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Das Arbeitsrecht der Čechoslovakischen Republik

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Bibliographic data

fullscreen: Das Arbeitsrecht der Čechoslovakischen Republik

Monograph

Identifikator:
177130992X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-153391
Document type:
Monograph
Author:
Wokurek, Ludwig
Title:
Das Arbeitsrecht der Čechoslovakischen Republik
Place of publication:
Brünn
Publisher:
Verlag des "Hauptvereines deutscher Ingenieure in der Čsl. Republik"
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 405 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Teil. Das Recht des Arbeitsvertrages
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Arbeitsrecht der Čechoslovakischen Republik
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil. Allgemeiner Teil
  • II. Teil. Das Recht des Arbeitsvertrages
  • III. Teil. Arbeiterschutzrecht
  • IV. Teil. Das Arbeitsverfassungsrecht
  • V. Teil. Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnisse
  • Index

Full text

Dienstleistung nebst Schadenersatz oder Schadenersatz wegen Nicht— 
erfüllung des Vertrages verlangen kann; diese Bestimmung findet 
aber nur dann Anwendung, wenn nicht gesetzliche Sonderbestimmun— 
gen etwas anderes vorschreiben. Solche Sonderbestimmungen sind 
erflossen in der G.O., in dem H. G.G. Güterbeamtengesetze u. a. 
Es wird daher bei Nichterfüllung der Verpflichtung, die Arbeit zu 
leisten, seitens des Arbeitnehmers für den Arbeitgeber nur das Recht 
auf Schadenersatz übrig bleiben. 
Das Arbeitsverhältnis ist auch ein Treuber— 
hältnis. Der 876 der Gewerbeordnung, welcher die „Pflichten der 
Hilfsarbeiter“ umschreibt, führt darunter ausdrücklich auch an die 
„Treue“. Anter „Hilfsarbeiter“ versteht die Gewerbeordnung im 
8* 73 „alle Arbeitspersonen, welche bei Gewerbeunternehmungen in 
regelmäßiger Beschäftigung stehen, ohne Unterschied des Alters und 
Geschlechtes“. Der letzte Absatz des 8 79 sagt: „Die für höhere Dienst— 
leistungen in der Regel mit Jahres- oder Monatsgehalt angestellten 
Individuen, wie: Werkführer, Mechaniker, Faktoren, Buchhalter, 
Kassier, Expedienten, Zeichner, Chemiker u. dal. werden unter Hilfs— 
arbeiter nicht begriffen.“ (Auf diese werden meist die Bestimmungen 
des Handlungsgehilfengesetzes vom 16. Jänner 1910. RaVil. 
Nr. 20, Anwendung finden) Der 8 76 G.O. sagt über die Pflichten 
der Hilfsarbeiter folgendes: „Die Hilfsarbeiter sind verpflichtet, dem 
Gewerbeinhaber Treue, Folgsamkeit und Achtung zu erweisen, sich 
anständig zu betragen, die bedungene oder ortsübliche Arbeitszeit ein— 
zuhalten, die ihnen anvertrauten gewerblichen Vervichtungen nach 
besten Kräften zu besorgen, über die Betriebsverhältnisse Ver— 
schwiegenheit zu beobachten, sich gegen die übrigen Hilfsarbeiter und 
Hausgenossen verträglich zu benehmen und d Lehrlinge sowie die 
unter Aufsicht der Hilfsarbeiter arbeitenden Kinder gut zu behandeln. 
Zur Leistung von häuslichen Arheiten, insoferne diese nicht zum Ge— 
werbebetriebe gehören, sind die Hilfsarbeiter vorbehaltlich ander— 
weitiger Vereinbarung nicht verpflichtet.“ Es wird hier des persön⸗ 
lichen Verhältnisses zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber 
gedacht, das durch Aufnahme in die Hausgemeinschaft eine Verdich— 
tung erfährt. Aus dem Treuverhältnisse wird sich für den Acbes 
nehmer die Pflicht ergeben, in Talen und Worten alles zu vermeiden, 
was dem Arbeitgeber im Betriebe oder persönlich schaden könnte. Die 
auf einer höheren Stufe der unselbständigen Erwerbstätigkeit in der 
Produktion ftehenden Personen, die leitenden Angestellten und die 
Angestellten, welche auch persönlich dem Arbeitgeber näher stehen, wre— 
den bezüglich der Treupflicht auch noch höheren Anforderungen ent— 
sprechen müssen, welche auch im Handlungsgehilfengesetze im gesetz⸗ 
liche Konkurrenzverbote und a“der Konkurren— 
9
	        

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Das Arbeitsrecht Der Čechoslovakischen Republik. Verlag des “Hauptvereines deutscher Ingenieure in der Čsl. Republik”, 1928.
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