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Strukturwandlungen der Weltwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Strukturwandlungen der Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
1758279451
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-136273
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Bernhard http://d-nb.info/gnd/118701657
Title:
Strukturwandlungen der Weltwirtschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
58 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Strukturwandlungen der Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I.
  • II.

Full text

32 
Bernhard Harms 
In den Ländern, deren weltwirtschaftliche Beziehungen sofort aufhörten, 
machte sich dies am nachhaltigsten geltend. Aber auch jene Länder, 
welchen dauernd weitaus die meisten aller Produktivkräfte der Welt 
verfügbar waren, mußten sich Jahre hindurch mit empfindlichen Lücken 
in der kriegswirtschaftlichen Bedarfsdeckung abfinden. Dieser Übel- 
stand zeitigte den Entschluß, die volkswirtschaftliche Produktion künftig 
so zu gestalten, daß die Abhängigkeit im Falle eines Krieges auf das 
geringstmögliche Maß herabgesetzt werde. In England hat in diesem 
Zusammenhang sogar der Begriff der Schlüsselindustrie, auf deren Wesen 
und Bedeutung zurückzukommen sein wird, eine Erweiterung erfahren. 
Nicht nur die Farbenindustrie, sondern auch Glasindustrie, optische 
Industrie, die Herstellung von Drogen, Chemikalien und wissenschaft- 
lichen Instrumenten werden dort vom Standpunkt der »nationalen 
Sicherheit in Kriegszeiten« als Schlüsselindustrien bezeichnet, deren Ent- 
wicklung unbekümmert um den Rentabilitätsgesichtspunkt zu fördern ist. 
In bezug auf die eigentlichen Rüstungsindustrien hatten sich die Groß- 
mächte schon in der Vorkriegszeit zu dem Grundsatz bekannt: Geschütze, 
Gewehre, Geschosse, Panzerplatten und Kriegsschiffe mußten im eigenen 
Lande hergestellt werden. Heute wird diese Praxis sogar in den kleineren 
europäischen Staaten befolgt, erst recht aber in den großen überseeischen 
Staatsgebilden, die eisengewaltig zu werden bestrebt sind, weil die natio- 
nale Sicherheit es angeblich erfordert. Angesichts der Bedeutung, die die 
chemische Industrie für die moderne Kriegführung hat, wird auch 
deren Entwicklung in allen Ländern, die es sich einigermaßen leisten 
können, emsig gefördert. Sogar die Züchtung von Textil- und Leder- 
industrie wird nicht selten als militärische Notwendigkeit hingestellt. 
Zwar ist die Sicherheitsidee hier nicht allein maßgebend, und es besteht 
in der Regel wenig Neigung, derlei Industrien dauernd aus öffentlichen 
Mitteln zu subventionieren. Eben daraus leitet sich dann das Bestreben 
ab, die zunächst um der Sicherheit willen benötigten Industrien aus sich 
selbst heraus lebensfähig zu machen und ihnen durch entsprechende 
handelspolitische Maßnahmen mindestens auf dem Inlandmarkt ange- 
messenen Profit zu gewährleisten. Die Objektivation der Sicherheitsidee 
in der Volkswirtschaftspolitik — soweit sie sich auswirkt in erhöhtem 
Bedarf an Kriegsmaterial, seiner Nachfrage und seinem Angebot auf 
den internationalen Märkten — führt deshalb nicht nur zu Umstellungen 
in Handel und Produktion, sondern gleichzeitig auch zu veränderter, 
die Bedeutung der einzelnen Wirtschaftsgebiete abwandelnder Raum- 
gliederung. 
Bekanntlich stehen nicht nur Rohstoffgewinnung und Stoffverar- 
beitung unter der Herrschaft der Sicherheitsidee, sondern auch die Land- 
wirtschaft. Ein Beispiel dafür ist Deutschland. Fast die gesamten auf
	        

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Strukturwandlungen Der Weltwirtschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1927.
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