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Die obligatorische Krankenversicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Die obligatorische Krankenversicherung

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die obligatorische Krankenversicherung
  • Title page
  • Allgemeine Einleitung
  • Erster Teil. Das Anwendungsgebiet
  • Zweiter Teil. Leistungen
  • Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
  • Vierter Teil. Die Versicherungsträger
  • Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
  • Sechster Teil. Die Krankenversicherung der Ausländer
  • Contents

Full text

DAS STREITVERFAHREN, RECHTSVERLETZUNGEN UND STRAFEN 3809 
Es hat ebenfalls besondere Versicherungskommissionen und einen 
Rekurs gegen deren Entscheidungen an den Regierungsrat vorgesehen. 
Besondere Versicherunaskommissionen 
Zusammensetzung 
Die besonderen Kommissionen, welche zur Erledigung der Streitigkeiten 
aus der Krankenversicherung geschaffen sind, sind auf gemeindlicher 
Grundlage errichtet ; sie müssen daher sowohl Vertreter des Gemeinderats 
als auch der Versicherten umfassen. 
Zuständigkeit 
Die Kommissionen entscheiden über alle Streitigkeiten, die sich aus der 
Anwendung des Gesetzes, der kantonalen Verordnung oder der Satzungen 
ler Kasse ergeben. Sie sind berechtigt, auch Geldstrafen für jede Verletzung 
der sich aus der Versicherung ergebenden Pflichten zu verhängen. Die 
arste Rekursinstanz gegenüber den Entscheidungen der Kommissionen 
iber die Streitigkeiten ist der Gemeinderat. Als oberste Instanz entscheidet 
ler Regierungsrat. 
Basel-Stadt. 
Im Kanton Basel-Stadt kann gegen die Verfügungen des Verwalters 
jer öffentlichen Kasse binnen 14 Tagen nach ihrer Mitteilung der Rekurs 
an das Sanitäts-Departement eingelegt werden. Die Entscheidungen 
dieses kantonalen Departements können beim Regierungsrat und jene 
des Regierungsrats beim Verwaltungsgericht innerhalb der durch die 
kantonale Gesetzgebung vorgesehenen Grenzen angefochten werden (Gesetz 
vom 12. März 1914, abgeändert durch die Gesetze vom 10. Oktober 1918 
ınd vom 23. Februar 1922). 
St Gallen 
Im Kanton St. Gallen (Gesetz vom 28. Mai 1914, betreffend die obli- 
gatorische Krankenversicherung und die Gemeindekrankenkassen) werden 
die Streitigkeiten vor den Bezirkspräsidenten gebracht, mit Ausnahme 
der Streitigkeiten der Kassen untereinander. Diese werden durch den 
Regierungsrat unmittelbar entschieden. Der Bezirkspräsident ist die Spruch- 
behörde erster Instanz und ist für alle Streitigkeiten zuständig, die das 
Recht oder die Pflicht des Beitritts zu einer Kasse sowie die Leistungen 
betreffen. 
Die Entscheidungen des Bezirkspräsidenten können durch Rekurs 
an den Regierungsrat angefochten werden, 
KÖNIGREICH DER SERBEN, KROATEN UND SLOWENEN 
(ESseETZ VOM 14. Maı 1922 
Das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen gehört zu der Gruppe 
der Länder, deren Gesetzgebung besondere Spruchbehörden und Ver- 
waltungsgerichte zur Entscheidung in Versicherungsangelegenheiten her- 
anzieht. 
Die besonderen Spruchbehörden (Versicherungsgerichte und Oberver- 
sicherungsgericht) haben die Streitigkeiten zwischen den Versicherten und 
den Bezugsberechtigten einerseits ınd der Verwaltung der Kassen ander- 
seits zu entscheiden. 
Die Verwaltungsgerichte haben die Aufgabe, die Streitigkeiten zwischen 
Arbeitgebern und Versicherten wegen der Beitragsleistung zu entscheiden. 
Die Beteiligten sind in den Versicherungsgerichten vertreten. 
Die Versicherungsgerichte 
Diese Spruchbehörden erster Instanz sind bei jeder Bezirksversiche- 
rungsanstalt eingerichtet.
	        

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Die Obligatorische Krankenversicherung. Internationales Arbeitsamt, 1927.
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