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Der historische Materialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Der historische Materialismus

Monograph

Identifikator:
175994050X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-137069
Document type:
Monograph
Author:
Gorter, Herman http://d-nb.info/gnd/118718207
Title:
Der historische Materialismus
Edition:
3., bedeutend verm. Ausg.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchh. für Arbeiterliteratur
Year of publication:
1928
Scope:
137 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der historische Materialismus
  • Title page
  • I. Die Aufgabe der Schrift
  • II. Was der historische Materialismus nicht ist
  • III. Inhalt der Lehre
  • IV. Unsere Beispiele
  • V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
  • IV. [i.E. VI.] Schluß

Full text

—— 
— 
Die Gottheit ist dort das Bild des Kapitals selbst, 
und der Menschheit, des Menschen, unter dem Kapital. 
Außerdem wird das Elend mit dem wachsenden Ka— 
pitalismus größer, die Gesellschaft wird immer verwickelter 
und schwieriger zu durchschauen, und es wird immer un— 
möglicher, herauszufinden, was wirklich gut, was wirklich 
schlecht für alle ist. Insichgehen, Spekultatlon, Vergeisti 
gung werden die einzigen Mittel, um inmitten des Kamp— 
fes und des wütenden Treibens der Warenproduktion und 
des Handels Gewißheit, Festigkeit, Glück zu finden. 
So sehen wir auch das Bild Gottes immer mehr ver— 
einsamen, sich immer mehr vergeistigen, immer abstrakter 
werden. Bei den großen Philosophen des siebzehnten 
Jahrhunderts, bei Descartes, Spinoza und Leibniz ist 
Gott zu einem riesiigen Wesen geworden, außerhalb 
dessen nichts ist. Bei Spinoza, der vielleicht das voll⸗ 
endteste philosophische System eutworfen hat — man hat 
es gern mit einem vollkommen geschliffenen, makellofen 
Diamanten verglichen —, bei Spinbza ist Gottein Riesen⸗ 
körper mit einem Riesengeist, außer dem nichts ist und der 
sich immerfort für sich bewegt und denkt. Ein Bild des 
individualistischen Menschen. 
Auch wurde mit der Entwicklung der Technik und des 
Kapitalismus die Erkenntnis der Natur immer größer; 
die Natur wurde im siebzehnten und achtzehnten Jahrhun— 
dert in ihrem wirklichen Zusammenhang schon so weit ver— 
standen, daß das Unverfländliche, das Gbttliche aus ihr 
derschwand. Der Geist dagegen, das Verstehen selbst, die 
Algemeinen Begriffe des Guken und Bösen und die doge— 
raunten geistigen Wissenschaften wurden noch nicht erfaßt. 
Dadurch geriet in der Religion die Natur, die Malerie 
immer mehr in den Hintergrund Gott wurde immer mehr 
zu einem gespenstigen, abstrakten Geiste, weit von der Re— 
Aität. Dazu trug die alte christliche Verachtung „des 
Fleisches“ nicht wenig bei Und auch die Trennung der 
Kopf⸗ und Handarbeit, die sich, je verwickelter die Technik 
und je größer die Arbeitsteilung wurde, immer verkiefte, 
und wobei die Kopfarbeit den besttzenden Klassen, die Haud 
arbeit dem Proletariat zufiel, — auch diese Trennuug be— 
wirkte, ebenso wie in der griechischen Welt, daß in der Re— 
ligion die Materie gänzlich wegfiel. Aus allen diesen Ur— 
sachen nannte der Philosoph Kant alle zeitlichen und 
räumlichen Dinge bloß Erscheinungen, denen keine wirk— 
liche Existenz zukam. Der Philosoph Fichte anerkaunte 
nur ein geistiges Subjekt oder Ich, der Philosoph Hegel
	        

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Statistik Und Verwaltung Mit Besonderer Berücksichtigung Der Preussischen Verwaltungsreform. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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