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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

Von den Vereinigten Staaten mit ihrer riesigen Produktion abge- 
sehen, ist Deutschland trotz starker Ausbildung des Thomasverfahrens 
dasjenige Eisenland, das die stärkste Siemens-Martin-Stahl-Erzeugung 
aufweist. Wenn auch der Anteil der Siemens-Martin-Stahl-Gewinnung 
zur gesamten deutschen Stahlgewinnung nicht so hoch ist wie bei den 
Vereinigten Staaten und England, so läßt sich doch ein Fortschritt 
gegenüber der Friedenszeit erkennen. Ebenso ist das wachsende Zurück- 
bleiben der Thomas- und der Bessemerstahlgewinnung in Deutschland 
zu beobachten. Im Jahre 1913 stand die Siemens-Martin-Stahl- 
Gewinnung etwa 1100 000 £% über der von Thomas- und Bessemerstahl; 
in der Nachkriegszeit betrug der Unterschied jedoch 1300000 bis 
1800000 t. Nichtdas Thomas-, sondern das Siemens- 
Martin-Stahl-Verfahren steht nach der Erzeu- 
zungsmenge betrachtet in Deutschland im Vorder- 
zrund. 
Der deutsche Schrottverbrauch wird amtlicherseits 
für das Zollgebiet jetzigen Umfangs folgendermaßen angegeben: 
Schrottverbrauchin 1000 Tonnen 
davon in den 
m Jahre insgesamt Stahlwerken!) Hochofenwerken Kisengießereien 
1913 ..... . 5572 4531 138 806 
1924 . 0.0.0... 5888 4278 722 781 
1925 . 6977 5279 637 ; 997 
‚926 (Bisher liegen weder amtliche noch sonstige Zahlen vor.) 
Während die Siemens-Martin-Stahl-Herstellung im Vergleich von 
1925 zu 1913 um etwa 6 % zugenommen hat, ist in denselben Jahren der 
Schrottverbrauch in den Stahlwerksbetrieben um 14 % gewachsen. Im 
Jahre 1913 kam der Schrottverbrauch in den Stahlwerken etwa 70 % 
der Siemens-Martin-Stahl-Gewinnung gleich; in den Nachkriegsjahren 
1924 und 1925 ist der Prozentsatz auf 75 bzw. 76 % gestiegen. Daraus 
ist zu schließen, daß das Roheisen als Einsatzmaterial früher etwa 30 % 
ausmachte, jetzt aber nur etwa 25 %. Der Schro tt als Ein- 
3satzmititelhat demnach im Vergleichzum Roheisen 
und Erz in Deutschland eine steigende Bedeutung 
erhalten. Jedenfalls kann von einem Rückgang des Schrottver- 
örauchs in Deutschland nicht die Rede sein. 
Über den Schrottverbrauch der fremden Eisen- 
länder liegen leider keine ausreichenden Zahlen vor. 
Es ist sicher, daß wegen der starken Eigenversorgungsmöglich- 
keiten mit Eisenerz der Schrott weder in England noch in den Vereinig- 
ten. Staaten eine ähnlich große Rolle für die Stahlgewinnung spielt wie 
in Deutschland. In England stehen bekanntlich die Roheisenpreise dank 
den allgemeinen Produktionsbedingungen so günstig, daß die Stahlwerke 
meist besser tun, mehr Roheisen als Schrott im „offenen Herdverfahren“ 
zu verschmelzen. Ähnlich liegen die Dinge in Amerika. Auch dort ist 
das Verhältnis des Schrottpreises zum Roheisenpreis für ersteren un- 
zünstig. Ferner ist zu berücksichtigen. daß allein die amerikanischen 
1) einschl. Stahlgießereien. 
12)
	        

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Die Rohstoffversorgung Der Deutschen Eisenerzeugenden Industrie. E. S. Mittler & Sohn, 1928.
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