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Psychologie der Werbung

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Bibliographic data

fullscreen: Psychologie der Werbung

Monograph

Identifikator:
1748641581
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-122938
Document type:
Monograph
Author:
Marbe, Karl http://d-nb.info/gnd/118781707
Title:
Psychologie der Werbung
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C. E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
132 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
4. Die psychische Gleichförmigkeit und ihre Beziehungen zur Reklame
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Psychologie der Werbung
  • Title page
  • Contents
  • 1. Zur Orientierung über die moderne Psychologie
  • 2. Über Persönlichkeit und Einstellung
  • 3. Die Einstellung der Persönlichkeit durch die Reklame
  • 4. Die psychische Gleichförmigkeit und ihre Beziehungen zur Reklame
  • 5. Über statistische und experimentelle Reklamepsychologie
  • 6. Über buchhändlerische Reklamepsychologie
  • 7. Allgemeine Prinzipienfragen
  • 8. Die psychologische Beratung bei der Reklame. Forensisches

Full text

jenigen psychischen Gleichförmigkeiten zusammen, bei denen 
das Verhalten einer oder mehrerer Personen andere Personen 
veranlaßt, ein unter sich und ein mit dem Verhalten der erst- 
genannten Person(en) gleichartiges Verhalten zu zeigen. Wenn 
eine große Anzahl von Schülern ersucht wird, irgendeine Zahl 
von 1 bis 10 zu notieren, so schreiben die meisten die Zahl 5, 
Hier liegt eine primäre Gleichförmigkeit vor. Wenn aber eine 
Person CO sich bewußt und willkürlich so. kleidet wie eine Per- 
son B und wenn diese sich bewußt und willkürlich gekleidet hat 
wie A, so haben wir es mit einer sekundären Gleichförmigkeit 
zu tun. Diese sekundären Gleichförmigkeiten beruhen auf dem 
Nachahmungstrieb der Menschen. Sie werden aber auch durch 
andere verwandte psychische Faktoren gefördert wie die Nei- 
gung, nicht auffallen zu wollen, sich in einen gegebenen Rahmen 
einzufügen und sich durch „tonangebende“ andere Menschen 
(Autoritäten) beeinflussen zu lassen. Bei der primären Gleich- 
förmigkeit werden die einzelnen Persönlichkeiten durch be- 
stimmte außer ihnen liegende Momente eingestellt, bei der sekun- 
dären wirken die sich gleichförmig verhaltenden Personen selbst 
einstellend aufeinander. Daß Nachahmung, Wunsch nicht her- 
vorzutreten und sich anzupassen und autoritative Einflüsse (hier- 
her gehört auch der autoritative Einfluß des gedruckten Wortes) 
eine große Bedeutung für die Einstellung haben, wurde ja schon 
im zweiten Kapitel betont. Dort wurde aber auch schon die 
gegenseitige Einstellung erwähnt, bei welcher einzelne Personen 
eines Kreises nicht nur von anderen eingestellt werden, sondern 
auch wieder auf diese einstellend wirken. 
Wenn es nun auch gewisse Gleichförmigkeiten gibt, die ent- 
weder nur primärer oder nur sekundärer Natur sind, so ist in 
Wirklichkeit beides doch häufig eng miteinander verbunden. Dies 
trifft auch bei den im zweiten Abschnitt erwähnten Suggestions- 
versuchen mit mehreren Kindern zu, bei denen durch die ein- 
stellende Wirkung des Versuchsleiters eine gleichförmige Ein- 
60
	        

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Psychologie Der Werbung. C. E. Poeschel Verlag, 1927.
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