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Der historische Materialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Der historische Materialismus

Monograph

Identifikator:
175994050X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-137069
Document type:
Monograph
Author:
Gorter, Herman http://d-nb.info/gnd/118718207
Title:
Der historische Materialismus
Edition:
3., bedeutend verm. Ausg.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchh. für Arbeiterliteratur
Year of publication:
1928
Scope:
137 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der historische Materialismus
  • Title page
  • I. Die Aufgabe der Schrift
  • II. Was der historische Materialismus nicht ist
  • III. Inhalt der Lehre
  • IV. Unsere Beispiele
  • V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
  • IV. [i.E. VI.] Schluß

Full text

— — 
— ——77— 
96 
Bekanntlich führt das aus dem kapitalistischen System 
hervorgehende Elend viele zum Mißbrauch des Alkohols 
Der Kapitalismus bringt jedoch auch die Elenden zur 
Organisation und zum Kampf und bildet dadurch 
in ihnen die Sittlichkeit heran: Gefühle der Solidarität, 
größere moralische Widerstandskraft, Tapferkeit, Stolz 
usww Diese Sittlichkeit, diese sozialen Triebe führen zur 
Enthaltung oder Mäßigung, und letztere bewirken, daß die 
politischen Ueberzeugungen auch klarer und die politische 
Kraft der früher so Elenden viel größer werden, Die Sitt— 
lichkeit hat dann auf das Wissen, das Denken, auf die 
Ideen üͤber Recht, Eigentum und Klassenkampf zurück— 
gewirkt. 
Es bleibt aber nichtsdestoweniger richtig, daß die Aen— 
derung in der Sittlichkeit aus der Entwicklung der Produk— 
tivkräfte herstammt — ohne diese wäre ja der Unglückliche 
nie zur Organisation und zum Bewußtsein seiner Kraft ge— 
kommen — aber es besteht eine Ruckwirkung, eine Wechsel— 
wirkung zwischen allen diesen geistigen Gebieten, die, alle 
in der gesellschaftlichen Arbeit wurzelnd, einander beein— 
flussen. 
Unsere Gegner wollen uns oft damit widerlegen, daß 
sie auf die Wirkung der geistigen Ursachen, der Religion, 
der Sittlichkeit, der Wissenschaft hinweisen. Der Kom— 
munist wird sich dadurch nicht irreführen lassen Er wird 
gern die Wirkung der geistigen Kräfte anerkennen — 
wozu brächte er sonst selber die Geister so sehr in Aufruhr, 
wenn er glaubte, daß sie nichts vermgen? — aber er wird 
auch untersuchen, wodurch diese geistige Kraft, bevor sie 
diese Wirkung ausübte, in Bewegung geriet. Und dann 
wird er die Entwicklung der Produktion und der Produk— 
tfionsverhältnisse als Ursache letzter Instanz dafür heraus— 
finden 
Wir haben schon früher bei der Besprechung der Po— 
litik darauf hingewiesen, daß man sich den historischen Ma— 
terialismus nicht mechanisiert, den Einfluß der Produk— 
lionskräfte und Verhältnisse nicht bei einem jeden als ge— 
nau dieselben vorstellen soll. So ist es auf jedem Gebiete 
des Denkens und besonders bei der Ethik 
Jede Klasse hat ihre eigene Sittlichkeit, sagt Engels, 
aber auch jeder Mensch 
Und nicht weniger schön sagt Labriola: „Wie sollte je 
die allgemeine Moxral, die die Klassen und Individuen 
aus hren Bedürfnissen heraus machen, eine ursprüngliche 
Quelle ihrer Taten sein önnen?“
	        

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Der Historische Materialismus. Buchh. für Arbeiterliteratur, 1928.
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