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Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

Monograph

Identifikator:
1762680025
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-144170
Document type:
Monograph
Author:
Bücher, Hermann http://d-nb.info/gnd/13356293X
Title:
Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
Year of publication:
1925
Scope:
44 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Title page
  • Contents
  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Gegenwärtiger stand der Handelsvertragsverhandlungen
  • Arbeiten des Reichswirtschaftsrates für die Zolltarifrevision
  • Grundsätzliche fragen der Steuerreform

Full text

am Main ausführlich gesprochen. Eine 
Zeitungsnotiz hat darüber berichtet, daß ich 
von den Kartellen des Einzelhandels ge: 
sprochen und ihnen die Schuld zugeschoben 
hätte. Ich erklärte dort, viel schlimmer in 
der Preisverteuerung als die industriellen 
Kartelle, von denen ich es in der Vergangen- 
heit zugebe, daß hier und dort nicht immer 
ılles in Ordnung war, wirke die Preisver: 
teuerung beim Verschleiß der Waren. Denn 
in der Leder-Enquete, in den Untersuchun- 
zen, die die Landwirtschaftskammern ange: 
stellt haben, wird klar erwiesen, daß 
zwischen den Produzentenpreisen und den 
Jetaillistenpreisen eine Spanne liegt, die un: 
3rträglich ist, die produktions- und ver- 
kaufstechnisch nicht zu verstehen ist, die 
ich persönlich nur aus der Unterkapitalisa: 
tion der Wirtschaft begreifen kann. Denn 
wenn ein Schuhhändler 331 Prozent Auf- 
schlag auf ein Paar Stiefel nimmt, die er bar 
verkauft, so ist dieser Zuschlag ungerecht: 
iertigt hoch. Wenn Sie einmal die Margen 
durchprüfen, die Amerika für den Verkauf 
der Waren hat, dann werden Sie finden, daß 
in. Zukunft ein [Verschleiß der. Waren. „in 
Deutschland nicht mehr statthaben kann, 
wenn wir dieses System aufrechterhalten. 
Die Verhältnisse legen so, daß für ein Paar 
Stiefel 4 Wechsel laufen. Der Lederhändler 
kauft das Leder für einen Rembours- 
Kredit, er gibt den Wechsel weiter mit kurz 
zem Kredit, der zweite Lederhändler hat 
keine Deckung, die dritte und vierte Hand 
haben keinen Kredit. Und wenn die Ware 
in bar verkauft wird, wenn die Ware 2 bis 
3 Monate im Lager liegt, dann liegen 20 bis 
25 Prozent Kreditspesen auf der Ware. Ich 
will dieses Beispiel einmal ins Gegenteil um: 
setzen: Wenn ich Besitzer von 1 Million 
angl. Pfund wäre und hier in Berlin ein 
Schuhgeschäft aufmachte, zu den Fabrikan- 
ten hinginge und die Stiefel sofort in bar 
bezahlen kann, dann würde ich die 
Ware sicherlich zu einem viel billigeren 
Preise verkaufen können, würde in der kür- 
zesten Zeit den größten Umsatz haben und 
würde mit 10 Prozent Gewinn in der Lage 
sein, das beste: Geschäft in Berlin zu 
machen. In diesen Beispielen ist nur ein 
Extrem ausgedrückt, und es ist nicht meine 
Absicht, morgen ein Schuhgeschäft aufzu: 
machen. Ich will nur in Stärkster Form das 
Prinzip klar machen, daß auf diesem Gebiete 
irgend etwas nicht in Ordnung ist, gegen das 
man in irgendeiner Form — und bald — 
Stellung nehmen muß. Auf diese Dinge hier 
näher einzugehen, ist nicht am Platze ob; 
wohl es die dringendste Aufgabe ist, die wir 
m Reichsverband haben, diese Frage und 
ı1och andere, die hier nicht berührt werden 
zönnen, zu behandeln, zum Beispiel die 
?rage der Exportförderung, die ebenso wich; 
ig ist, und die Frage der Handelsverträge. 
Das Präsidium hat gestern beschlossen, daß 
ler wirtschaftspolitische Ausschuß, den wir 
ıaben, bald zusammentritt, um alle diese 
*ragen eingehendst zu erörtern. Ich bin 
uch der festen Überzeugung, daß wir in 
liesem Gremium und unter uns zu ganz 
:ılaren Richtlinien kommen werden, was in 
len einzelnen Punkten zu tun ist. Daran 
ı1abe ich gar keinen Zweifel. Aber wie wir 
liese Erkenntnis, die wir in den einzelnen 
’ragen gewinnen werden, zum Wohle des 
zanzen auswerten können, wie wir dieser 
Irkenntnis zum Durchbruch verhelfen 
:Öönnen bei denen, die die Geschicke des 
Volkes zu leiten haben, das ist eine ganz 
ındere Frage. Wenn die Währung in Ord- 
ıung, wenn die Zahlungsbilanz aktiv ist, 
lann kann sich ein Volk so viel Dummheiten 
»rlauben, prozentual oder progressiv der 
\ktivität in diesen‘ Dingen. In dem Maße 
ıber, wie diese Dinge labil werden, sind die 
Möglichkeiten, politische Scherze zu machen, 
‚echt begrenzt, und wir sollten nach unserer 
zanzen Struktur überhaupt aufs ängstliche 
/ermeiden, irgendeinen Fehler zu begehen. 
Denn sonst kommt die stets vorhergesagte 
Catastrophe. 
Wie eine solche Katastrophe aussieht, 
sann nur aus der Vergangenheit ersehen 
verden, denn sie ist mindestens jedes Mal, 
venn eine Frage kumulierte, vorausgesagt 
vorden und gibt mir Veranlassung, zum 
zweiten Teile meiner Ausführungen überzu- 
jehen, nämlich, Ihnen einen kurzen Über: 
»lick zu geben über das, was in der Ver: 
jangenheit, d. h. in den letzten 4 Jahren 
Catastrophenartiges geschehen ist und vors 
ıer angekündigt war, und um Ihnen an der 
Hand der nicht eingetretenen Katastrophen 
zu zeigen, wie schwierig die Dinge liegen, 
ınd daß sie rein wirtschaftlich nicht zu 
Ösen sind. 
Wenn ich von den internen Verhält- 
ıissen des Reichsverbandes absehe und nur 
»inmal kurz andeute, was in den 4 Jahren 
neiner Tätigkeit in dieser Organisation vor: 
jekommen, ausgeführt und behandelt wurde, 
was uns genau so drückte wie die ungeheure 
?rage des Ausgleichs der Passivität unserer 
Handelsbilanz, dann werden Sie sehen, daß 
ılles dieses nicht so heiß gegessen wie es ge: 
ocht wird, und daß doch noch ein guter
	        

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Grundlagen Der Wirtschafts- Und Handelspolitik. Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, 1925.
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