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Compte rendu des travaux de la Chambre Syndicale pendant lʹannée 1926

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Bibliographic data

fullscreen: Compte rendu des travaux de la Chambre Syndicale pendant lʹannée 1926

Monograph

Identifikator:
1759941719
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-137382
Document type:
Monograph
Title:
Compte rendu des travaux de la Chambre Syndicale pendant lʹannée 1926
Place of publication:
Marseille
Publisher:
Soc. Anonyme du Sémaphore de Marséille
Year of publication:
1927
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Documents Annexes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

27. Die Einschränkung der Goldansprüche an die Notenbank usw. 115 
ferung an den Anblick von Goldmünzen gewöhnt ist- die Stärkedemon 
stration der Notenbank zur kritischen Zeit ist leicht und mit intensiver 
Wirkung durchzuführen. Bei Goldzirkulation dagegen sieht sich die 
Notenbank gerade im Zeitpunkt, in dem stärkste Bereitschaft dem Aus 
land gegenüber notwendig ist, erheblichen Einlösungsansprüchen aus 
dem innern Verkehr gegenüber. Die Diskonterhöhung erweist sich 
in solchen Tagen nicht als ausreichendes Mittel zur Gewinnung von 
Gold, da die internationale Bewegung kurzfristiger Napitalien in kriti 
schen Zeiten Störungen unterliegt und die Heranziehung von Gold aus 
dem innern Verkehr infolge des so stark entwickelten Ueberweisungs- 
wesens nur durch sehr empfindliche Einschnürung der Nreditgewäh- 
rung möglich ist,- diese Maßnahme würde aber inmitten einer allge 
meinen Beunruhigung auf die Wirtschaft gefährlich einwirken. Oie 
rasche Einführung von Noten in die Zirkulation erregt aber bei auch 
nur einigermaßen beunruhigter Stimmung leicht Mißtrauen — für 
Ersetzung der Goldzirkulation durch Papier müssen Zeiten ruhiger 
Entwicklung gewählt werden, soferne man nicht, wie in Nriegszeiten, 
durch Verhängung des Zwangskurses den Eingang der kleinen Noten 
in den Verkehr erzwingt. 
Ze mehr eine Wirtschaft rasch folgende Perioden der Hochkon 
junktur oder Zeiten politischer Schwierigkeiten durchzumachen hat, desto 
stärker werden diese Momente wirksam werden, die zur Vereinigung 
des Goldvorrats bei der Notenbank hindrängen. Gold bei der Noten 
bank zentralisiert ist von ganz anderer Wirksamkeit als die gleiche Summe, 
in unzählige Taschen zerstreut,- an die Notenbank wendet sich der Be 
gehr nach Gold, nach dem Goldbestand der Zentralbank wird in kriti 
schen Tagen die internationale Kreditfähigkeit des Landes beurteilt. 
Oie Bankgeschichte der vereinigten Staaten bietet das deutlichste Bei 
spiel für die Notwendigkeit der Goldzentralisation: dort waren bis zur 
jüngsten Bankreform außerordentlich große Goldbestände vorhanden, 
es fehlte aber an einem Zentralorgan, bei dem man sich das Gold im 
Bedarfsfall holen konnte. Oie Nonsequenz dieser Erfahrung führt 
aber nicht blos zur Forderung der Schaffung von Zentralnotenbanken, 
sondern der Zentralisierung des Goldes überhaupt. 
Manche Staaten haben die Goldzentralisierung durch Beibehal 
tung des Zwangskurses verschärft — ein System, dem die Anhänger 
der Goldzentralisierung seit einem Jahrhundert zugetan sind. Solange 
England nicht Zwangskurs einführt, ist es für die großen mit England 
konkurrierenden wirtschaftsreiche unmöglich eine andere Haltung ein 
zunehmen, da ihre Wechsel im Ausland mit der Devise London nicht den 
8*
	        

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Régime Des Chambres de Commerce. Libr.-impr. réunies, 1894.
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