Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der historische Materialismus

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Der historische Materialismus

Monograph

Identifikator:
175994050X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-137069
Document type:
Monograph
Author:
Gorter, Herman http://d-nb.info/gnd/118718207
Title:
Der historische Materialismus
Edition:
3., bedeutend verm. Ausg.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchh. für Arbeiterliteratur
Year of publication:
1928
Scope:
137 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der historische Materialismus
  • Title page
  • I. Die Aufgabe der Schrift
  • II. Was der historische Materialismus nicht ist
  • III. Inhalt der Lehre
  • IV. Unsere Beispiele
  • V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
  • IV. [i.E. VI.] Schluß

Full text

100 — 
—5 
— 
Funktion hatten: ein Heiliger für die Winzer, einer für die 
Heuernte, eine Heilige, die bei Kindesnöten half uswp Gott 
var also mit dieser Umgebung ein Abbild des Kaisers oder 
des Papstes mit ihren untergeordneten weltlichen und 
geistigen Mächten. Und unter all diesen Engeln und Hei— 
ligen stehen die Menschen, lebende und tote: Ein Abbild 
der irdischen Gemeinden und des irdischen Volkes. Die 
Produktions- und Eigentumsverhältnisse auf Erden, die 
hdersönliche Abhängigkeit der Fürsten, Adligen, Bischöfe, 
Abte, Leibeigenen und des Volkes wurden von den herr— 
schenden Klassen einfach als die Wirkung, die Schöpfung 
Jjerade einer solchen himmlischen Gesellschaft dargestellt, die 
war auch unbegreiflich war, aber gerade wegen ihrer Gött— 
lichkeit nicht richtig begriffen zu werden brauchte. Und die 
naiven Glaͤubigen nahmen in ihrem Drang, die Gesellschaft, 
den geheimnisvollen Menschengeist und das „Gute“ und 
das „Böse“ zu begreifen, diese Darstellung an. 
Nie, zu keiner uns bekannten Zeit war die Religion 
so deutlich die Widerspiegelung der Gesellschaft. Der Geist 
schuf ein himmlisches Bild der irdischen Gesellschaft. Nie 
war sie auch so sehr ein Mittel zur Unterdrückung als sie es 
in der katholischen Kirche war und noch ist. Denn die Him— 
melsordnung soll doch gewiß auch auf der Erde bestehen! 
Dies änderte sich wiederum, als die Städte immer 
mehr emporkamen. 
Der Stadtbürger in Italien, Süddeutschland, den 
Hansastädten, in Frankreich, Flandern, England, den 
Niederlanden wurde durch Handel und Industrie mächtig 
und selbständig. Er befreite sich aus den drückenden 
Banden, worin der Adel ihn gefesselt hielt. 
Der Besitz von Kapital, das nur ihm gehörte, womit 
er tun konnte, was er wollte, machte ihn zu einem freien, 
unabhängigen Individuum, das nicht mehr von der 
Gnade eines Herrn abhängig war. Erstand der Ge— 
sellschaft anders gegenuber adls der Hörige, 
aus dessen Stand er oftmals hervorgegangen war, anders 
auch als der Adlige oder der Geistliche 
Weil er sich in der Gesellschaft anders fühlte, fühlte 
er sich anders gegenüber der Welt. Und darum brauchte er 
eine andere Religion, denn in der Religion drückten die 
Menschen dasjenige aus, was sie als ihr Verhältnis zur 
Welt empfanden. 
Weil er mit seinem Kapital, das er sich mit seiner In— 
dustrie, seiner Technik und seinem Handel erworben hatte, 
in der Welt tun konnte, was er wollte, weil er ökonomisch
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Landwirtschaftlichen Zölle. Dt. Schriftenverl., 1926.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.