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Versand- und Zollvorschriften im Verkehr mit dem Ausland [Im Aufl. d. Bergischen Industrie u. Handelskammer zu Reimacheid zusgest u. bearb von d. Zollauskunftstelle d. Handelskammer]

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Bibliographic data

fullscreen: Versand- und Zollvorschriften im Verkehr mit dem Ausland [Im Aufl. d. Bergischen Industrie u. Handelskammer zu Reimacheid zusgest u. bearb von d. Zollauskunftstelle d. Handelskammer]

Monograph

Identifikator:
1759937118
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-139324
Document type:
Monograph
Title:
Versand- und Zollvorschriften im Verkehr mit dem Ausland [Im Aufl. d. Bergischen Industrie u. Handelskammer zu Reimacheid zusgest u. bearb von d. Zollauskunftstelle d. Handelskammer]
Edition:
5. nach d. neuesten Stande bearb. Aufl
Place of publication:
Remscheid
Publisher:
Ziegler [u.a.]
Year of publication:
1927
Scope:
124
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Allgemeines
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Versand- und Zollvorschriften im Verkehr mit dem Ausland [Im Aufl. d. Bergischen Industrie u. Handelskammer zu Reimacheid zusgest u. bearb von d. Zollauskunftstelle d. Handelskammer]
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeines
  • Verbands- und Zollvorschriften : Europa
  • Verbands- und Zollvorschriften : Außereuropäische Länder

