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Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

Monograph

Identifikator:
1762680025
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-144170
Document type:
Monograph
Author:
Bücher, Hermann http://d-nb.info/gnd/13356293X
Title:
Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
Year of publication:
1925
Scope:
44 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Arbeiten des Reichswirtschaftsrates für die Zolltarifrevision
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Title page
  • Contents
  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Gegenwärtiger stand der Handelsvertragsverhandlungen
  • Arbeiten des Reichswirtschaftsrates für die Zolltarifrevision
  • Grundsätzliche fragen der Steuerreform

Full text

zeiner Position der Entwicklung der Chemie, 
jes Maschinenbaus angepaßt hat. Das war 
der Grund, warum im vorigen Jahre, als die 
Regierung sich darüber klar sein mußte, daß 
Einfuhrverbote auf die Dauer in Deutschland 
nicht aufrechterhalten werden können — sie 
hat den Verzicht auf die Einfuhrverbote ja 
dann, wie sie wissen, ausdrücklich in dem 
deutsch-englischen Handelsvertrag nieder: 
gelegt, der uns verpflichtet, spätestens 6 
Monate, vom Tage der Ratifizierung ab ge- 
rechnet, auch das letzte Einfuhrverbot zu be- 
seitigen und damit einen Zustand zu schaffen, 
der, falls der alte Zolltarif von 1902 bleibt, 
sehr große Teile der deutschen Wirtschaft 
schutzlos gegenüber dem Andrängen der aus: 
ländischen Einfuhr machen wird. Dazu ein 
paar Bemerkungen! 
Meine sehr geehrten Herren, vor dem 
Kriege bestand der Welthandel zu zwei 
Dritteln aus europäischem Handel. Von den 
Ländern, die in Europa Handel trieben, hatte 
nur ein Land, nämlich England, drei Fünftel 
seines Absatzes an Fertigprodukten und an 
Waren seines Handelsverkehrs nach übersee: 
ischen Ländern. Die wichtigsten Faktoren 
des europäischen Handels, Deutschland und 
Frankreich, hatten ihre Hauptaufgabe in der 
Versorgung des europäischen Marktes. Das 
wird heute vielfach vollkommen vergessen. 
Und, meine sehr geehrten Herren, wie sieht 
denn dieser europäische Markt heute aus? 
Vor etwa 100 Jahren hat Schleiermacher 
einmal, als von Deutschland die Rede war, ge: 
sagt: Deutschland — ein Land? Ist denn 
Scharpie ein Gewebe? Meine sehr geehrten 
Herren, wenn ich heute von einer europä- 
ischen Wirtschaft, von europäischen Handels- 
beziehungen und Wirtschaftsbeziehungen 
spreche und sie zur Grundlage der Schaffung 
von Zolltarifen oder Handelsverträgen 
nehme, so muß ich dieses Bild von Schleier- 
macher wiederholen. Die europäische Wirt: 
schaft vor dem Kriege war ein Gewebe. 
Meute ist sie zerrupft zu einzelnen wirren 
Fäden, sie ist Scharpie geworden. 
Meine Herren, sie haben die europäische 
Wirtschaft durch den Versailler Vertrag und 
durch alles, was nachfolgte, in eine große 
Anzahl von Wirtschaftsgebieten zerschlagen, 
von denen gerade die jüngsten von einem 
wirtschaftlichen Größenwahn befallen sind, 
von denen gerade die jüngsten danach stre- 
ben, beinahe autarkisch sich eine Wirtschaft 
zu schaffen — ich habe es an anderer Stelle 
oft betont — vielfach aus Rüstungsinteressen 
und mit den Mitteln, die ihnen vn dem 
zroßen Bundesgenossen an der Seine zur 
Verfügung gestellt worden sind. Sie haben 
zine Wirtschaft geschaffen, der die Unter: 
lagen jeglicher Wirtschaft fehlen; Meine 
Jerren, das “sind” ja nicht die Rohstoffe 
»ei der heutigen Ausbildung der Technik 
der der heutigen Ausbildung des Ver: 
cehrs, sondern das sind die Absatzmög:: 
ichkeiten. Sie sehen €8 ja an der Entwicklung: 
ler “deutschen Wirtschaft. Es fehlt ihnen 
weder an Rohstoffen, es fehlt ihnen weder an 
Irzeugungsmöglichkeiten, es fehlt nur an 
lenen, die ihnen genügende Mengen von 
Waren abnehmen. 
Und so nehmen Sie ein Beispiel, z. B. die 
Tschechoslowakei, die nahezu die gesamten 
Produktionsstätten der alten österreichzun- 
zarischen Monarchie in ihren Grenzen ver: 
»inigt und nicht für die Hälfte, auf manchen 
Gebieten nicht für ein Drittel der Fabrikate 
nnerhalb ihrer eigenen Grenzen einen Absatz 
inden kann. Das, meine Herren, muß not: 
wendig dazu führen, daß diese Länder den 
Versuch machen, sich durch hohe Zollmauern 
jegen die übrigen Länder abzuschließen und 
hrerseits durch Dumping in die übrigen Teile 
ler Welt einzudringen. Und dazu eine Be- 
merkung, meine Herren! 
Es ist ein furchtbarer Gedanke, daß wir 
ıns heute sagen müssen, daß ein ungeheurer 
Prozentsatz der Produktion der Welt, der ge: 
;amten Welt heute durch Dumping Absatz 
inden muß. Es ist einerlei, ob Sie an die eng- 
ische Produktion denken. Dazu wieder eine 
Ziffer! Es wird hier immer. soviel von dem 
arschreckenden Rückgang der deutschen Aus- 
"uhr gesprochen. Warum nimmt sich niemand. 
lie Mühe, den erschreckenden Rückgang der 
Ausfuhr der übrigen Staaten zu beobachten? 
Jie englische Ausfuhr ist in ihrer Gesamtheit 
ıuf 70% und in weiten Kreisen der wichtigen 
anglischen Textilindustrie auf 65 und 60% der 
Vorkriegsausfuhr zurückgegangen, mengen:- 
näßig, nicht zahlenmäßig. Also auch die 
ınderen Länder leiden unter den Ver: 
schiebungen und — meine Herren, das müssen 
wir uns von vornherein sagen — Verschiebun: 
zen, die zum Teil nie wieder ausgeglichen wer- 
len können, Verschiebungen, die hervorge- 
‘ufen sind durch die geradezu gigantische 
ZIntwicklung der amerikanischen Industrie, 
lie, was sie einmal gepackt hat, nicht wieder! 
‚oslassen wird und es ja auch nicht nötig hat, 
a8 loszulassen. 
Meine Herren, mir hat vor kurzem ein 
führender Industrieller aus der Aluminium- 
ndustrie als, Beispiel dieser Erscheinung
	        

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Grundlagen Der Wirtschafts- Und Handelspolitik. Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, 1925.
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