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Lenin, Vladimir Ilʹič Ulʹjanov

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Bibliographic data

fullscreen: Lenin, Vladimir Ilʹič Ulʹjanov

Monograph

Identifikator:
1761921606
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-140735
Document type:
Monograph
Author:
Drahn, Ernst http://d-nb.info/gnd/116194588
Title:
Lenin, Vladimir Ilʹič Ulʹjanov
Edition:
2., verb. und verm. Aufl
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Prager
Year of publication:
1925
Scope:
80 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Lenin, Vladimir Ilʹič Ulʹjanov
  • Title page
  • Contents
  • Lebensdaten Lenins und politische Ereignisse in Rußland
  • Biographien in russischer Sprache
  • Lenin-Bibliographie

Full text

31 
grüßte sie, dann aber sprach er mit lauter Stimme: „Ihr und ich, wir 
wollen zusammen leben, da wir ja doch nun einmal Kameraden sind, 
aber ihr müßt mir versprechen, auf mein Wort zu hören, denn ich bin 
in allen Wissenschaften Meister und werde euch den rechten Weg 
weisen.“ Da sagten die Soldaten nach Soldatenart: „Zu Befehl!“ 
Auch die Fabrikarbeiter und schreibkundigen Leute, die allerlei Hand- 
werk kennen, widersekten sich nicht. Die Bauern aber ärgerten sich, 
daB er einen so schlechten Handel mit dem Zaren Nikolaus gemacht 
hatte. Sie riefen ihm zu: „Warum hast du dir das viele Geld aus den 
Taschen und Kassen der Reichen entgehen lassen? Wir hätten uns 
darin teilen können, in der Wirtschaft wäre es uns nötig gewesen!“ 
Lenin aber lachte, schüttelte den Kopf und gab ihnen zur Antwort: 
„Schreit nicht und klagt nicht, nehmt euer Land und Vieh und wirt- 
schaftet. Das Weitere wird sich finden. Jene Gelder hätten nicht ge- 
reicht, denn ihr seid viele Tausende, der Leute mit den weißen 
Knochen aber nur einige Hundert. Nicht lange wird es dauern, so 
sind die Leute mit den weißen Knochen aus der Welt geschafft; mir 
fehlt in meinem Zauberspruch nur noch ein Wort, auf das ich mich erst 
besinnen muß. Ein anderes habe ich aber für alle schwarzen Knochen 
auf der Erde; sobald ich es ausspreche, findet kein weißer Knochen 
mehr Soldaten und Arbeiter für sich. Alle werden zu mir stehen und 
keiner wird sich ihnen verdingen. Da sie selbst aber nicht schaffen 
und nur verleben, werden sie sich nicht lange halten können!“ Es 
dauerte nun wieder eine Weile, da kam eines Tages ein Reiter zu 
Lenin und brachte ihm Nachricht vom weißen Zaren. In dem Brief 
stand zu lesen: „Du hast mich betrogen, Lenin. Du hast mir alle 
schwarzen Knochen genommen und nur die weißen gelassen. Meine 
goldstrobenden Generale und hochgeborenen Offiziere sind ohne Sol- 
daten wie abgestandene Pferde. Sie saufen nur und fressen sich 
einen Bauch an. Die Herren Gutsbesiber sind auch bald mit ihren 
Vorräten fertig, sie tragen schon ihre lebten Kleider, deren Samt und 
Seide zerrissen und verschlissen ist. Mein Kaufleute sind ruiniert, 
ohne die Bauern können sie ihre schlechte Ware nicht loswerden. 
Meine Fabrikanten haben alle Maschinen verdorben, da sie selbst in 
deren Gebrauch keine Uebung haben und alles nur aus Büchern 
wissen. Das fremdländische Volk mit schwarzen Knochen will sich 
bei mir auch nicht verdingen, da es zu Dir hinstrebt. Dein Zauber- 
spruch hat es ihnen angetan. Lange wird es nicht mehr dauern und 
meine w AB nöchigen Untertanen werden von der Erde verschwin- 
en. “9a 
26) Vergl. „Arbeiterliteratur“. Wien 1924. 8% No. 7/8.
	        

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Lenin, Vladimir Ilʹič Ulʹjanov. Prager, 1925.
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