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Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

Monograph

Identifikator:
1762680025
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-144170
Document type:
Monograph
Author:
Bücher, Hermann http://d-nb.info/gnd/13356293X
Title:
Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
Year of publication:
1925
Scope:
44 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Arbeiten des Reichswirtschaftsrates für die Zolltarifrevision
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Title page
  • Contents
  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Gegenwärtiger stand der Handelsvertragsverhandlungen
  • Arbeiten des Reichswirtschaftsrates für die Zolltarifrevision
  • Grundsätzliche fragen der Steuerreform

Full text

Amerikas folgendes gesagt: Amerika verkauft 
in seinem eigenen Lande Aluminium um, ich 
glaube, 5 Cents teurer, als der Preis in den 
übrigen Teilen der Welt ist. Dieses Hoch: 
halten des Preises ermöglicht eine Ansamms 
lung von Reserven in Höhe von etwa 7 bis 
8 Millionen Dollar pro Jahr nur in dieser 
Gruppe. Und der betreffende führende Mann 
der Aluminium-Industrie hat mir erklärt, 
wenn der amerikanische Aluminiumtrust nur 
1% oder 2 Millionen Dollar dieser Reserve all- 
jährlich verwendet, so ist er in der Lage, die 
gesamte europäische Aluminiumindustrie in 
1% Jahren zu ruinieren. 
Was haben wir diesen Ansammlungen 
von Kapitalkraft, von modernster Organisa- 
tion der Industrie entgegenzustellen? Bei 
dieser Frage der modernen Entwickelung der 
Industrie möchte ich die Herren Kollegen 
bitten, sich doch einmal mit der ganzen tech: 
nischen Entwickelung der amerikanischen In: 
dustrie vertraut zu machen, die sich bei uns 
erschöpft in den Worten Ford und Band: 
system, nachdem das Taylor-System längst 
überwunden ist. Wir hören, daß gerade 
Amerika in weitestem Umfange von der Zen, 
tralisierung seiner Industrie zu einer Dezen:- 
tralisierung zurückgeht, daß es seine Fabriken 
über das ganze ungeheure Land verteilt, und 
zwar mit Rücksicht darauf, daß es den Schwie: 
rigkeiten der Ansammlung ungeheurer Ar: 
beitermassen in den Großstädten oder in der 
Nähe der Großstädte entgegenwirkt, weil das 
Transportproblem der Menschenmassen in 
wenigen Stunden von und zur Arbeitsstätte 
nicht mehr zu bewältigen ist und weil — und 
das berührt ja die Arbeiterfrage, die heute 
vielfach gestreift worden ist — der Ameri- 
kaner von dem Gedanken ausgeht, daß selbst 
der 8-Stundentag nicht das Endziel der Bez 
strebungen der Arbeiterschaft sein wird, son- 
dern daß man noch von den 8 Stunden her- 
unterkommen will und er sich schon heute die 
Frage vorlegt: was soll die Arbeiterschaft mit 
lem Rest der Zeit, den sie nicht zu arbeiten 
braucht, anfangen? Nicht nur Ford, sondern 
andere führende Industrielle verlegen syste:- 
matisch die Betriebe, die selbstverständlich 
von einem großen Punkt aus organisiert sind, 
ıuf das flache Land hinaus, soweit Lände- 
"eien noch vorhanden sind, um dort die Ar- 
beiterschaft nach Schluß der Arbeitszeit an 
landwirtschaftliche Kulturen, an Garten- 
bau usw. zu gewöhnen. 
Ein Volk, das so systematisch aufbaut, ist 
von uns, von der alten geschwächten europä- 
ischen Wirtschaft nicht mehr zu schlagen. 
Wir müssen uns damit abfinden, daß die Vor: 
nachtstellung der neuen Welt von der alten 
Welt nicht mehr zurückerobert werden kann. 
Jnd unter diesem Gesichtspunkt haben wir 
ıns die Frage ernsthaft vorzulegen, ob hohe 
Zollmauern, die sich ein Land wie Amerika 
eisten kann, auch der Weisheit letzter 
Schluß für die deutsche, europäische Wirt: 
schaft sind. 
Meine Aufgabe als unparteiischer Vor: 
jitzender des Zolltarifausschusses des Reichs» 
wirtschaftsrats, dem die wenig dankbare Auf: 
jabe zugefallen ist, zunächst die kleine Zoll: 
'arifrevision in monatelangen Verhandlungen 
zu Ende zu führen, dem jetzt auch dieAufgabe 
zugefallen ist, den endgültigen großen Zoll: 
arif vorzubereiten — meine Aufgabe ist 
;s nicht, zu der Frage „Hochschutzzoll oder 
*reihandel“ Stellung zu nehmen, denn meine 
;jehr geehrten Herren, ich halte die beiden 
‘ragestellungen nicht für zeitgemäß. Wir sind 
weder in der Lage, heute uns für den Hoch: 
ıchutzzoll zu erklären, noch. sind. wir heute 
n der Lage, etwa, wie. ich.es.seinerzeit..in 
Tamburg einmal ausgeführt habe, vorzeitig 
Mc Fahne des Freihandels aufzupflanzen, Wir 
nüssen einen Mittelweg gehen, einen Weg, 
ler versucht, die Interessen der deutschen 
Wirtschaft zu schützen, ohne deshalb die Tore 
zu schließen, denn es kann unmöglich der 
Wille der deutschen Wirtschaft sein, daß wir 
verlangen, in fremde Gebiete zu niedrigen 
Zollsätzen einzudringen und daß wir gleich: 
zeitig für uns selbst Zollsätze fordern, die das 
10= bis 20 fache der Vorkriegszollsätze sind. 
JInd, meine sehr geehrten Herren, an der: 
ırtigen Vorschlägen ist kein Mangel gewesen. 
Wir haben dutzendfach auch bei den Han- 
lelsvertragsverhandlungen, an denen ich 
;elbst beteiligt gewesen bin, die Forderung 
srheben hören: für Deutschland ein turm- 
ıoher Schutzzoll, aber ihr habt dafür zu 
;orgen, daß im Auslande die Schutzzölle, die 
ı;twa in der doppelten Höhe der Friedenssätze 
bestehen, auf ein Viertel abgebaut werden. 
Heiterkeit), 
Meine sehr geehrten Herren, nun haben 
Sie vorhin von Herrn Staatssekretär von Sims 
son gehört, daß heute im Reichstag wieder 
änmal ein Unglück passiert ist, ein Unglück 
ür die deutsche Wirtschaft. Es wird das 
etzte nicht sein. Man hat den spanischen 
Tandelsvertrag mit 17 gegen 4 Stimmen ab- 
jelehnt. Nun gehöre ich nicht zu denjenigen, 
lie etwa den spanischen Handelsvertrag für 
>twas Ideales halten. Er ist sicherlich der 
schlechteste Vertrag, den wir abgeschlossen
	        

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Grundlagen Der Wirtschafts- Und Handelspolitik. Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, 1925.
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