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Strukturwandlungen der Weltwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Strukturwandlungen der Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
1758279451
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-136273
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Bernhard http://d-nb.info/gnd/118701657
Title:
Strukturwandlungen der Weltwirtschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
58 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Strukturwandlungen der Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I.
  • II.

Full text

Strukturwandlungen der Weltwirtschaft 
33 
die Erhaltung der Landwirtschaft gerichteten Bestrebungen weisen seit 
den siebziger Jahren auf die »Ernährung im Kriege« hin. Auch heute 
hat dies Argument die Durchschlagskraft noch nicht eingebüßt. In andern 
Ländern, die im Kriege — gleichgültig ob sie an ihm beteiligt waren — 
Ernährungsschwierigkeiten hatten, wirkt es gleichfalls im Sinne bestimm- 
ter Beeinflussung der nationalen Produktionsgestaltung. Dies gilt sowohl 
für die Schweiz, die eine Beseitigung der Schwierigkeiten mutmaßlich 
im endgültigen Getreidemonopol suchen wird, wie für die®skandinavischen 
Länder sowie für Holland, Italien und Spanien. Die Art der Lösung 
des Problems der ernährungswirtschaftlichen Unabhängigkeit im Kriege 
ist ein durchaus mitbestimmender Faktor in der strukturellen Gestaltung 
der Volkswirtschaften, mag jene auf das Allgemeinwohl abgestellte 
Argumentation häufig auch den Interessenten nur als Vorwand dienen. 
Daß die »Sicherheitsidee« ebensowohl einen noch durchgreifenderen Bedeu- 
tungswandel der einzelnen agraren Bezirke der Erde, als er ohnedies 
stattgefunden hat, verhinderte als auch den agrarischen Grundzug oder 
Einschlag zahlreicher europäischer Länder verstärkte, unterliegt keinem 
Zweifel. 
5. Die imperialistische Idee. Wir haben uns daran gewöhnt, 
von politischem und wirtschaftlichem Imperialismus zu reden. Der 
Wirklichkeit geschieht damit nicht Genüge, denn einerseits ist die 
Motivreihe imperialistischen Zielstrebens erheblich mannigfaltiger, ander- 
seits lassen sich, wirtschaftliche und politische Triebkräfte nicht eindeutig 
voneinander scheiden. Daß die sieghafte Kraft des britischen Imperiums 
nicht primär wirtschaftlich bestimmt ist, steht außer Zweifel, obwohl 
der ökonomische Einschlag entscheidende Bedeutung hat. Imperiali- 
stisches Zielstreben, wo immer es in der Geschichte auftritt, kennt stets 
ineinander übergreifende Motive unterschiedlichster Art. Immer aber 
war die imperialistische Idee für die raumwirtschaftliche Gliederung der 
Welt von grundlegender Bedeutung und steigerte sich in dem Tempo, 
als das Verkehrswesen die »wirtschaftliche Durchdringung« großer, wenig 
oder gar nicht erschlossener Gebiete ermöglichte. 
Die Vorkriegszeit stand ausgesprochen im Zeichen des Imperialismus. 
England, Frankreich, Rußland, Deutschland, in gewissem Sinne sogar 
Österreich-Ungarn, ausgeprägt Japan und die Vereinigten Staaten, 
strebten nach unmittelbarer oder mittelbarer Erweiterung ihrer 
Gebietsherrschaft, die sie zugleich ihren wirtschaftlichen Interessen 
dienstbar machten. Die naturgemäße Folge war ein ausgesprochener 
Zug zur Integration in der raumwirtschaftlichen Gliederung der 
Welt. Diese vollzog sich entweder in der Weise, daß bisher selbständige 
Gebiete einverleibt oder Kolonien- und Interessensphären wurden. Fast 
in jedem Fall ging das Bestreben dahin, die neuerworbenen oder bot- 
Weltwirtschaftliches Archiv Bd. XXV, 3
	        

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Proposed New Customs Tariff. Printed under the authority of His Majesty’s Stationery Office by Darling and Son, Limited, 1914.
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