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Der historische Materialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Der historische Materialismus

Monograph

Identifikator:
175994050X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-137069
Document type:
Monograph
Author:
Gorter, Herman http://d-nb.info/gnd/118718207
Title:
Der historische Materialismus
Edition:
3., bedeutend verm. Ausg.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchh. für Arbeiterliteratur
Year of publication:
1928
Scope:
137 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Unsere Beispiele
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der historische Materialismus
  • Title page
  • I. Die Aufgabe der Schrift
  • II. Was der historische Materialismus nicht ist
  • III. Inhalt der Lehre
  • IV. Unsere Beispiele
  • V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
  • IV. [i.E. VI.] Schluß

Full text

Und die Revolution, die jetzt in 1918 nach und durch 
den Weltkrieg entstanden ist, kann auch niemand mehr der 
Schlechtigkeit der menschlichen Natur zuschreiben, jeßt, wo 
die arbeutenden Klassen unter dem Kapitalismus keine Exi⸗— 
stenz mehr haben. 
Die Gesellschaft hat eine derartige Entwicklungshöhe 
erreicht, daß die mate riellen Ursachen unseres mat e— 
riellen Daseins ebenso wie in der Natur auch in der 
Gesellschaft offen zutage liegen. 
Ebensogut wie wir wissen, daß die Sonne die Quelle 
alles na tuͤrlichen Lebens auf Erden ist, ebensogut 
wissen wir, daß der Arbeilsprozeß und die Produktions— 
verhältnisse die Ursachen davon sind, daß unser gesell— 
schaftliches maäterielles Leben so ist, wie es ist 
Der Arbeiter beobachte mit ruhigem festem Blick sein 
eigenes materielles Dasein, das seiner Kameraden und der 
über ihm stehenden Klassen, und er wird finden, daß das 
Gesagte richtig ist. Das wird ihn schon von manchem Vor— 
urteil und Aberglauben befreien. 
Schwieriger wird die Frage erst, wenn es sich darum 
handelt, den Zusammenhang zwischen materieller Arbeit, 
Produktions⸗ und Eigentumsverhaltnissen und geisti— 
gem Sein zu erkennen Die Seele, der Geist, das Gemüt, 
die Vernunst, sie sind uns und unseren Vorfahren so lange 
als das Eigentliche, das Bessere, das Allgewaltige (dann 
und wann sogar als das Einzige) hingestellt worden! 
Und dennoch wenn wir sagen: „Das gesellschaft— 
liche Sein bestimmt das Bewußtsein“, so ist diese These in 
ihrer allumfassenden Bedeukung zwar eine große neue 
Wahrheit, aber schon bo r Eugels und Marx war sehr viel 
gesagt und bewsefen und angenommen worden, was nach 
derselben Richtung hinwies und die von ihnen gefundene 
höhere Wahrheit vorbereitete 
Glaubt, ja weiß jetzt zum Beispiel nicht jeder ge— 
bildete Mensch und hatten nicht viele vo r Marx und 
Engels schon klar bewiesen, daß Gewohnheit, Erfahrung, 
Erziehung, Umgebung den Menschen auch geistig bil— 
den? Und sind unsere Gewohnheiten nicht Produkte der 
Gesellschaft? Sind die Menschen, die uns erziehen, nicht 
selbst von der Gesellschaft erzogen worden, und geben sie 
uns nicht eine gesellschaftliche Erziehung? Ist unsere Er— 
fahrung nicht eine gesellschaftliche? Wir leben doch nicht 
einsam wie Robinson? Unsere Umgebung ist doch in erster 
Linie die Gesellschaft; erst mit unserer Gesellschaft leben
	        

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Der Wirtschaftskrieg. Verlag der Niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer, 1915.
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