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Strukturwandlungen der Weltwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Strukturwandlungen der Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
1758279451
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-136273
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Bernhard http://d-nb.info/gnd/118701657
Title:
Strukturwandlungen der Weltwirtschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
58 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Strukturwandlungen der Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I.
  • II.

Full text

Bernhard Harms 
Die Kautschukrestriktion ist an sich nichts grundsätzlich Neues. 
Die Kaffeevalorisationen Brasiliens liegen auf derselben Ebene, d. h. sie 
wurden gleichfalls unter staatlicher Autorität durchgeführt. Aber von 
dieser rein marktmäßigen Manipulation bis zur gesetzlichen Regelung 
der Produktion ist es doch ein beträchtlicher Schritt. Es darf an- 
genommen werden, daß diese Entwicklung symptomatisch ist und in 
Zukunft noch stärker in die Erscheinung treten wird. Mehr oder weniger 
durchgesetzt hat sie sich, außer für die genannten Güter, bis heute schon 
für Sisalhanf, Chilesalpeter, Kali, Zinn, Chinin, Quecksilber und Que- 
bracho. In die gleiche Entwicklungsrichtung fallen ja auch die westeuro- 
päischen Eisenpaktverhandlungen, bei denen die beteiligten Staaten zum 
mindesten Pate stehen. In der Schiffahrt bahnen sich ebenfalls inter- 
nationale Abreden unter staatlicher Mitwirkung an. Im Grunde Kegt 
hierin freilich schon der Anfang einer neuen Entwicklung, indem nicht 
ein Staat sonderraumwirtschaftliche Preis- und Kontingentierungspolitik 
betreibt, sondern mehrere Staaten sich zu gleichem Zwecke zusammen- 
finden. Der Franzose Loucheur sieht in der konsequenten Weiterführung 
dieser Ansätze bekanntlich die Hauptaufgabe der bevorstehenden Welt- 
wirtschaftskonferenz. 
Ein besonderes Kapitel raumwirtschaftlicher Rohstoffpolitik liefern 
die Ereignisse im Sudan. England, Abessinien und Italien führen einen 
erbitterten Kampf um das Nilwasser, das jedes dieser Länder zur Be- 
fruchtung großer neuer Baumwollfelder zu benötigen erklärt. Wie die 
Dinge heute liegen, besteht für Ägypten die Gefahr, daß ihm durch die 
Stauanlagen im Sudan das Wasser abgegraben wird, und anderseits ist 
für die Staubecken im englischen Sudangebiet zu befürchten, daß sie 
leer bleiben, weil das Wasser größtenteils bereits in Abessinien und in 
italienischen Gebieten über die Felder geleitet wird. In früheren Zeiten 
würde es darüber mutmaßlich schon längst zu gewaltsamen Auseinander- 
setzungen gekommen sein. Heute hat England den Plan, die Schwierig- 
keiten durch ein Schiedsgerichtsverfahren über das Nilwasser-Recht zu 
überwinden. Diese Verhältnisse stellen nur einen kleinen Ausschnitt dar 
aus den Entwicklungsmöglichkeiten und Interessenkollisionen im »dunklen 
Erdteil«, der die große Reserve der Weltwirtschaft und des Kapitalismus 
ist, was gemeinhin viel zu wenig beachtet wird. 
Endlich sei darauf hingewiesen, daß Raumwirtschaftspolitik neuer- 
dings auch entscheidende Strukturwandlungen in der interhationalen 
Wanderbewegung herbeigeführt hat. Das klassische Land der Ein- 
wanderung bis in die Kriegszeit hinein waren die Vereinigten Staaten 
von Amerika. Raumwirtschaftspolitische Erwägungen und Maßnahmen 
mannigfaltiger Art, auf die hier nicht mehr eingegangen werden kann, 
haben dies Ventil im wesentlichen geschlossen. Die Folge ist, daß einer-
	        

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Strukturwandlungen Der Weltwirtschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1927.
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