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Bankpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Bankpolitik

Monograph

Identifikator:
1748646508
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-122686
Document type:
Monograph
Author:
Rühl, Alfred http://d-nb.info/gnd/118750267
Title:
Vom Wirtschaftsgeist in Amerika
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Quelle & Meyer
Year of publication:
1927
Scope:
IX, 122 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Bewertung der Wirtschaft innerhalb der Gesamtkultur
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

29. Die Bestimmung der Bankrate. 
121 
günstiger und ungünstiger Zahlungsbilanz bedeutet) als um durch be 
wußten Druck auf die heimische Wirtschaft die Handelsbilanz, in den 
wirtschaftlich weniger starken Ländern den bedeutendsten Posten der 
Zahlungsbilanz zu verbessern, eventuell auch durch Hochhaltung der 
Geldmarktrate die Napitalmarktrate hinauszusetzen und dadurch dauernde 
ausländische Anlagen zu veranlassen. Zn dieser Funktion ist die Dis 
kontpolitik unentbehrlich. Sie ist ein schweres, aber unvermeidliches 
Uebel. 
29. Die Bestimmung der BanKrate. 
Wie in der vorhergehenden Darstellung gezeigt wurde, geschieht 
die Festsetzung des Diskontsatzes in der Gegenwart nicht automatisch 
auf Grund eines bestimmten Status der Notenbank,- die Anhäufung 
großer Goldvorräte hat die Zentralbanken gegenüber nicht zu starken 
Anforderungen unempfindlich gemacht, die lange Nette bankpolitischer 
Maßnahmen schwächt die Einflußnahme der ausländischen Leihraten 
auf den Znlandsverkehr ab. Im letzten Jahrzehnt bestanden zwischen 
den Baten der großen europäischen Notenbanken zeitweise Spannungen 
bis zu drei Prozent, wobei freilich zu beachten ist, daß sich die Wechsel 
bewegungen im internationalen Verkehr nach dem Privatsatz richten, 
dessen Abstand vom Banksatz in den verschiedenen Reichen und in jedem 
einzelnen wieder zu den wechselnden Jahreszeiten verschieden ist, daß 
ferner die Rate der Bank von England Minimal-, jene der kontinentalen 
Notenbanken Normalsatz ist und endlich eine Spannung der Sätze zweier 
Plätze selbst um ein Prozent im (Quartal — das ja allein für den Wechsel 
verkehr in Betracht kommt —■ nur % Prozent, für Arbitrageoperationen 
in manchen Fällen einen zu geringen Unterschied bedeutet. Durch 
die bankpolitischen Mittel sind in fortschreitender Entwicklung die Noten 
bankleitungen in ihren Entschlüssen freier geworden. 
Es wirft sich nun die Frage auf, nach welchen Grundsätzen die 
Notenbanken in jenen Fällen, in denen sie nach ihrem freien Ermessen 
handeln können, vorgehen. Die Wissenschaft hat sich mit dieser Frage 
nur vereinzelt beschäftigt. Sie befaßt sich nach herkömmlichem Brauch 
nur mit der Darstellung der Wirkung der viskontänderungen, historisch 
begreiflich, da die Lehre in England in einer Zeit entstand, als die 
Praxis des gleichmäßigen Diskonts mit Erfolg angegriffen wurde. Aber 
in der Gegenwart mit dem Ruf nach stabiler Rate, in der Zeit der 
hohen zentralen Goldreserven und regulärer freier Entschließungsmög 
lichkeit der Lankdirektion müßte die Lehre der Diskontveränderung durch
	        

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Bankpolitik. Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1915.
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