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Strukturwandlungen der Weltwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Strukturwandlungen der Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
1758279451
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-136273
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Bernhard http://d-nb.info/gnd/118701657
Title:
Strukturwandlungen der Weltwirtschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
58 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Strukturwandlungen der Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I.
  • II.

Full text

26 
Bernhard Harms 
A 
A 
Ein Verkehrsmittel, das nur durch Subvention aufrechterhalten werden 
kann, ist nicht lebensfähig. Von entscheidender Bedeutung wird es deshalb 
sein, zu welchen Dimensionen die Flugzeuge gelangen, und in welchem 
Verhältnis zu ihnen die Tragfähigkeit gesteigert werden kann. Zur Zeit 
rechtfertigt sich weder übertriebener Optimismus noch zaghafter Klein- 
mut. Gemessen an den Erfolgen des letzten Jahrzehnts, dürfen die Er- 
wartungen einigermaßen hoch gespannt werden. Ob die Luftschiffahrt 
es jemals zum Massenverkehr bringen wird, steht einstweilen dahin. 
Daß sie hingegen kapitalistische Wirtschaft zu fördern vermag, indem sie 
deren Trägern die persönliche Raumüberwindung in einem früher uner- 
hörten Ausmaße ermöglicht und dadurch kapitalistischen Geist in seiner 
Auswirkung allgegenwärtig macht, unterliegt keinem Zweifel. 
Abschließend mögen einige Betrachtungen über Wandlungen im 
internationalen wirtschaftlichen Organisationswesen gestattet sein. 
Fast naiv muten heute die Voraussetzungen der älteren sozialökonomi- 
schen Theorie an: freie Konkurrenz auf sich gestellter Individuen, ein 
geschlossener Markt, auf welchem sich Angebot und Nachfrage begegnen 
und durch ihr Verhältnis die Preisbildung nach mechanistisch-starren 
Gesetzen bestimmen. Für die einzelnen zollgeschützten Volkswirtschaften 
haben jene Voraussetzungen nur mehr geringe Geltung, weil das Kartell- 
wesen die freie Konkurrenz in weitem Umfange ausgeschaltet hat. 
Wieweit es geschehen ist, läßt sich aus bekannten Gründen schwer 
feststellen. Es unterliegt jedoch keinem Zweifel, daß das binnenwirt- 
schaftliche Kartellwesen gegenüber der Vorkriegszeit an Bedeutung ge- 
wonnen hat. Es sprechen auch zahlreiche Gründe dafür, daß die Formen, 
in denen die Vereinbarungen erfolgen, sich vielfach geändert haben; 
insbesondere scheinen mir die sog. »Gentlemen agreements« heute von 
weitaus größerer Bedeutung zu sein als in der Vorkriegszeit. In der 
Literatur ist darüber allerdings wenig zu finden, wie sich überhaupt 
dieses Gebiet der Durchleuchtung größtenteils entzieht, es sei denn, 
daß gelegentlich veranstaltete Enqueten es blitzartig erhellen; allerdings 
pflegen bei wieder eingetretener Dunkelheit sofort neue Umgestal- 
tungen einzusetzen. 
Von verminderter Bedeutung gegenüber der Vorkriegszeit ist das par- 
tielle internationale Kartellwesen, wenngleich auch hier gerade neuer- 
dings wieder bemerkenswerte Fortschritte zu verzeichnen sind. Eigentliche 
Strukturwandlungen vermag ich einstweilen nicht zu erblicken, obwohl 
sich auch hier in den Formen der Verabredungen mancherlei geändert hat. 
Grundsätzlich bedeutsame Fortschritte und auch Wandlungen sehe ich 
hingegen auf einem andern Gebiet, dem der Monopolbildung im 
internationalen Verkehr. Soweit es sich hier um Trusts handelt, die, 
wie z. B. in den Vereinigten Staaten, den »Inlandmarkt« beherrschen, ist
	        

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Strukturwandlungen Der Weltwirtschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1927.
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