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Der historische Materialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Der historische Materialismus

Monograph

Identifikator:
175994050X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-137069
Document type:
Monograph
Author:
Gorter, Herman http://d-nb.info/gnd/118718207
Title:
Der historische Materialismus
Edition:
3., bedeutend verm. Ausg.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchh. für Arbeiterliteratur
Year of publication:
1928
Scope:
137 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der historische Materialismus
  • Title page
  • I. Die Aufgabe der Schrift
  • II. Was der historische Materialismus nicht ist
  • III. Inhalt der Lehre
  • IV. Unsere Beispiele
  • V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
  • IV. [i.E. VI.] Schluß

Full text

— 177 — 
In der Warengesellschaft ist der Geist der wichtigste 
Faktor. Er berechnet, er macht Erfindungen, er wägt und 
wiegt, er verkauft, er macht Gewinn, er uͤnterwirft, er be— 
herrscht Menschen und Dinge. Der Geist steht in der 
Warengesellschaft im Mittelpunlt des Lebens, wie die Sago 
palme bei den Papuas und die Schönheit und Körperkraft 
bei Homer Er ist das Maͤchtige. 
Die ersten großen Pholisophen der griechischen Waren— 
gesellschaft, Sokrates und Plato, sagen es offen, daß die 
Natur sie nicht interessiert, sondern nur die Erscheinungen 
des Denkens und der Seele. 
Dieser Uebergang ist eine deutliche Folge der Ent— 
wicklung der Technik, die die Warengesellschaft schuf. 
Im menschlichen Geist waren viele sonderbare Er— 
scheinungen, die man nicht verstand. Was waren die all— 
gemeinen Begriffe, die man im Geiste antraf, woher kamen 
sie? Was für eine wunderbare Macht war das Denken, 
das so leicht und wunderbar mit diesen allgemeinen Be— 
griffen operierte? Woher kam es? 
Von der Erde konnte es nicht kommen, denn auf 
Erden findet man nur besondere, keine allgemeinen Dinge! 
Und was waren die sittlichen Gefühle, diese Begriffe des 
Guten und des Bösen, die man in dem Geist antrifft, die 
aber in der Warengesellschaft so schwer anzuwenden sind? 
Denn dort ist, was für einen gut ist, schlecht für den an— 
deren: des einen Tod ist des anderen Brot, und der Vor— 
teil einer Privatperson bedeutet dort oft einen Nachteil 
für die Gesamtheit. 
Das waren alles Rätsel, die damals für die großen 
Denker Plato, Sokrates, Aristoteles, Zeno und so viele 
andere unlösbar waren, die aus der Natur und der Er— 
fahrung nicht erklärt werden konnten und sie dazu führen 
mußte, zu behaupten, der Geist sei göttlichen Ursprunges. 
Die soziglen Triebe und Gefühle sind von so enormer 
Bedeutung für den Menschen, daß, wenn sie durch die 
Waxengesellschaft zerrissen werden, die Untersuchung, woher 
sie stammen und wie sie wiederherzustellen sind, für die 
Menschen notwendig wird. Sie sind auch so kraäftig und 
herrlich und erhaben, nach ihnen zu handeln gibt einen 
solchen Genuß und eine solche Erhohung der Kraft, daß, 
wenn das Handeln nach ihnen unmöglich wird, ihre Hert 
lichkeit einen idealen Glanz bekommt und es erscheint, als 
müßten sie aus einer anderen höheren Welt herkommen 
Zu ihrer Erklärung ist dann nicht meht wie für die 
zahlreichen Naturerscheinungen ein Himmel mit vielen
	        

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Der Historische Materialismus. Buchh. für Arbeiterliteratur, 1928.
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