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Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

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Bibliographic data

fullscreen: Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

Monograph

Identifikator:
174667959X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119339
Document type:
Monograph
Title:
Das Flammenzeichen vom Palais Egmont
Edition:
1. Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Neuer Deutscher Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
284 Seiten
Illustrationen
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VIII. Der Kampf um Indonesiens Unabhängigkeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Flammenzeichen vom Palais Egmont
  • Title page
  • I. Eröffnung des Kongresses
  • II. Der Freiheitskampf des chinesischen Volkes
  • III. Der britische Imperialismus in Indien, Persien und Mesopotamien
  • IV. Der nordamerikanische Imperialismus und die von ihm bedrohten Völker
  • V. Der Freiheitskampf Ägyptens und der arabischen Völker
  • VI. Der Kampf Afrikas um seine Befreiung
  • VII. Der Freiheitskampf der Neger
  • VIII. Der Kampf um Indonesiens Unabhängigkeit
  • IX. Der Freiheitskampf des indochinesischen Volkes
  • X. Der Kampf des koreanischen Volkes gegen Japan
  • XI. Der italienische Faschismus
  • XII. Der Kolonialhunger des neuen deutschen Imperialismus
  • XIII. Die Verbindung der nationalrevolutionären Bewegung mit dem proletarischen Klassenkampf
  • XIV. Die Taktik des proletarischen Klassenkampfes zur Unterstützung des kolonialen Freiheitskampfes
  • XV. Der Freiheitskampf der unterdrückten Völker und die Gewerkschaften
  • XVI. Die "Kulturmission" der abendländischen Völker
  • XVII. Die Gründung der Liga gegen Imperialismus und für nationale Unabhängigkeit
  • XVIII. Organisatorisches
  • Inhaltsverzeichnis

Full text

Mohamed Hatta. 153 
beträchtlich zu vermehren. Auch ihre Städte konnten die Holländer infolge 
dieser gestohlenen Reichtümer ausdehnen. 
Aber der durch die Energie der anderen erworbene Reichtum ist die 
stärkste Ursache der Dekadenz und der Demoralisation. Die unbegrenzte Be- 
gierde, die nach und nach bei den hohen wie bei den niederen Funktionären 
allgemein wurde, war die Ursache der moralischen Korruption. Ihre eigenen 
Funktionäre nagten wie Parasıten am Körper der „berühmten“ Kompagnie 
und dieser Korruption hat die verbriefte Kompagnie ihr natürliches Ende 
zu verdanken. 
Als die Niederlande Erben der Ostindischen Kompagnie wurden, hielten 
sie treu deren alte Tradition der Zwangskultur aufrecht. Das einzige Motiv, 
das schwer in die Wage der Kolonialpolitik drückte, war, daß die Kolonie 
im Dienste des Mutterlandes sein müsse. 
Die Krise der holländischen Finanzen war die unmittelbare Ursache da- 
von. Ein Zustrom von Millionen Gulden sollte von Indonesien kommen, um 
den Wohlstand des Mutterlandes zu begünstigen. Und um denselben zu er- 
werben, mußte die alte Zwangskultur fortgesetzt werden. Der König 
Wilhelm I. hatte das Glück, in der Person des van den Bosch den Mann zu 
finden, dessen er zur Ausführung dieser Aufgabe bedurfte. Derselbe reiste 
im Jahre 1830 als Generalgouverneur nach Indonesien und führte dort das 
berüchtigte System ein, dessen unbarmherzige Ausführung der indonesischen 
Bevölkerung außerordentlich schädlich war: dasjenige der Zwangskulturen. 
Die Regierung verfügte nicht nur über die Energie der eingeborenen Be- 
völkerung für die Zucker-, Indigo- und Kaffeeplantagen, sondern beutete 
sie auch dermaßen aus, daß sie physisch fast vollständig zugrunde ging. 
Jahre hindurch wurden die Indonesier gezwungen, ohne Bezahlung für die 
Regierung zu arbeiten. Sie hatten nicht einmal die notwendige Zeit für den 
Anbau ihrer Reisfelder. Außerdem waren die erdrückenden Steuern, die sie 
kaum bezahlen konnten. Die Beamten, die sich in der Ausbeutung der Be- 
völkerung am geschicktesten zeigten, wurden mit Geld und guten Posi- 
tionen belohnt. 
Die Menschen, die unter solchen Umständen nicht mehr die freie Ver- 
fügung über ihre Energie und die Früchte ihrer Arbeit hatten, befanden sıch 
tatsächlich in einem Zustande von Sklaverei. 800 000 Familien, die zusam- 
men eine Einheit von 4 Millionen Seelen darstellten, wurde für Anbauarbeiten 
benutzt, so daß die Hälfte der Insel Java in eine Sklavenkolonie verwandelt 
wurde. 
Die unheilvollen Folgen dieses unmoralischen und unmenschlichen Re- 
gimes wurden bald fühlbar. Einzig in der Nachbarschaft von Semerang 
starben von Monat Oktober 1849 bis Monat März 1850 mehr als 100.000 
Männer, Frauen und Kinder des Hungers. Sie hatten nicht mehr die 
Möglichkeit, ihre Reisfelder zu bebauen. Während in diesem, durch die 
44
	        

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The Shadow of the World’s Future, or the Earth’s Population Possibilities & the Consequences of the Present Rate of Increase of the Earth’s Inhabitants. Ernest Benn Limited, 1928.
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