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Dem Reichsverband der deutschen Volkswirte (R. D. V.) zur Feier seines 25jährigen Bestehens zu Berlin im Februar 1927 gewidmet von der Friedrich List-Gesellschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Dem Reichsverband der deutschen Volkswirte (R. D. V.) zur Feier seines 25jährigen Bestehens zu Berlin im Februar 1927 gewidmet von der Friedrich List-Gesellschaft

Monograph

Identifikator:
1762725266
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-141256
Document type:
Monograph
Title:
Dem Reichsverband der deutschen Volkswirte (R. D. V.) zur Feier seines 25jährigen Bestehens zu Berlin im Februar 1927 gewidmet von der Friedrich List-Gesellschaft
Place of publication:
Rudolstadt
Publisher:
Mänicke & Jahn
Year of publication:
(1927)
Scope:
77 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Tagung der Friedrich List-Gesellschaft e.V. in Berlin am 28. und 29. Mai 1926
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Dem Reichsverband der deutschen Volkswirte (R. D. V.) zur Feier seines 25jährigen Bestehens zu Berlin im Februar 1927 gewidmet von der Friedrich List-Gesellschaft
  • Title page
  • Über Aufgabe und Richtung der »Mitteilungen«
  • Die Gründung der Friedrich List-Gesellschaft
  • Tagung der Friedrich List-Gesellschaft e.V. in Berlin am 28. und 29. Mai 1926
  • Zur Frage der Listischen Preisschriften (Aus unveröffentlichten Briefen Friedrich Lists) / von Edgar Salin Dr. phil., Professor der Staatswissenschaften an der Universität Heidelberg
  • Friedrich Lists Pariser Preisschrift von 1837. Ihre Bedeutung und ihre Stellung im Gesamtwerks Lists / von Artur Sommer Dr. phil., Heidelberg

Full text

und im Schatten der Manen eines der geistesgewaltigsten Söhne schwäbi- 
schen Bodens, dem Deutschland und die Welt so viele Geistesheroen ver- 
danken, heiße ich Sie herzlich willkommen. 
2, Rede des Geh. Regierungsrats Prof, Dr. Harms- Kiel: 
Meine sehr geehrten Herren! 
Mir ist der ehrenvolle Auftrag zuteil geworden, unseren amerikanischen 
Gast zu begrüßen. Herr Professor Notiz ist uns Deutschen kein Frem- 
der. Wir kennen ihn in seiner Eigenschaft als führendes Mitglied der 
Federal Trade Commission, deren tiefschürfende Arbeiten der deutschen 
Wissenschaft viele Anregungen gegeben haben und deren mustergültiges 
Enquetewesen gerade heute für uns von Bedeutung ist. Nicht minder 
kennen wir Herrn Dr. Notz als Gelehrten und Professor der Georgetown 
University, dessen zahlreiche. wissenschaftliche Schriften methodisch vor- 
bildlich sind und sachlich wertvolle Erkenntnis vermitteln. Endlich 
kennen wir unseren verehrten Gast als Dekan der School of Foreign 
Service, einer besonderen Fakultät der Georgetown University, deren Auf- 
gabe es ist, die Beamten des amerikanischen Außendienstes, insbesondere 
die Konsulatsanwärter, auszubilden. 
Nicht zuletzt ist uns Herr Professor Notz nahe gerückt und vertraut 
geworden als Friedrich List-Forscher, Seit Jahren ist er bemüht, den Auf- 
enthalt Lists in den Vereinigten Staaten, über den in der Literatur außer- 
ordentlich wenig bekannt ist, aufzuhellen. Er hat sich auch bereit erklärt, 
zu unserer großen Friedrich List-Ausgabe den zweiten Band beizusteuern, 
der das Leben und Wirken Friedrich Lists in Amerika schildern soll. 
Meine Herren, es ist eine alte Frage: was bestimmt den Gelehrten in 
der Wahl des Gegenstandes seiner Forschung? Gewiß nicht rein verstandes- 
mäßige Motive oder zufällige Ursachen! Viele Imponderabilien sind da 
wirksam, nicht zuletzt Abstammung, Milieu und ein Inneres, das man 
nicht definieren kann, das aber die Mitmenschen herausfühlen. Was hat Sie, 
sehr geehrter Herr Professor Notz, zu Friedrich List geführt? Die Tat- 
sache, daß die Wiege Ihrer Vorfahren in Schwaben 
stand! Unter amerikanischem Gesichtswinkel lenkt dies die Gedanken in 
eine bestimmte Richtung. Die Vereinigten Staaten haben im Laufe des 
19. Jahrhunderts vor der größten Aufgabe gestanden, vor die ein Staat 
überhaupt gestellt werden kann: aus einer Menschenmasse eine Nation 
zu machen. Ungezählte Völker und Rassen sind in den amerikanischen 
Schmelztiegel gelangt und konnten auf den Charakter der werdenden 
Nation einwirken. So haben auch die mehr als fünf Millionen Menschen, 
die während des ı9. Jahrhunderts aus Deutschland nach den Vereinigten 
Staaten ausgewandert sind, maßgeblichen Einfluß ausgeübt. An dem Auf- 
bau des Gewerbes und der Landwirtschaft haben sie ebenso ihren Anteil 
wie an der Förderung des geistigen Lebens in der Union. Als junger 
Predigtamtskandidat ist dereinst Ihr Vater, Herr Kollege Notz, über den 
großen Ozean gezogen und hat sein späteres Leben vornehmlich der Wissen- 
schaft gewidmet. Es war schwäbische Erbweisheit, die er in der neuen 
Heimat zur Auswirkung brachte und auch auf seinen Sohn übertrug. So 
darf man wohl eine abseits vom Zufälligen liegende Schicksalsfügung 
darin sehen, daß es der Nachkomme eines Schwaben ist, der das amerika- 
nische Erleben des großen Landsmannes seiner Voreltern der Welt er- 
schließt. 
Meine Herren, die Vereinigten Staaten haben im letzten Menschenalter 
eine glänzende Entwicklung genommen. Als ich im Jahre 1923 zu einer 
1]
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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