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Der historische Materialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Der historische Materialismus

Monograph

Identifikator:
175994050X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-137069
Document type:
Monograph
Author:
Gorter, Herman http://d-nb.info/gnd/118718207
Title:
Der historische Materialismus
Edition:
3., bedeutend verm. Ausg.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchh. für Arbeiterliteratur
Year of publication:
1928
Scope:
137 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Inhalt der Lehre
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der historische Materialismus
  • Title page
  • I. Die Aufgabe der Schrift
  • II. Was der historische Materialismus nicht ist
  • III. Inhalt der Lehre
  • IV. Unsere Beispiele
  • V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
  • IV. [i.E. VI.] Schluß

Full text

XXIV 
Begleitwort. 
durchaus anderen Hergang nimmt, als in der Naturwissenschaft. Die 
ganze Methodologie des „Idealtypus“ gründet sich ja letzten Endes 
auf die besondere Eigenart des „Stoffes der Sozialwissenschaft“! 
So sucht auch den Rückhalt an „Tatsachen“ zwar jegliche Er 
fahrungswissenschaft, in der einen nicht anders wie in der anderen 
Gruppe. Aber jener tiefe Gegensatz im Stoff des erfahrungswissen 
schaftlichen Erkennens schneidet schroff auch in die Welt der Tatsachen 
ein. Es führt der gegensätzliche Modus der Erfahrung unabwendbar 
dazu, daß die Wirklichkeit da und dort ganz anders zu Tatsachen ein 
gedacht und verbucht wird. „Tatsache“ heißt es da wie dort, aber 
vom „Faktum“ scheidet sich grundwesentlich das „Datum“: Die Sozial 
wissenschaft hat „Fakten“ geistig zu bewältigen, die Naturwissenschaft 
„Daten“. Damit verknüpft es sich auch, und gerade dies ist von 
höchster Wichtigkeit, daß unsere Wissenschaften das letzte Ziel der 
Erkenntnis ganz wo anders suchen müssen als die Naturwissenschaft. 
Nur in der Naturwissenschaft spricht sich das letzte Wort der Erkenntnis 
im „Naturgesetz“ aus. Aber wahnhaft hält man daran fest, daß ein 
Gleiches auch bei uns gälte. In Wahrheit ist es von einer sehr 
minderen Erkenntniswürde, was sich bei uns als „Gesetz“ brüstet. Wo 
aus bloßer Durchzählung Regelmäßigkeit der Zahlen hervorgeht, wie 
etwa bei der Zahl der jährlichen Selbstmorde und Verbrechen, da ist 
von einem Zusammenhang im Geiste des „Gesetzes“ überhaupt keine 
Rede; hier bestätigt sich nur schlecht und recht der Wahrscheinlich 
keitskalkül in der großen Zahl des Durchgezählten. Aber selbst das 
vielberufene Zusammentreffen etwa der Bewegung von Getreidepreis 
und Heiratsziffer, auch das läßt doch nichts in der Art eines Natur 
gesetzes „begreifen“, als ein Mittel der Erkenntnis, es will umgekehrt 
seinerseits „verstanden“ sein und nichts fällt auch leichter als diesen 
Zusammenhang zu „verstehen“. Ähnlich liegt es bei den Zusammen 
hängen, die aus Zwang der Vernunft weben und sich aus dem an 
schaulich Erlebten unmittelbar, und so auch „idealtypisch“ generell 
aufgreifen lassen. In bündiger Fassung ausgesagt, ergeben diese 
vernunftmäßig zwingenden, also völlig durchschaubaren Zusammen 
hänge dann die berühmten „ehernen Gesetze des Wirtschaftslebens“, 
gleich der Bauernregel von „Angebot und Nachfrage“. Darauf aber 
verfallen kann natürlich jeder vernünftig Denkende auch außerhalb 
der Wissenschaft, jederzeit, und tatsächlich sind diese Dinge der Praxis 
des Lebens längst schon geläufig. Man glaubt also das „letzte Ziel“ der 
Wissenschaft ausgerechnet dort zu sehen, wo sie selber in Wahrheit noch 
gar nicht angefangen hat! Es ist einmal so, unsere Wissenschaften 
stellen sich besonders darin in einen scharfen Gegensatz zur Naturwissen-
	        

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La Defensa Social. Impr. Nacional, 1929.
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