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Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

Monograph

Identifikator:
1762680025
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-144170
Document type:
Monograph
Author:
Bücher, Hermann http://d-nb.info/gnd/13356293X
Title:
Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
Year of publication:
1925
Scope:
44 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Title page
  • Contents
  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Gegenwärtiger stand der Handelsvertragsverhandlungen
  • Arbeiten des Reichswirtschaftsrates für die Zolltarifrevision
  • Grundsätzliche fragen der Steuerreform

Full text

jroßen von Partsch geleiteten und inaugu:- 
vierten Tätigkeit, bei dem ihm natürlich die 
besten Kämpen zur Seite gestanden haben, 
es doch gelungen ist, die Atmosphäre in die- 
sen Schiedsgerichten von Grund auf zu än- 
dern, so daß die wenigen Senate, die heute 
aoch in dieser Hinsicht zu wünschen übrig 
assen, wenigstens widerwillig genötigt 
waren, ihrer Rechtsprechung auch Zügel 
ınzulegen. Ich meine, der moralische Erfolg 
iegt darin, daß man gezeigt hat, daß auch 
Dei unserer vom Machtstandpunkt so üblen 
Stellung aus mit dem nötigen Aufand an 
Geist, vor allem aber auch mit dem in die 
tichtige Form gekleideten Appell an die Ge: 
vechtigkeit etwas zu erzielen ist. Und ich 
glaube, daß er uns dieses gezeigt und bewie- 
sen hat, das allein ist ein Verdienst, das nicht 
1och genug anzuschlagen ist. 
Wie er die Brücken, die sehr seltenen 
Brücken zwischen Wissenschaft und Verwal: 
‚ung geschlagen hat, so hat er dann später 
ıuch eine Brücke zwischen Wissenschaft und 
Wirtschaft geschlagen, indem er sich, als im 
vorigen Jahre unser Institut neu organisiert 
vurde, mit zwei seiner Kollegen, den Professo- 
en Wolff und Titze, zusammen bereit er: 
‘lärte, die wissenschaftliche Leitung unseres 
nstituts für ausländisches Recht zu über- 
ıehmen. Unser Freund Bücher hat damals 
nn seiner der Wissenschaft an sich freund: 
ich gesinnten Einstellung ersehen, daß aus 
diesem Institut auf die Dauer nur etwas 
Nutzbares gemacht werden kann, wenn es in 
z;cht wissenschaftlicher Weise geleitet würde. 
Ind ich glaube, es ist ihm auch dabei klar 
jewesen, daß der Nutzen nicht nur unmittel: 
3ar der Wirtschaft durch die erteilten Aus: 
künfte zugute kommen würde, sondern auch 
Jladurch, daß die berufensten Lehrer ihrer: 
zeits die Fühlung mit der Praxis bekommen 
sollten und bekommen konnten. Was Partsch 
hier geleistet hat, ist vielen von Ihnen un: 
mittelbar bekannt. Ich glaube wohl sagen 
zu dürfen, daß dieses Institut in der Ent: 
wicklung, die es bisher genommen hat, alle 
msere Erwartungen erfüllt hat, nach meiner 
Ansicht aber auch heute noch nicht das 
Ende dessen erreicht hat und uns in Zukunft 
Doch ganz gewiß viel größere Dienste leisten 
wird, 
Kaum hatten wir das Institut in dieser 
Weise neu Organisiert, ergab sich allerdings 
sine Gelegenheit von ganz besonderer Art. 
Das war das Dawes-Gutachten. Hier hatten 
wir Rat von allererster Stelle nötig, und vor 
allem Rat von solchen Personen, die in dem 
englischen und französischen Recht von 
rund aus bewandert waren. Hier stellte 
;ich Partsch wiederum zur Verfügung und 
ıat insbesondere uns bei der Vorbereitung 
ür den Entwurf für die Industrieobligatio- 
ıen unschätzbare Dienste geleistet. Auf 
ınseren Wunsch hat er die Kommission mit 
ı1ach Paris begleitet und hat dort nicht nur 
n den Beratungen sich wie stets als ein 
Mann von Ideen und von außerordentlicher 
Sombinations- und Konstruktionsfähigkeit 
ırwiesen, sondern er hat vor allem durch 
‚eine intime Kenntnis der dortigen persön:- 
ichen und sachlichen Beziehungen die Ver- 
ı1andlungen mit in eine Bahn lenken lassen, 
lie, weit entfernt etwa nun ein ideales Ge- 
»ilde zu erzeugen, uns doch erlaubt hat, eine 
Aeihe von Wünschen durchzusetzen, die wir 
ıuf diesem Gebiete gehabt haben. Ich glaube, 
ıuch hierfür haben wir allen Anlaß, dem 
Manne dankbar zu sein, der, wie ich immer 
vieder betone, diese Riesenarbeit, die ge- 
adezu das Menschenmaß überstieg, auf 
<osten seiner Gesundheit ausgeübt hat. Ich 
aube, wir können von uns aus diesen Dank 
ıicht besser zum Ausdruck bringen, als daß 
wir dem Institut, dem er persönlich mit ganz 
»esondere Liebe angehangen hat, auch 
veiter pietätvoll unser Interesse und unsere 
Zuneigung schenken. Ich denke, das ist das 
5achliche, womit man ihn am meisten ehren 
kann. 
Im übrigen glaube ich, daß ich in Ihrer 
ıller Namen spreche, wenn ich Sie bitte, 
sum Zeichen Ihrer eigenen Gefühle sich von 
len Sitzen zu erheben. (Geschieht.) 
Herr Geheimrat Hilger: 
Meine Herren! Der Herr Vorsitzende 
ıat des traurigen Unglückfalles auf der 
Zeche „Minister Stein“ gedacht. Gestatten 
5ie mir als dem Vorsitzenden der Knapp- 
;chaftsberufsgenossenschaft des Zweiges 
ler sozialen Gesetzgebung, der die Unfall- 
zersicherung der Bergleute regelt und dessen 
<osten bekanntlich von den Arbeitgebern 
ıllein getragen werden, ein kurzes Wort 
lazu. 
Zu meinem lebhaften Bedauern ist auch 
lieser Unglücksfall wieder dazu benutzt 
worden, die Arbeitnehmer gegen die Arbeit- 
jeber zu verhetzen. Ganz selbstverständ: 
ich ist an derartigen Massenunglücksfällen 
zunächst immer der Arbeitgeber schuld! 
Wenn keine andere Beweisführung möglich 
‘st, dann setzt automatisch diejenige ein: 
lie Arbeiter konnten bei der Hetze, in der 
zie bei den miserablen Löhnen ihre Arbeit 
verrichten müssen, die an sich guten berg:
	        

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Grundlagen Der Wirtschafts- Und Handelspolitik. Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, 1925.
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