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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
1741404126
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119912
Document type:
Monograph
Title:
W. & A. K. Johnston's commercial & economic atlas of the world
Place of publication:
Edinburgh
Publisher:
W. & A. K. Johnston, Limited
Year of publication:
1926
Scope:
32 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft. 
135 
die Kreditbanken und das Schatzamt sich zur Zusammenarbeit 
nicht ergänzt haben. Dagegen haben sie ihre Kräfte zur Zeichnung 
und Unterbringung der 5 % ewigen Rente voll entfaltet und durch ihre 
weitverzweigten Filialen und Kassen unter die Kundschaft eine rührige 
Propaganda getragen. Sie konnten auch große Erfolge aufweisen, wie 
später noch näher ausgeführt wird. 
Die schwere Kriegszeit, die militärischen und wirtschaftlichen Er 
eignisse wiesen ihnen die neue Arbeitsrichtung in der Volkswirtschaft 
von selbst zu. 
Die Banken haben im Verlauf der späteren Kriegsmonate ihre An 
strengungen zunächst dahin zu lenken gesucht, das alte Vertrauen ihrer 
Kunden, mit denen sie im Kreditverkehr stehen, wiederzugewinnen. 
Bei der Gewährung neuer Kredite sahen sie es aber als ihre erste Pflicht 
an, nach der Kreditwürdigkeit des Darlehnsempfängers zu fragen, um 
so eine einwandfreie Garantie für die Rückzahlung der Kapitalien 
zu haben. Es ist daher verständlich, daß die Bilanzen der Depositen- 
Banken geringe Wechselbestände ausweisen werden und nur einen 
kleinen Prozentsatz von kaufmännischen Wechseln in ihren Portefeuilles 
bergen dürften. Aber nicht allein die größere Zurückhaltung von ihrer 
Seite löst eine geringere Inanspruchnahme aus. Auch die private Ge 
schäftswelt selbst zieht es seit Erlaß des Wechselmoratoriums vor, ihre 
Zahlungsverbindlichkeiten fast ausschließlich gegen sofortige Kasse 
zu erfüllen und kein Ziel mehr zu gewähren. Dies beweisen die Bilanz 
ziffern, obwohl das Bild ein wenig getrübt ist, da fast alle Banken die 
mit ihren frei verfügbaren Mitteln angekauften kurzfristigen National- 
Verteidigungswechsel in den gemeinsamen Posten „Wechselbestand“ 
hineinbringen. Nach den Jahresbilanzen der drei ersten Bankinstitute 
zeigt der Wechselbestand für die Jahre 1914 und 1915 im Vergleich 
zu 1912 und 1913 die nachstehende Bewegung (in Mül. Frcs.): 
Wechselbestand in den letzten 4 Jahren. 
Bankinstitut 
31. Dezember 
1912 
1913 
191+ 
1915 
Credit Lyonnais 
Societe Generale 
Comptoir National 
i4ir,oo 
865,00 
947,00 
I5l8,00 
890,00 
1004,00 
654,00 
278,00 
355,00 
992,00 
263,00 
636,00 
3223,00 
3412,00 
1287,00 
i8gr,oo 
Erst aus der Gegenüberstellung der unter den Einwirkungen des 
Krieges stehenden Jahre zu den beiden vorangegangenen Friedens 
jahren wird ersichtlich, wie scharf doch die schwere Kriegskrisis auf einen 
der bevorzugten Geschäftszweige gewirkt hat. Im Jahre 1914 haben die 
5 Kriegsmonate eine Verminderung des Wechselvorrats von 2125 Milk Frcs. 
gegenüber dem Jahre 1913 gebracht. Aber alle Kreditbanken wurden 
stark mitgenommen, nicht nur die drei besonders hervorgehobenen,
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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