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Die deutsche Mark von 1914-1924

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Mark von 1914-1924

Monograph

Identifikator:
1764920163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-145636
Document type:
Monograph
Title:
Die deutsche Mark von 1914-1924
Edition:
35.-50. Tsd.
Place of publication:
Nürnberg
Publisher:
Schuster
Year of publication:
[1925]
Scope:
64 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

8 82. Die Krisen. 5 
gemeine Erklärung der Krisen dienen könnte, kann also keine Rede 
ein. 
„Es scheint also kein Glied in der Kette, die die Produzenten mit den 
Konsumenten verbindet, zu fehlen. Warum bricht denn trotzdem diese 
Kette? Die Antwort ist: die typische moderne Hochkonjunktur 
bedeutet keine Überproduktion, keine Überschätzung der 
Nachfrage der Konsumenten oder des Bedürfnisses der 
Gesellschaft an den Diensten des festen Kapitals, wohl 
aber eine Überschätzung des Kapitalangebots, also der 
Menge der Sparmittel, die zur Übernahme des produzierten 
Realkapitals zur Verfügung steht. Was überschätzt wird, ist 
die Fähigkeit der Kapitalisten, Sparmittel in genügender Menge zur 
erfügung zu stellen. Man muß sich dabei daran erinnern, daß diese 
Fähigkeit mehrere Jahre im voraus geschätzt werden muß, denn durch- 
schnittlich verfließen doch mehrere Jahre zwischen der Zeit, wo die 
Anlagen geplant werden, und der Zeit, wo sie ihre vollen Ansprüche 
auf die Sparmittel der Gesellschaft stellen. Zur Beurteilung der Lage 
des Kapitalmarkts hat der einzelne Unternehmer kein anderes Mittel 
als den Stand des Zinsfußes. In der Depression und in der ersten Periode 
der Hochkonjunktur ist nun aber der Zinsfuß niedrig oder wenigstens 
mäßig. Die Ansprüche, die die gesteigerte Unternehmertätigkeit auf 
dem Gebiete der Produktion von festem Kapital an die Kapital- 
disposition stellt, machen sich noch nicht vollauf geltend. Es ist also 
sehr wohl möglich, daß Unternehmungen, wie Hausbauten, Eisen- 
bahnen usw. usw., in so großem Umfange geplant und auch angefangen 
werden, daß ihr Kapitalbedürfnis, wenn es später vollständig zutage 
tritt, nicht befriedigt werden kann. 
Wenn in dieser Weise die Hochkonjunktur immer weiter getrieben 
ird, muß es zuletzt zu einem Moment kommen, wo es auf einmal klar 
wird, daß der Markt Sparmittel zur Übernahme des produzierten Real- 
kapitals in genügender Menge zur Verfügung zu stellen nicht imstande 
ist. In diesem Augenblick muß eine plötzliche Entwertung des festen 
Kapitals eintreten und damit eine außerordentlich gesteigerte Schwierig- 
keit für die Unternehmer, das zur Übernahme ihrer Anlagen nötige 
Kapital, sei es leihweise, sei es durch Verkauf, zu bekommen. Damit 
haben sie aber bei allen laufenden Zahlungsverpflichtungen, die sie in 
ihrer produktiven Tätigkeit haben übernehmen müssen, nicht gerechnet. 
Wenn es sich zeigt, daß sie sich auf diesem Punkte getäuscht haben, 
muß eine allgemeine Unfähigkeit, eingegangenen Zahlungsverpflich- 
ungen nachzukommen, die. Folge werden. Diese Unfähigkeit breitet 
sich natürlich in immer weiteren Kreisen aus, da die ganze Geschäfts- 
welt von der pünktlichen Erfüllung fällig werdender Zahlungsver- 
pflichtungen in hohem Grade abhängig ist. Es muß also eine allge- 
meine wirtschaftliche Krise entstehen. 
57%
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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