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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
175265076X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-129631
Document type:
Monograph
Author:
Fleming, Walter Lynwood http://d-nb.info/gnd/120660560X
Title:
The Freedmen's Savings Bank
Place of publication:
Chapel Hill
Publisher:
Univ. of North Carolina Press
Year of publication:
1927
Scope:
x, 170 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapter V. Mismanagement and other troubles
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Bocoholz 
61 
Bohröle 
fettes Öl, ferner ein unangenehm riechendes 
ätherisches Öl, 22 °/o Aleuron, Trigonellin und 
andere Bestandteile. Man unterscheidet hellen 
und dunklen Samen, ersterer ist teurer. Die ge 
pulverten B. besitzen einen aromatischen, an 
Melilot erinnernden Geruch und schleimig bitte 
ren Geschmack und werden als Zusatz zu Kräu 
terkäse, zu Viehpulvern und Umschlägen nach 
Kneipp usw. verwendet. 
Bocoholz, ein feines Nutzholz für die Kunst 
tischlerei von der in Guyana wachsenden Bo- 
coa provacensis, besitzt einen braunschwar 
zen Kern mit unregelmäßigen Konturen. 
Bogheadkohle, eine bituminöse Schieferkohle 
aus Schottland, welche sich besonders zu Destil 
lationszwecken eignet. 
Bohnen (lat. Fabae, frz. Fdves, Haricots, engl. 
Beans). i.Schmink-Gartenbohne, Phaseolus, 
eine in 60 Arten auf der ganzen Erde verbreitete 
Gemüsepflanze, wird auch bei uns, besonders in 
den Gattungen vielblütige Schm., Ph. oder 
Lipusa muldflorus und gemeine Schm., Stan 
gen- oder Vietsbohne, Ph. vulgaris, in großem 
Umfange angebaut. Die erste Gattung, zu der 
auch die Feuerbohne (türkische oder anatoli- 
sche B.) gehört, stammt aus Südamerika, die 
letztere mit der Busch- oder Zwergbohne 
aus Ostindien. Als wichtige Abarten der ge 
meinen B. seien angeführt: die flache Schwert 
oder Speckbohne, Ph. compressus, mit säbel 
förmigen, lang zugespitzten Hülsen, die Eß- 
bohne oder Salatbohne, Ph. gonospermus, 
die Dattelbohne, Ph. elongatus, mit langge- 
s chnäbelten geraden, Hülsen und dattelkern 
förmigen Samen, die Eierbohne, Ph. ellipti- 
cus, mit kurzen, geraden Hülsen und eiförmi 
gen Samen, und die halbflache B., Ph. sub- 
oornpressus, mit säbelförmigen, lang zugespitz- 
te n Hülsen und nierenförmigen Samen. Alle 
yorstehend genannten Arten werden in der 
Hauptsache als grünes Gemüse, auch als Dörr- 
Semüse oder mit Salz eingemacht oder in Blech 
büchsen konserviert, verbraucht. Zur Gewin 
nung der reifen Samen, der trockenen, weißen 
“°hnen, dient besonders eine Abart von Ph. 
ootnpressus, Ph. var. albus. Die weißen B., 
ü' e in handelsfähiger Ware schön weiß und 
Slatt, in vorjähriger Ware hingegen grau und 
runzlig erscheinen, bilden eines der gehaltreich 
en Nahrungsmittel, denn sie enthalten neben 
ii j 2 4°/o Wasser, 1,960/0 Fett, 55,600/0 Stärke und 
3.66 o/ 0 Asche durchschnittlich 23,66 o/ 0 Stickstoff- 
Substanz (Eiweiß). Die Bohnenzucht wird in 
eutschland besonders bei Erfurt, noch aus 
gedehnter aber in Holland, Italien, England und 
rankreich (Angiens) betrieben. — Außerhalb 
_ Uropas finden besonders folgende Arten Ver 
ödung; die Mungobohne, Ph. Mungo, eine 
® r wichtigsten Nahrungspflanzen Ostindiens, 
. 16 sich auch nach Afrika und Südeuropa ver- 
rettet hat; die Strahlenbohne, Ph. radiatus, 
le in ganz Ostasien von China bis Ostindien 
'/ e gen ihrer nahrhaften Samen angebaut wird: 
Jb'fer wichtig die Similibohne, Ph. trilobus, 
na die Muxbohne, Ph. Mux, in China, Japan, 
p v a und Ostindien. 2. Puffbohne, Saubohne, 
«debohne, Faba vulgaris (Vicia faba oder 
^‘garis), eine aus Persien und Ägypten stam- 
c nde Leguminose, wird nur in einigen Gegen 
den Norddeutschlands (Hannover) gärtnerisch 
als Gemüsepflanze, in großem Umfange aber in 
Deutschland, Holland und England als Vieh 
futter angebaut. Der Anbau erfolgt meist in 
Reihenkultur auf etwas bündigem und feuchtem 
Boden und wird durch Blattläuse, Bohnenkäfer 
und Rostpilze gefährdet. Die jungen, grünen 
Samen bilden ein in Hannover als „große oder 
dicke Bohnen“ sehr geschätztes Gemüse, die 
reifen braunen Samen ein vortreffliches stick 
stoffreiches Viehfutter. Auch das Kraut wird 
im grünen Zustande oder als Stroh verfüttert. 