Full text

artig in Straje genommener Partien meijt arohe Schwierig- 
ie haben, wenn fie nit orbdnungSmäßig markiert find, 
zurüc. | 
Kür Verladungen nach beftimmten Qändern ijft e8 noch 
erforderlich, daß ent{predhend den Bolvorfchriften alle Stück 
Aüter ihre Marten und Nummern, jowie den NMamen des Dbe- 
jördernben. DampferS nicht nur auf Der Dberfeite, fondern auch 
an den vier Seiten tragen. Bei Nihtbefolgen diefer Vorfchrift 
syheben mandıe Zollbehörden mehr oder weniger hohe Strafen. 
DBerbadung. 
Die Kijten genügen zum Teil bei weitem nicht den An- 
iprüchen, die im trangsatlantijdhen Verkehr an die Berpadung 
geftellt werben. Das Verpadungsmaterial Ht meiftens im Ver 
hältmi8 zum Gewicht der Ware viel zu [Owach. Vielfach werden 
alte Riften verlvendet, die KNiften find nicht mit Bandeifen ver- 
jeden; befonder8 bei mertvoNerew Sütern fehlen nicht nur Die 
Bandeijen, fondern auch die fehr zu empfehlenden Sicgerheit8- 
Tammern. .€3 ift ganz befonders empfehlenZwert, nur erft- 
Yajlige8 VBerbadungsmaterial zu verwenden, wie jtarfe, mög- 
licht neue Kijten, welche ordnungsgemäß mit Bandeijen Und 
ingenannten Sicherheitäflammern verfehen find. Nur eine gute 
Berpacung gewährleijtet eine gute AWblieferung ver Süter. 
Sowohl bei der Ein: und Ausfchiffung al? au während 
der Seereife Telbfit werden die Kijten, Ballen, Fäffer uftw. auf 
Druck in bedeutender Weife in Anfpruch genommen, und zWar 
nicht nur auf gleidmäßigen Druk von oben, fondern auch auf 
den bedeutend gefährlicheren feitlichen Druck, der darauf hin- 
arbeitet, die Verpadungsgefähe aus ihrer Vorm zu bringen. 
In erfter LZinie follen Kifjten aus Io ftarfen Brettern her- 
geftellt werden, daß ihre Fejtigkeit da zeittweife Eindrücken 
und MWieder-in-die-frühere-Lage-zurückkehren nicht geftattet. 
Herner follen die Seitenteile der Kijten ein Ganzes bilden, was 
Mtiiveber durch Zufammenleimen oder aber noch ficherer dur 
Querberbindungen, momönglich auf der Innenfeite angebracht, 
erreicht werden fanız. Dekel und Boden foNen befonderS feft 
gefüagt fein und dürfen keinesfalls über die Seiten hHerauZrtagen, 
wie überhaupt danach getrachtet werden muß, eine möglich 
alatte Augßenfeite zu erzielen. Zum Schlieken der Kifte follen, 
wenn nicht Schrauben Verwendung finden fönnen, jtarfe Draht: 
tifte einer und berfelben Qualität genommen werden. SEifen- 
veifen aus genügend jtarfem Bandeifen follen nicht nur an 
beiden Enden, fondern auch in der Mitte der Kifte angebracht 
jein. Hierbei it dem VBerforgen der RNeifenenden ein befonderes 
Augenmerk zu fehenfen, um das Wbreißen und die Befchäbdbigung 
der anderen Güter zu vermeiden. Die Anwendung der [og 
Sicherheitäflammern ift deshalb mwärmitens zu embfehlen, da 
lie ein wirffames Schubmittel gegen vaZ Deffnen ohne Hinter- 
laffıung fihtbarer Zeichen find. 
Der InhHakt muß, befonder8 wenn er größeres Eigen- 
zemwicht befigßt, fo Teft gehackt fein, daß eine Bewegung im 
Innern der Kijte, ein SeHen unmöglich it. Wertbollere Waren, 
wie Seidenftoffe, Zuche ulm. {ollen, wenn nicht verlötete Blech- 
Äiften zur Anivendung kommen, immer in wafferbichte Lein- 
wand gehüllt fein, da Hegen, CSeetvajfer oder andere KliÜffig- 
leiten Leicht Beichädigungen verurfachen können. 
„ Waren in Ballen müffen durch qut und ficher verbundene 
Eifenreifen gegen daß Zerfallen gefichert fein, und e3 empfiehlt 
ti befonder3 dort, mo Bejfchädiagungen durch die Anmendung 
der oft unvermeidlihen „Haken zu befürchten find, Hokzunter- 
fangen bei den Reifen anzuwenden. Bei VBerbacung von feiten 
Waren in Fäffern ijt auf den früher erwähnten Umftand des 
„Seßen8“ RKücfiht zu nehmen, 
Sanz befonderZ aut mülfen Natürlich Waren verpadt wer= 
ben, die auf dem Transport umgeladen werden. Hinweife auf 
dem Kolfi wie „Nicht jtürzen“ oder „Dben“ ufm. müfjfen in 
bewtfcher Sprache und der Sprache des BeftimmungslandesS, am 
beiten audy noch in der Sprache des UmkabunaSHafenS, menn 
diefe don der des Bejtimmungshafen? abweicht, abaefaßt fein, 
damit die Arbeiter in allen Häfen, die das Gut Gerührt, Die 
angebrachten Vermerke kefen und beacdten können. 
Der Erporteur hat e8 felbit in der Hand, fih in einem 
gewiffen Umfang vor Schäden zu fhüben. Sin Teil ver Schä- 
den entiteht Durch da3 für dem Inhalt der NMifte verhänanisvolle 
Kanten, Viele Verlader alauben fih gegen das Kanten Dadurch 
Ichüßen zu fönnen, dak fie die Aufichrift „Oben“ nur auf einer 
Seite an der oberen Kante der Kilte anbringen. Der Schauter- 
