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Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

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Bibliographic data

fullscreen: Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

Monograph

Identifikator:
174667959X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119339
Document type:
Monograph
Title:
Das Flammenzeichen vom Palais Egmont
Edition:
1. Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Neuer Deutscher Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
284 Seiten
Illustrationen
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
XI. Der italienische Faschismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Flammenzeichen vom Palais Egmont
  • Title page
  • I. Eröffnung des Kongresses
  • II. Der Freiheitskampf des chinesischen Volkes
  • III. Der britische Imperialismus in Indien, Persien und Mesopotamien
  • IV. Der nordamerikanische Imperialismus und die von ihm bedrohten Völker
  • V. Der Freiheitskampf Ägyptens und der arabischen Völker
  • VI. Der Kampf Afrikas um seine Befreiung
  • VII. Der Freiheitskampf der Neger
  • VIII. Der Kampf um Indonesiens Unabhängigkeit
  • IX. Der Freiheitskampf des indochinesischen Volkes
  • X. Der Kampf des koreanischen Volkes gegen Japan
  • XI. Der italienische Faschismus
  • XII. Der Kolonialhunger des neuen deutschen Imperialismus
  • XIII. Die Verbindung der nationalrevolutionären Bewegung mit dem proletarischen Klassenkampf
  • XIV. Die Taktik des proletarischen Klassenkampfes zur Unterstützung des kolonialen Freiheitskampfes
  • XV. Der Freiheitskampf der unterdrückten Völker und die Gewerkschaften
  • XVI. Die "Kulturmission" der abendländischen Völker
  • XVII. Die Gründung der Liga gegen Imperialismus und für nationale Unabhängigkeit
  • XVIII. Organisatorisches
  • Inhaltsverzeichnis

Full text

14 Der italienische Faschismus. 
Gegensätze verschärft. England begriff, daß sich seinen alten Privilegien 
die Begehrlichkeit der jungen konkurrierenden Staaten entgegenstellte, und 
war gezwungen, seinen Vormarsch im Orient aufzuhalten. Dieser ganze 
Weltteil wurde durch mehr oder weniger radikale Freiheitsbewegungen von 
Sowjetrußland bis Turkestan und von Persien bis Afghanistan erschüttert. 
Nur in diesem gigantischen Rahmen gesehen, kann man die chinesische Re- 
volution ernsthaft deuten. 
Anderseits fühlt sich der Kapitalismus der Konservativen in England, 
der mit der imperialistischen Vorherrschaft fest verbunden ist, durch die 
Ereignisse im Osten bedroht und sucht seinem Schicksal zu entgehen oder 
wenigstens das drohende Verhängnis hinauszuschieben. Zu diesem Zweck 
mußte er den Verdacht und das Mißtrauen der konkurrierenden imperialisti- 
schen Mächte zu vermeiden oder zu zerstreuen versuchen. Er brauchte dazu 
Werkzeuge, Abenteurer, die er vorschieben konnte. Das waren die F aschisten, 
die für jede Schurkerei zu haben sind. Die ganze Mussolini-Presse bemüht 
sich, die öffentliche Meinung unseres Landes für eine bewaffnete Inter- 
vention in China vorzubereiten. 
Die Argumente, deren sich der Faschismus bei dieser Propaganda be- 
dient, sind erstens die Verteidigung der wirtschaftlichen und Handels- 
interessen Italiens, zweitens die Beschützung der italienischen Bürger, die 
durch die revolutionären Streitkräfte bedroht seien. Aber da dies alles nicht 
genügt, um der faschistischen Geste einen „napoleonischen‘ Anstrich zu 
geben, so propagiert man die Losung: „In China kämpft man für die 
europäische Zivilisation gegen orientalische Barbarei.‘“ Das offizielle Organ 
des Faschismus behauptet, daß die Agitation in China nur eine Volksbewegung 
dunkler Herkunft mit unbestimmtem Ziel sei, die durch düstere Leidenschaf- 
ten hervorgerufen wäre. Wir brandmarken vor dem Kongreß diese unver- 
schämten Erklärungen, diese gemeine Fälschung einer strahlenden Wahrheit. 
Reinigen wir zuerst den Boden von den sogenannten „wirtschaftlichen 
Interessen‘, und gehen wir von einem Gesichtspunkt aus, der keineswegs der 
unsrige ist. Die letzte Statistik über die Einfuhr in China aus dem Jahre 
1923 verzeichnet eine Einfuhr aus England von 248 Millionen Taels, aus 
Japan von 2ır Millionen Taels, U.S. A. 154 Millionen Taels, aus Indien für 
55 Millionen und aus Italien von nur 3 Millionen 750000 Taels. Von 
186 000 Handelsschiffen, die chinesische Häfen anliefen, waren 40 075 
englische, 25 2871 japanische, 3670 amerikanische und nur 30 italienische. 
Was die Verteidigung der europäischen Zivilisation angeht, erklären wir, 
daß diese Zivilisation wohl sehr tief gefallen‘ sein muß, wenn sie als Be- 
schützer eines Regimes des Faschismus bedarf. Wir glauben, daß die 
Chinesischen Proletarier nichts von dem F aschismus zu lernen brauchen, und 
wir hoffen, daß ihre Revolution auf immer für sie die Gefahr beseitigt, 
einer derartigen „Zivilisation“ zu verfallen. Der Faschismus bedient sich 
‚50
	        

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Das Flammenzeichen Vom Palais Egmont. Neuer Deutscher Verlag, 1927.
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