3. Faselbohne, Heilbohne, Dolichos Lablab, 
wird als Gemüse- und Futterpflanze in wärme 
ren Klimaten (Ägypten, Sudan) angebaut. — 
‘Die ihr verwandte Art Dolichos Soja s. unter 
Soja. Als Bohnenmehl (lat. Fabae albae pulv., 
frz. Farine de föves, engl. Bean-meal) bildet 
das Pulver zu trockenen Umschlägen gegen 
Rose usw. einen Gegenstand des Arzneimittel 
handels. 
Bohnenkraut (Saturey, Wurstkraut,Kölle, 
Pfefferkraut, lat, Herba saturejae, frz. Sa- 
riette, engl. Savory), ein gewürzhaft riechendes 
und schmeckendes Kraut (Satureja horten- 
sis), wird vielfach bei uns angebaut und so 
wohl im frischen als auch im getrockneten Zu 
stande in den Handel gebracht und als Würze 
für Bohnen, pikante Soßen usw. verwandt. . 
Bohnermasse, Bohnerwachs, nennt man 
Wachsmischungen, die dazu dienen, Möbeln, 
Fußböden, Linoleumteppichen usw. Glanz zu 
geben, und zu diesem Zwecke aufgetragen und 
verrieben werden. Man unterscheidet flüssige 
und feste B., von denen die letzteren durch Zu 
sammenschmelzen von I Teil Wachs oder Zere 
sin mit 3 Teilen Terpentinöl bereitet werden. 
Bei Zusatz von mehr Terpentinöl oder auch 
Benzin erhält man eine flüssigere B r Kommt 
es auf sehr harte Wachsüberzüge an, so ersetzt 
man das Wachs durch eine Mischung aus Kar- 
naubawachs und Paraffin, muß aber dann die 
Menge des Terpentinöls ein wenig erhöhen. 
Flüssige B. wird bereitet, indem man geschmol 
zenes Wachs mit Pottasche und Wasser teil 
weise verseift. Es entsteht dann gewissermaßen 
eine überfettete Wachsseife, die aber wegen 
ihres Alkaligehaltes niemals dort angewandt 
werden darf, wo ein Ölfarbenuntergrund vor 
handen ist, z. B. für Linoleumteppiche. Bei der 
flüssigen B. kann das Bienenwachs niemals durch 
Paraffin oder Zeresin ersetzt werden, da diese 
nicht verseifbar sind. 
Bohröle, Bohrfette, sind Stoffe, die in wäß 
riger Lösung oder Emulsion beim Bohren, Fräsen 
und Drehen zum Benetzen der Werkzeuge und 
Gußstücke benutzt werden, um einerseits, das 
Gleiten der Metallteile zu befördern und gleich 
zeitig zu kühlen. Sie müssen also eine größere 
Benetzbarkeit als Wasser zeigen und dürfen 
weder das Metall angreifen, noch feste Stoffe 
ausscheiden. Am besten erfüllten diesen Zweck 
die im Frieden ausschließlich benutzten sog. 
wasserlöslichen Mineralöle, die durchAuf- 
lösen von Ammoniak-, Kali- oder Natronseifen 
von Ölsäuren, Fettschwefelsäuren, Plarzsäuren 
und Naphtensäuren in Mineralölen, häufig unter 
Zusatz von Ammoniak, Benzin oder Alkohol 
hergestellt wurden. Sie bilden mit Wasser lange
	        

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Compte Rendu Des Travaux de La Chambre Syndicale Pendant Lʹannée 1926. Soc. Anonyme du Sémaphore de Marséille, 1927.
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