mann wird durch eine folde Aufichrift Häufig getäufcht und {ft 
3er Anficht, daß die Seite, auf der das Wort „oben“ gefrieben 
{t, die obere Seite fei. €8 it alfo notwendig, an allen bier 
Ranten die entfpredjendenm Auffchriften „oben“ und „Unten“ an- 
zubringen, um Diefe Migverjtändniffe zu vermeiden. Bwec- 
näßig wird fein, außerdem Die Rijte mit dem Vermerk „Nicht 
türzen“ zu verfehen. Dabei it darauf zu achten, daß die Auf- 
OHriften fomwohl in Der Sprache dez Verfende- wie des 
Empfangälandes abgefaßt find. 
Weitere Schäden werden oft dadurch yerurfacht, daß Die 
Ramngierabijteifungen der Waggons vder um Die Kijte gefehla- 
jenen Drahtjtroppen der Kaikräne oder des Schiffähebegefhitr5 
yuf eine Nijtenwandung treffen, hinter der ein Hohlraum Liegt, 
Die Kijftentwandung wird Dadurch eingedrüct und ver Inhalt 
jer Rijte befhäbigt. E32 empfiehlt fich alfo, die Verfteifung 
nnerhalb der Kifte an ver Außenwand der Kijte Kenntlich zu 
nachen, damit gegen fie Die Augenvderfteifungen Lagern DDer 
xe Drahtitroppen entfprehend angebracht werden tönnen. Sin 
jeue8 Berfahren von Fabriken, die foivere Mafchinenkijten nach 
jeberfee zu verfenzen Haben, geht Dahin, die Stellen, an denen 
xie Anfhlagsdrahtftroppen angelegt werden Tollen, durch Striche 
wer Kettenabbildungen an der Augenfjeite felbit anzugeben, 
Dabei wird fi empfehlen, wie übrigenS auch hei undverpackten 
Mafcdhinenteilen, die Angabe des Schhwerpunktes diefes Stüdes 
aut vermerken, da die Kenntnis Des Schwerpunkte bei der Ber- 
'abung eine aroke Rolle {pielt. 
Die itaktenifhe Pojtwerwaltung verweigert die Annahme 
ede3 Ueberfeepakets, Defjen äußere Beichaffenheit nad ihrer 
Xnficht befürchten akt, daß die Sendung den Empfänger nicht 
inverfehrt erreichen wird. Poftpakete nach Ueberfee, die über 
Stalien geleitet werden follen, müffen De8halb befonders TOrg- 
'’altig und mit bejftem Siegellad oder mit Ylomben verfohloffen 
ınd befonderS dauerhaft je nach Inhalt in Holztkijten, Blech- 
'äjten, Leinen, Hanjitoff oder Wachsleinwand berpadt fein. 
Invorfhriftamäßia befhaffene Sendungen werden den WAWb. 
jendern zurüdgeageben. 
Xormulare. 
‚Die vorgefehriebenen Formulare find für Bahnjendungen 
pei den GüterannaHmeftellen, für Boftfendungen bei den Poft- 
atftalten, Urfiprungszeugniffe bei den Handelskammern und 
onfulatafakturen Dei den Konfukaten erhältlich. 
Zollvorfchriften. 
3ollbehandlung von Multern. 
Die meiften Verftöße werden von deutfchen Firmen bei 
er Auslegung des Begriffs zoWpflichtig“ begangen, indem fie 
zämlich vom der Borausfeßung ausgehen, daß Multer, die an 
ich ohue Handeläwert find, weil fie 3. B. unberecdhnet überfandt 
yerden, auch ohne weitere3 in allen Ländern zollfrei feien. Das 
jt aber TeineSfals der Fall. Bollfrei find. in dem meiften 
Zändern nur folche Mıtfter, Die entweder au3 unvermwendbaren 
Keinen AbfOnitten oder Probew beftehen, oder, fofern e3 fich um 
ertige GebrauchSgegenitänbde Handelt, wenn fie durch Sinihnei- 
jen oder Lochen für jeden anderen VBerwendungsSziwecd un- 
raudbar gemacht worden find, SIndeffen Laffen fih allgemeine 
Regeln über diefen Punkt nicht aufftellen, zumal da in man- 
hen Ländern auch weitergehende Augsnahmebeftimmungen Dbe- 
tehen, indem 3. B. Meinere Sendungen Dis zu einem GHeftimmten 
Mindejtgemwicht zullirei bleiben. €3 muß De3hafb im jedem ein- 
einen Falle Jorgfältig geprüft werden, ob Die betreffende 
Zendung nach den Vorfchriften des BeftimmungsSlandes 3o0U- 
flichtig ft oder nicht. 
Zollbehandölungen von Werbefchriften und Warenproben 
im Ausland, 
Die Förderung des Erbort3 {tößt Dadurch auf erhebliche 
zchmwierigkeiten, daß Warenproben und Werbefchriften in den 
geiftem Ländern der Verzollung unterliegen. LZältig ft e8 
horn, daß infolgedeffen nach dielen Ländern foldhe Gegenitände 
zicht in Briefen verfandt werden Dürfen. Der Hauptnachteif 
‘jegt aber Darin, Daß e€S Die Empfänger meijt ablehnen, für 
olche Warenproben und Werbefdhriften, die keinerlei BVerwen- 
jung zulajfen und auch keinen GebrauchzZwert haben, . ZoUl zu 
‚ablen und daher lieber die Annahme verweigern, zumal Die 
2ölle in einigen Ländern ziemlich hoch find.
	        

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Versand- Und Zollvorschriften Im Verkehr Mit Dem Ausland [Im Aufl. D. Bergischen Industrie U. Handelskammer Zu Reimacheid Zusgest U. Bearb von D. Zollauskunftstelle D. Handelskammer]. Ziegler [u.a.], 1927.
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