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Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

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Bibliographic data

fullscreen: Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

Monograph

Identifikator:
174667959X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119339
Document type:
Monograph
Title:
Das Flammenzeichen vom Palais Egmont
Edition:
1. Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Neuer Deutscher Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
284 Seiten
Illustrationen
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IX. Der Freiheitskampf des indochinesischen Volkes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Flammenzeichen vom Palais Egmont
  • Title page
  • I. Eröffnung des Kongresses
  • II. Der Freiheitskampf des chinesischen Volkes
  • III. Der britische Imperialismus in Indien, Persien und Mesopotamien
  • IV. Der nordamerikanische Imperialismus und die von ihm bedrohten Völker
  • V. Der Freiheitskampf Ägyptens und der arabischen Völker
  • VI. Der Kampf Afrikas um seine Befreiung
  • VII. Der Freiheitskampf der Neger
  • VIII. Der Kampf um Indonesiens Unabhängigkeit
  • IX. Der Freiheitskampf des indochinesischen Volkes
  • X. Der Kampf des koreanischen Volkes gegen Japan
  • XI. Der italienische Faschismus
  • XII. Der Kolonialhunger des neuen deutschen Imperialismus
  • XIII. Die Verbindung der nationalrevolutionären Bewegung mit dem proletarischen Klassenkampf
  • XIV. Die Taktik des proletarischen Klassenkampfes zur Unterstützung des kolonialen Freiheitskampfes
  • XV. Der Freiheitskampf der unterdrückten Völker und die Gewerkschaften
  • XVI. Die "Kulturmission" der abendländischen Völker
  • XVII. Die Gründung der Liga gegen Imperialismus und für nationale Unabhängigkeit
  • XVIII. Organisatorisches
  • Inhaltsverzeichnis

Full text

2a Der Freiheitskampf des indochinesischen Volkes. 
Soziale Lage der Eingeborenen. 
„Nachdem sie die fruchtbaren Ländereien gestohlen haben, erheben die Franzosen von 
dem schlechten Boden einen hundertmal skandalöseren Zehnten, als der Feudalismus.“ 
Diese aufrichtige Sprache eines französischen Schriftstellers, Herrn Vign6 d’Octon, bringt 
die Lage unserer Bauern richtig zum Ausdruck. Außer diesen schwer drückenden 
Steuern haben die _annamitischen Bauern Tonkins noch Jährlich unter Über- 
schwemmungskatastrophen zu leiden. Sieben Achtel des Budgets sind für den Unterhalt der 
Beamten bestimmt. Zur Verwendung der Marineverwaltung des Mutterlandes: 32 000 000, 
für den Geheimfonds: 33 000 000. Diese Summen haben eine Vermehrung von 135 000 Frs. 
(seit 1926) durch den sozialistischen Gouverneur, A. Varenne, erfahren. Die notwen- 
digsten öffentlichen Arbeiten werden vernachlässigt, woraus klar ersichtlich ist, daß 
der französische Imperialismus für die Schäden der jährlichen Überschwemmungskatastrophen 
verantwortlich ist. (Letzte Überschwemmung in Tonkin — September—Oktober—Novem- 
ber — 760 Tote, 50 000 000 Frs. Schaden.) 
Keinerlei Gesetz schützt die Arbeiter, und es ist eine bekannte Tatsache, daß man 
Frauen, sowie Kinder beiderlei Geschlechts unter 12 Jahren in den Kohlenminen (Hongay, 
Quang-Yen) und in den Kautschukmanufakturen (Saigon) verwendet. 
Die Arbeiter, die Arbeiterinnen und ihre Kinder arbeiten 12 bis 13 Stunden täglich 
bei Hungerlöhnen von 2 Frs. bis 2,50 Frs. Sie haben keine Koalitions- und Versamm- 
lungsfreiheit und auch kein Streikrecht. 
Die Verwaltung zwingt die Bevölkerung, Opium und Alkohol zu kaufen. Ein Rund- 
schreiben von Albert Sarraut, dem damaligen Generalgouverneur von Indochina, beweist. 
dies: 
„Gemäß den Instruktionen des Generaldirektors der Regie bitte ich Sie, Ihrerseits die Be- 
mühungen meines Dienstzweiges, neue Alkohol- und Opiumausgabestellen einzurichten, zu 
unterstützen. 
Ich erlaube mir, Ihnen zu diesem Zwecke eine Liste solcher Läden zuzustellen, die man 
in den verschiedenen angegebenen Dörfern — die zum größten Teil noch frei von Alkohol 
und Opium sind — einrichten könnte. 
Ihr bestimmender Einfluß könnte sich durch die Vermittlung der Gouverneure von Kam- 
bodscha und Mossok gut auf die kleinen, eingeborenen Händler geltend machen, denen man die 
Vorteile erklärt, die ihnen durch eine solche Erweiterung ihres Handels erwachsen würden, 
Unsererseits werden alle Agenten vom aktiven Dienst, die auf Rundreisen begriffen sind, 
solche Stellen einzurichten versuchen, außer wenn Sie, Herr Resident, es vorziehen würden, 
zuerst auf die Amtsstellen einzuwirken, damit sie unsere Aktion unterstützen. In diesem Falle 
bitte ich Sie, mich davon in Kenntnis zu setzen. 
Nur durch eine vollständige und unablässige Zusammenarbeit Ihrer Verwaltung und der 
unseren werden wir zum größeren Nutzen des Finanzamtes ein besseres Resultat erreichen.“ 
gez. Albert Sarraut. 
Die Zahl der Liter Alkohol, die Indo-China vor diesem gemeinen Zirkular (1915) zum 
Verbrauch aufgedrängt wurden, belief sich schon auf 23 bis 24 Millionen Liter Jährlich. 
Hier die Dividenden, die jährlich durch die Destillerie „Fontaine“, die das Monopol 
der Alkoholherstellung besitzt, ausbezahlt wurden: 
1914 40%; 1916 75%; 1917 100%; 1920 125%; 1923 1750; 1925 200%. 
Herrn Octave Homberg gehören allein: 
Banque de 1l’Indo-Chine, 
Credit Foncier de 1’Indo-Chine, 
St6 Financiere Francaise et Coloniale, 
St6 des Caoutchoucs de 1l’Indo-Chine, 
St6 „Francaise‘ des Distilleries, 
St6 des Antracites du Tonkin, 
St6 Nouvelle des Phosphates du Tonkin, 
St6 Cotonniere de Saigon, 
St6 Anonyme des Papeteries de l’Indo-Chine, 
St6 des Eaux et Electricit& de l’Indo-Chine, 
St6 Indo-Chinoise d’Electricit6, 
Y4AL
	        

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Das Flammenzeichen Vom Palais Egmont. Neuer Deutscher Verlag, 1927.
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