kaffee und Tee stärker besteuern wollte und 
eine neue Steuer auf Spielkarten vorschlug*). Insbesondere 1848 
und 1849 war diese Erörterung in der Presse äußerst lebhaft; man 
beklagte die Systemlosigkeit der Steuern, forderte mehr Freiheit 
für den Handel auch im Steuerwesen und verurteilte namentlich 
ı»ı Weeveringh, S. 486 f. 
2) Ebenda, S. 494 f., 514. 
3) Osiander, Nied. Finanzen, S. 165. 
4) Aus der großen Literatur sei nur hingewiesen auf Ackersdijk, Be- 
lastingen; P. v. V., Vertoog; Een kort en onparteydig woord etc. (1843). Über 
die Akzise und den von ihr verschuldeten Schmuggel von Salz vgl. Sickenga, 
Geschiedenis, II, 24 ff.; schon Hogendorp V, 200 ff. hatte dies betont. 
550
	        

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Holländische Wirtschaftsgeschichte. Fischer, 1927.
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