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Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

Monograph

Identifikator:
1762680025
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-144170
Document type:
Monograph
Author:
Bücher, Hermann http://d-nb.info/gnd/13356293X
Title:
Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
Year of publication:
1925
Scope:
44 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Title page
  • Contents
  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Gegenwärtiger stand der Handelsvertragsverhandlungen
  • Arbeiten des Reichswirtschaftsrates für die Zolltarifrevision
  • Grundsätzliche fragen der Steuerreform

Full text

HAUPTAUSSCHUSSITZUNG PY lan 
DES REICHSVERBANDES DER DEUTSCHEN IND ) STRIE: Si 
Mittwoch, den 1. April 1925 / vormittags 10 Uhr \VZ 
im Gebäude des Reichswirtschaftsrats zu Berlin. wu Kiel» 
An 
Vorsitzender Herr Geheimer Regierungsrat 
Prof. Dr. C, Duisberg: 
Meine sehr geehrten Herren vom Haupt: 
ıusschuß! Als wir vor 4 Wochen zu einer 
Ausschuß-Sitzung hier versammelt waren, 
wurden wir durch den plötzlichen Tod des 
xeichspräsidenten Friedrich Ebert über- 
‚ascht und in tiefe Trauer versetzt. Nach- 
dem wir seiner anerkennend und ehrend ge: 
dacht, brachen wir unsere geschäftliche 
Sitzung ab und gaben auch für die den 
Abend in Aussicht genommene Ehrung für 
Dr. Sorge auf. Heute stehen wir wieder 
ınter dem schmerzlichen Eindruck eines 
zroßen Unglücks, das sich gestern in der 
Nähe von Detmold bei einer militärischen 
Jbung unserer Reichswehr ereignet und ca. 
50 braven Soldaten — Offizieren, Unter- 
»fizieren und Mannschaften — das Leben 
zekostet hat. Dabei haben wir noch nicht 
vergessen, sondern leiden noch sehr unter 
lem schweren Unfall, der vor etwa 7 
Wochen die Zeche „Minister Stein“ bez 
troffen, bei dem infolge schlagender Wetter 
ınd Kohlenstaubexplosionen 130 Bergleute 
ihr Leben lassen mußten. Das deutsche 
Reich wird wirklich in der letzten Zeit, wie 
selten zuvor, von schweren Schicksals- 
schlägen heimgesucht, die unsere an und für 
sich schon schwierige inner: und außenpoli- 
tische Lage noch mehr verschlimmern. Allen 
vom Unglück so hart betroffenen Ange: 
hörigen dieser Verstorbenen unser herz: 
lichstes Beileid und innigstes Mitgefühl auch 
heute hier an dieser Stelle auszusprechen, 
ist uns Bedürfnis und entspricht unserem 
Pflichtgefühl als Menschen und deutsche 
Staatsbürger. 
Ich hatte, als ich zuletzt hier stand, die 
Absicht, Ihnen einiges darüber zu sagen, wie 
ich und warum ich an diese Stelle ge- 
kommen und Vorsitzender des Präsidiums 
les Reichsverbandes der Deutschen Industrie 
geworden bin. Sie haben sicherlich schon 
gehört, daß, als mein Vorgänger im Amt, 
Dr. Sorge, sich endgültig entschloß, die 
Leitung des Reichsverbandes, die er fast 
6 Jahre lang geführt, aufzugeben, wir — und 
ich mit in erster Linie — mit der Laterne 
nach einem Nachfolger gesucht und überall 
Xörbe bekommen haben. Nach wiederholter‘ 
Ablehnung habe ich mich dann schließlich, 
lem schriftlichen und mündlichen Drängen 
neiner Freunde folgend, entschlossen, nicht 
jem eigenen Triebe, sondern lediglich und 
ıllein der Pflicht folgend, das große Opfer 
zu bringen und den Versuch zu wagen, die 
?ührung des großen Reichsverbandes zu 
ibernehmen. Daß mir das bei meiner großen 
jeschäftlichen Inanspruchnahme nicht leicht 
jefallen ist, können Sie sich. denken, zumal 
n dieser schweren Zeit und bei der Un- 
nöglichkeit, meinen Wohnsitz, wie es eigent, 
ich nötig wäre, von Leverkusen nach Berlin 
zu verlegen. Aber getreu meiner Lebens- 
'egel „was man einmal übernimmt und tut, 
ias muß man ganz tun“, will ich mein 
3Zestes einsetzen, es so gut als möglich zu 
nachen. (Beifall.) 
Meine sehr verehrten Herren: Sollen 
wir jedoch die großen Aufgaben der Wirt- 
schaft, die uns diese ungewöhnliche Zeit 
stellt, erfolgreich lösen, so muß ich nicht 
wur auf die dauernde Unterstützung meiner 
Kollegen im Präsidium und Vorstand, son- 
lern auch auf Ihre tatkräftige Hilfe rechnen. 
Jank einer weitgehenden Arbeitsteilung im 
>räsidium hoffe ich, wird es gelingen, die 
jesamte deutsche Industrie im Reichsver: 
yand immer fester und untrennbar zu: 
ammenzuschließen und, was die Hauptsache 
st, noch vorhandene Gegensätze zu besei: 
igen und neue nicht aufkommen zu lassen. 
Nur Einigkeit macht stark und gibt uns die 
»rforderliche Stoßkraft, unsere für den Be: 
itand unserer Industrie nötigen Beschlüsse 
lJurchzusetzen. 
Die Übernahme dieses sorgenvollen 
Amtes wurde mir noch dadurch besonders 
schwer gemacht, daß nicht nur der Kapitän, 
‚sondern auch gleichzeitig der Steuermann, 
Jerr Geheimrat Bücher, der bisher das 
Schiff unseres Verbandes so erfolgreich ge; 
‘ührt und geleitet hat, uns verlassen und 
ine andere Tätigkeit übernehmen will. 
Wenn er zwar als geschäftsführendes Prä- 
;idialmitglied heute austritt, so ist er be- 
‚eit, sofort wieder als Präsidialmitglied in 
Jen Reichsverband einzutreten, wenn Sie, 
woran ich nicht zweifele, dem diesbezügr
	        

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Grundlagen Der Wirtschafts- Und Handelspolitik. Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, 1925.
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