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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

Diese Lagerstätten haben die nach ihrer Neuentdeckung vor etwa 
20 Jahren in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllt und: müssen schon 
darum als sehr beschränkt bauwürdig betrachtet werden, weil die ein- 
zelnen Vorkommen außerordentlich klein sind und ein großer Betrieb 
mit billigen Selbstkosten kaum eröffnet werden kann. Die Vorräte, die 
man als beschränkt bauwürdig betrachten kann, werden auf etwa 10 
bis 15 Millionen Tonnen zu schätzen sein, während die vorläufig nicht 
bauwürdigen Mengen auf 100 bis 150 Millionen Tonnen angenommen 
werden können. 
_. Die Lagerstätten befinden sich größtenteils im Besitz der Maxi- 
Milianshütte und des bayerischen Staates (Luitpoldhütte). Aber auch 
Theinisch-westfälische Konzerne haben einen großen Felderbesitz. Die 
gesamten bayerischen Hüttenwerke haben durch diese Erzvorkommen 
zweifellos eine solide Erzbasis. Das Blühen dieser Werke beweist, daß 
In diesem Falle das Prinzip der Brennstoffzuführung zum Erz gesund 
ist, während umgekehrt die Entfernung dieser Lagerstätten vom rhei- 
Nisch-westfälischen Industriebezirk mit rund 600 km zu weit ist, um bei 
den heutigen Tarifverhältnissen an eine Verhüttung in Rheinland-West- 
falen denken zu können. Das ist an sich bedauerlich. 
Mit der voraufgegangenen Beschreibung einiger KEisenerzbezirke 
Deutschlands ist natürlich die Reihe der Eisenerzvorkommen in 
Deutschland nicht erschöpft. Wir haben noch Eisenerze im Harz, im 
Wesergebirge und Teutoburger Wald, im Sauerland, in der Eifel und 
dem Hunsrück und schließlich auch im Münsterland. Aber alle diese 
Vorkommen haben entweder nur lokale Bedeutung oder sind hoffnungs- 
los unbauwürdig. Darum sollen sie hier aus der näheren Erörterung 
ausscheiden. Erwähnt sei nur, daß das Klippenflöz im Wesergebirge 
Wohl Hunderte von Millionen Tonnen Erz enthält, aber mit einem 
Gehalt von nur etwa 20 % Fe, und daß alle Aufbereitungsversuche an 
dem Charakter des Erzes gescheitert sind, 
Auch die „ungehobenen Millionen“ des Münsterlandes machten in 
der Vergangenheit von Zeit zu Zeit viel von sich reden. Ernste Ver- 
Suche zur Gewinnung dieser Erze sind bisher gescheitert. 
_ Gegenüber der vorstehend geschilderten Versorgung der deutschen 
Eisenindustrie aus eigenen Inlandgruben spielt die Versorgung mit 
Erzen aus eigenen Auslandsgruben gar keine Rolle mehr, nachdem das 
Versailler Diktat den deutschen Hüttenwerken fast den gesamten 
Grubenbesitz, da er sich vorwiegend in den Ententeländern befand, ab- 
nahm. Die Bedeutung dieses Verlustes soll im einzelnen bei der Be- 
Sprechung der Erzbasis des Auslandes besprochen werden. Es sei hier 
Nur erwähnt, daß die Förderung aus eigenen Gruben im Ausland noch 
Nicht 2° des Erzbedarfes deckt und deshalb das notwendige Auslands- 
an nur im Wege des Kaufes im offenen Markt beschafft werden 
Erzversorgung durch Zukauf. 
1. Ilseder Hütte. 
Hi In dem Abschnitt über die Versorgung der rheinisch-westfälischen 
üÜttenindustrie aus eigener Förderung ist auf die bekannten Vor- 
79
	        

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Die Rohstoffversorgung Der Deutschen Eisenerzeugenden Industrie. E. S. Mittler & Sohn, 1928.
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